Neuerscheinung – Das verteilte Bild

Simon Rothoehler – Das verteilte Bild – Stream – Archiv – Ambiente

Die Ubiquität digitaler Bilder ist ein Effekt ihrer distributiven Versatilität. Sie können nahezu unbegrenzt gespeichert, instantan übertragen, aufwandlos vervielfältigt, vielschichtig visualisiert, verdatet und verarbeitet werden. Ihre Mobilisierung vollzieht sich nicht regellos, sondern folgt einer komplexen Medienlogistik aus Formatstandards, Infrastrukturen und Transportkalkülen. Digitale Bilder werden und sind verteilt: nicht als sessile Objekte, verbindlich feststehende Entitäten, sondern als streamförmig modulierte Prozesse. Die Studie konzeptualisiert Akteure und Agenden des Bilddatenverkehrs, untersucht retrodigitalisierte Archivbildkorpora medienhistoriografisch auf Verteilungsgeschichten und befasst sich mit den ›kalmierten‹ bildsensorischen Operationen in intelligenten Umgebungen.

Verlag Wilhelm Fink

Die Sprechstunde von Dr. Hoffmann am 27.6.18 entfällt

Die Sprechstunde von Dr. Hoffmann am 27.6.18 entfällt aufgrund einer Weiterbildung.
Sprechstunden-Termine für die Folgewoche können per email ausgemacht werden oder Sie kommen direkt in die Sprechstunde am 4.7.18. Bitte wenden Sie sich in dringenden Fällen an das Geschäftszimmer.Herzliche Grüße, Hilde Hoffmann

Vortrag Medien|Denken: Do (!), 14. Juni – Hans-Joachim Backe (Kopenhagen): Spielen als makroskopischer Quantenzustand

Die AG Medien|Denken lädt herzlich zum letzten M|D-Vortrag des Semesters ein:

Am Donnerstag (!), den 14. Juni ab 18 Uhr (s.t.) in GABF 04/611 wird Hans-Joachim Backe von der IT University of Copenhagen, aufbauend auf Arbeiten zu dokumentarischen Computerspielen, den Prozess des Spielens als “makroskopischen Quantenzustand” konzeptualisieren.

Im Anschluss an Vortrag und Diskussion darf der Abend gerne wieder gemeinsam im Q-West beschlossen werden.

Folgende Veranstaltung der Summer School wird als Vertiefendes Modul (Teilveranstaltung) angeboten

 

                   Summer School: Nachhaltig(keit) kommunizieren

                 Dozenten Aßmann und Brunnenberg


080 384 u. 080 385    Nachhaltig(keit) kommunizieren – Wissen innovativ I und II                                                                                                                    

04. – 07. September 2018, 9-16, GA 03/42
(+ Präsentationstag: 18. September)
Anmeldung bis zum 15. Juli mit kurzem Motivationsschreiben per
E-Mail an Inga Johannsen (inga.johanssen@rub.de)

 

Kommentar

Um Wissen(schaft) zu vermitteln, braucht es Bildung: ein kritisches Hinterfragen und autonomes Handeln. Am Beispiel der Nachhaltigkeit als Konzept in den verschiedensten

Wissenschaftsdisziplinen fragt die Summer School nach den Strategien und Methoden, wie Nachhaltigkeit im Wissenschaftsdiskurs und darüber hinaus in Wirtschaft und Gesellschaft kommuniziert werden kann. Die projektorientierte Summer School ist als Mini-Kongress organisiert, mit abwechslungsreichen Inputs aus Wissenschaft und Praxis, Workshops und interdisziplinären Arbeitsgruppen. Die spannende, lehrreiche und auch an Berufsfeldern orientierte Arbeitsphase mit verschiedenen Medienformaten und multidisziplinärem Austausch endet am 18. September mit einer öffentlichen Präsentation der Arbeitsergebnisse.

Campus-Link Summer School 2018 „Nachhaltig(keit) kommunizieren – Wissen innovativ vermitteln“ Teil 1″ (LV-Nr. 030384)
Campus-Link Summer School 2018 „Nachhaltig(keit) kommunizieren – Wissen innovativ vermitteln“ Teil 2″ (LV-Nr. 030385)
Die Veranstaltungen werden als Modul für Masterstudierende der Geschichts-, Erziehungs-, Sozial-, Ingeneurs-, Wirtschafts- und Medienwissenschaft sowie der Szenischen Forschung in den jeweiligen Wahl- und Ergänzungsbereichen erfasst. Masterstudierende weiterer Fächer wenden sich bitte zunächst an ihre/n jeweiligen Studienfachberater/in, um eine Anrechnung in ihrem Studiengang zu klären.

 

Informationsveranstaltung zum Master FILM UND AUDIOVISUELLE MEDIEN


Am 20.06.2018 findet in GA 1/138 ab 14 Uhr eine Informationsveranstaltung zum internationalen Masterprogramm “Film und audiovisuelle Medien” statt. Der Master richtet sich gezielt an B.A.-Absolvent/innen aus den Film-, Medien- und Kulturwissenschaften, die sich für eine Vertiefung in den Bereichen Film und AV-Medien interessieren, ein Auslandssemester an hochkarätigen Partner-Instituten im Ausland absolvieren möchten und Lust haben, während ihres Masterstudiums ein eigenes Forschungsprojekt zu entwickeln und durchzuführen. Alle interessierten B.A.-Studierenden sind herzlich eingeladen!
Rückfragen bitte an felix.hasebrink@rub.de.

