Neue Technik im Krankenhaus und ihre Nützlichkeit

Corinna F. ist seit mehreren Jahren Krankenschwester und arbeitet in der Gynäkologischen Ambulanz.
Sie assistiert dort den Ärzten bei verschiedenen Untersuchungen und Abstrichen. Ebenso bereitet sie Patienten auf den OP vor und sorgt für die Vollständigkeit der Patientenakten. Fachfremde Untersuchungen müssen ebenso von ihr vorbereitet werden und Termine für die Patienten in anderen Abteilungen gemacht werden.
Einen weiteren Teil nehmen kleine Reinigungsaufgaben, wie das desinfizieren der Geräte und des Arbeitsbereiches, ein. Ebenso der Service am Telefon.

 

Im Arbeitsalltag benutzt Frau F.  Apparaturen und Geräte, die zur Messung von beispielsweise Ultraschall, Blutzucker und Harnblasenfunktionalität benutzt werden. Darüber hinaus natürlich einen Computer um die Krankenakten der Patienten zu vervollständigen.

 

Eine Erleichterung, sagt sie, wäre es zum Beispiel, wenn die Technik im Krankenhaus für die Krankenschwestern zeitsparender gestaltet werden würde.
Im Moment muss sie die Daten der Untersuchungen auf dem PC und zusätzlich noch auf dem Papier eintragen. Das ist oft sehr aufwendig und es wäre viel einfacher, wenn viele Daten automatisch auf den PC geladen werden würden. Dies ist schon beim neuen Blutzuckergerät der Fall. Es ist zwar riesig und dadurch sehr unhandlich, überträgt aber die Werte direkt ins System, so dass sie in der Laborübersicht automatisch zu sehen sind. Der Wert ist so transparenter und kann nicht mehr so leicht verfälscht werden.
Allerdings besteht die Gefahr, dass man durch einen vorübergehenden Ausfall des Computers nicht an die Daten kommt. Dies könnte zu großen Schwierigkeiten führen.
Neue Geräte, wie zum Beispiel auch das Urodynamikgerät, ein Gerät zur Untersuchung der ableitenden Harnwege, sind durch neue Erfindungen deutlich schneller als Alte und viel leichter aufzubauen.
Im Gegensatz dazu sind alte PC Programme häufig sehr langsam und unnötig kompliziert und umständlich.

 

Ohne die technischen Geräte wäre ein normaler Arbeitsalltag in einem Krankenhaus nicht möglich.
Dabei geht es gar nicht mal um lebenserhaltende Maßnahmen, oder der Arbeit im OP, sondern um begleitende Untersuchungen und der Auffassung von Daten, die unerlässlich sind.
Es besteht außerdem eine klare Zeitersparnis durch Technik. Das bemerken wir, sagt Frau F.,  besonders in den Momenten, wenn das SAP ausfällt und wir darauf angewiesen sind alle Aufgaben manuell zu lösen.
Das SAP ist ein Software Programm, welches die medizinische Basisdokumentation, Patientenabrechnungen, sowie die interne und externe Kommunikation mit klinischen Subsystemen und Krankenkassen bereit bestellt. Alle patientenbezogenen Daten werden zentral gespeichert und ermöglichen somit schnellen arbeitsplatzunabhängigen Zugriff auf diese Informationen.
In regelmäßigen Abständen fällt dieses Programm leider immer aus und die Schwestern sind gezwungen ohne klar zu kommen.
Das sind die Momente, in denen mir immer auffällt, wir sehr ich darauf angewiesen bin und wie deutlich eingeschränkt unsere Arbeit daraufhin wird, erklärt sie.
Termine vergeben ist dann nicht mehr möglich. Für jeden Laborwert muss extra im Labor selbst angerufen werden. Das ist für beide Seiten ein zusätzlicher Aufwand und stört sehr im Arbeitsablauf. Das schriftliche Ausfüllen von Anforderungsscheinen benötigt auch viel mehr Zeit.
Den Blutzucker kann ich zum Beispiel gar nicht mehr ohne Gerät messen, sagt sie und schmunzelt.

 

Das Krankenhaus ist mit drei anderen Krankenhäusern der Stadt verbunden. Der Vorteil hierbei ist, dass das SAP im Intranet eingeschränkt miteinander vernetzt ist. Röntgenbilder und andere gespeicherte Patientendaten sind auch von anderen Krankenhäusern und auch Abteilungen zugänglich und können speziell freigeschaltet werden. So entfällt der Postweg und es kann schneller agiert werden.
Wir sind wie ein großes Team, können uns aber auch nicht in die Quere kommen, stellt sie etwas amüsiert fest.

 

Mit Blick auf die Zukunft könnte sie sich eine weitere Hilfe im Bereich der Medikamentenausgabe vorstellen. Leider kommt es hierbei immer noch zu großen Fehlern durch die Überarbeitung und hohe Belastung der Krankenschwestern. Ein Gerät, welches sich darum kümmert und nebenbei auch noch notiert, welcher Patient welche Medikamente, in welcher Menge und zu welcher Zeit bekommen hat, wäre sehr gut.
„Ich bin gespannt, was da im Laufe der Zeit noch auf uns zukommen wird.“

 

 

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