Thanks for Playing: Art-ificial: Games zwischen Kunst und Künstlichkeit

Wie intelligent muss ein Zombie sein? Zu welcher Musik schlurft er durch die Gegend? Bereitet sein Biss den Spielerinnen und Spielern Schmerzen? Und was, wenn er gar nicht Mainstream ist? Diesen und anderen spannenden Fragen widmen sich die Vortragenden der interdisziplinären Vortragsreihe „Thanks for Playing“, die dieses Semester unter dem Motto „Art-ificial“ steht.

Dass digitale Spiele künstliche Welten schaffen, dürfte heute kaum noch jemanden überraschen. Dass Games aber auch Kunst jenseits von Kommerz sein können, schon eher. Diesem Spannungsfeld zwischen Kunst und Künstlichkeit widmet sich die Initiative Game Studies (IGS) an der Ruhr-Universität Bochum, indem sie alle Games-Interessierten zur bereits vierten Ausgabe der Vortragsreihe „Thanks for Playing“ einlädt. „Unsere Vortragsreihe hat sich gut etabliert“, so Felix Raczkowski von der IGS. „Nachdem wir uns in den vergangenen Semestern mit „Feedback“, „SRSLY“ und „Control(ling)“ eher ernsten Themen gewidmet haben, war jetzt ein Blick auf den künstlerischen Aspekt und die Kunst der Games-Erstellung dringend nötig.“ Und so reicht das abwechslungsreiche Programm der Veranstaltung von künstlicher Intelligenz für Spielcharaktere über den häufig vernachlässigten Aspekt der Videospielmusik zu Techniken der Immersion sowie den Wert von Indie-Games.

Dafür konnte die IGS erneut namhafte Gäste gewinnen – und das nicht nur für Vorträge, sondern auch für Workshops. „Wie schon im vergangenen Sommersemester möchten wir dieses Mal erneut mehr bieten als nur theoretische Einblicke in die Materie – auch wenn diese unterhaltsam vorgetragen werden“, erläutert seine Kollegin Sabine Schollas. „Mit den Workshop zu Game-Stories und Game-Journalismus haben wir aktuelle Themen aufgegriffen, die Einblicke in die Games-Industrie und ihre Abläufe ermöglichen.“

Aufgrund einer erhöhten Nachfrage und einer begrenzten Platzanzahl bittet die IGS für die Workshop um Anmeldung unter www.rub.de/igs. Die Vorträge stehen allen Games-Freunden offen und bieten die Möglichkeit zu angeregter Diskussion und Austausch mit Gleichgesinnten.

Das Programm von TfP Art-ificial:

08. Mai 2014

Carsten Widera-Trombach (CEO Crenetic GmbH Studios, Mühlheim an der Ruhr):

Vortrag: „Give ’em Brain: Wie viel künstliche Intelligenz braucht ein Zombie?“

22./23. Mai 2014

Kai Rosenkranz (CEO Nevigo GmbH, Bochum):

Vortrag: „Musik für Videospiele: Theoretische Überlegungen und praktische

Beispiele“

 

Workshop: „Spiele. Schreiben. Geschichte.: Interaktivität und Dramaturgie in Game-

Stories“

26./27. Juni 2014

Dr. Rudolf Inderst (Co-Ressortleitung Digitale Spiele nahaufnahmen.ch

Vortrag: „Immersion durch Pein: Vom Schmerz in digitalen Spielen“

Workshop: „Lasst die Vielfalt obsiegen: Schreiben über digitale Spiele“

03. Juli 2014

Leif Rumbke (Softwareentwickler und Medientheoretiker, Hamburg)

Vortrag: „Freeforms: Games against the Grain“

Alle Vorträge finden um 18.00 Uhr in Raum GABF 04/611 an der Ruhr-Universität Bochum statt. Die beiden Workshops finden am Folgetag des Vortrags von 10-14 Uhr in GABF 04/255 statt. Die Räume sind in den Gebäuden GA und GB der Ruhr-Universität ausgeschildert.

Weitere Informationen finden Sie unter:

www.rub.de/igs

www.facebook.com/initiativegamestudies

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Sabine Schollas oder Felix Raczkowski unter: sabine.schollas@rub.de oder felix.raczkowski@rub.de.

Die Vortragsreihe wird unterstützt vom Institut für Medienwissenschaft, der Fakultät für Sozialwissenschaften sowie der Wirtschaftsförderung metropoleruhr GmbH.