Neuigkeiten zur Bewerbung auf den Master Medienwissenschaft!

Neuigkeiten zur Bewerbung auf den Master Medienwissenschaft!

Schon ab dem WS 18/19 konnten wir das umständliche NC Verfahren für den Master Medienwissenschaft aufheben. Die Bewerbungen von Studierenden, die ihren BA am IfM oder an einer Universität in Deutschland gemacht haben, gehen in Zukunft ganz unkompliziert direkt ans IfM. Das Ifm schaltet hierfür demnächst eine online-Plattform zur Bewerbung (und zur Äquivalenzprüfung) frei. Internationale BewerberInnen richten sich wie bisher zunächst ans International Office. Auch hier konnten wir das Bewerbungsverfahren erheblich vereinfachen.

Tagung: Virtuelle Lebenswelten

Vom 21.-23.06.2018 findet die Tagung “Virtuelle Lebenswelten” im Blue Square Bochum statt.

Die Organisatoren, Anna Tuschling, Armin Schäfer und Stefan Rieger, bitten um Anmeldung bis zum 15.06. per Mail an virtuelle-lebenswelten@rub.de.

 

 

Abstract:

Das Virtuelle prägt in jeder erdenklichen Weise unsere heutigen Lebenswelten und gibt den Rahmen vor für die pragmatische Ausgestaltung der Gegenwart. Stand der Begriff historisch für den Modus des Als ob, wird seit den 1990ern zunehmend die Unterscheidung zwischen dem Realen und dem Virtuellen fraglich. Unter den technischen Bedingungen augmentierter Realitäten und vor dem Hintergrund einer Übergängigkeit von Realem und Virtuellem sind die Unterscheidungen der Konzepte selbst ein Teil dieser Geschichte. In den Vereinnahmungen des Begriffs Virtualität stehen sich heute die Befürworter, die die Möglichkeiten der Virtualität vor allem an die digitale Rechentechnik knüpfen und in einer internetbasierten Virtual Reality die Voraussetzung für neue Wissens- und Sozialformen sowie für eine veränderte Partizipation am politischen Diskurs feiern, den Skeptikern gegenüber. In deren Kritik an der Virtualität verdichtet sich ein sehr grundsätzliches Unbehagen gegenüber einer mediatisierten Welt, in der das Reale, also das, was als unvermittelt, natürlich, authentisch und individuell gilt, kaum mehr eine Rolle zu spielen scheint. Auch in den Wissenschaften sind Veränderungen in den Praxen, in den Theoriebildungen und im Selbstverständnis zu beobachten. Zur Diskussion stehen damit auch grundlegende Fragen nach Status, Funktion und Akzeptanz virtueller Phänomene.

Der Fokus dieser Tagung soll nicht vorrangig auf der technologischen Entwicklung liegen, ist doch die Geschichte der Virtualität als eine zunehmende Approximation an ein Höchstmaß technischer Simulation, Illusion und Affi- zierung nicht hinreichend zu fassen. In der Erzählung von der zunehmenden Naturalisierung drohen Praktiken und Anwendungen der Virtualität aus dem Blick zu geraten, die heutzutage die Lebenswelten prägen. Die Einsatzorte und Applikationen der Virtualität sind mittlerweile so vielfältig wie die technischen Möglichkeiten.

Wie wirkt der medientechnologische Stand heutiger Virtualität auf ein Bild der Virtualität zurück und welche Geschichten der Virtualität werden überhaupt erzählt? Welche Gemeinsamkeiten und Übergänge bestehen zwischen dem neuen Konzept der Virtualität und traditionellen Konzepten wie Fiktion, mögliche Welt, Illusion, Schein oder Trugbild? Wie hat Virtualität unser Verständnis dessen, was eine Lebenswelt ist, verändert? Welche psychischen Prozesse und Effekte gehen mit virtuellen Phänomenen einher und welche Rolle kommt dem Körper zu? Und schließlich, welche Veränderungen gehen mit der Virtualität in den Geistes- und Kulturwissen- schaften einher?

 

Vortrag Medien|Denken: Di, 5. Juni – Richard Dyer (London): The Aesthetics of Marginality

Die AG Medien|Denken lädt herzlich zum Vortrag von Richard Dyer vom King’s College London ein, der am Dienstag, den 5. Juni ab 18 Uhr (s.t.) in GABF 04/611 am Beispiel von La Dolce Vita über die Dynamiken marginaler Charaktere hinsichtlich der Produktion von Bedeutung und Affekt sprechen wird.

Für NachzüglerInnen: Sollte Platznot auftreten, ziehen wir zu HGB 20 um!

Im Anschluss an Vortrag und Diskussion lassen wir den Abend wieder zusammen im Q-West ausklingen und freuen uns auch hier über alle, die sich anschließen möchten.