Hervorgehobener Beitrag

Ringvorlesung “Das Dokumentarische I: Begriffe und Positionen” auch für M.A. Studierende geöffnet

051 764 Ringvorlesung „Das Dokumentarische I: Begriffe und Positionen“
Vertiefungsmodul
Prof. Dr. Friedrich Balke
Donnerstags, 10-12 Uhr, SSC 2/119

Die Ringvorlesung „Das Dokumentarische I: Begriffe und Positionen“ wird von dem interdisziplinären DFG-Graduiertenkolleg „Das Dokumentarische. Exzess und Entzug“ veranstaltet und steht allen Studierenden der im Graduiertenkolleg vertretenen Fächer, d.h. der Medienwissenschaft, Germanistik, Komparatistik und Kunstgeschichte, offen. Aus jeweils fachspezifischer Perspektive führen Lehrende aus den genannten Bereichen in die Theorie und Geschichte dokumentarischer Formen von der Entstehung technischer Analogmedien im 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart digitaler Medienpraktiken ein. Im Zentrum steht dabei die Frage nach den Operationen, die im Rahmen unterschiedlicher Institutionen und Praktiken auf je spezifische Weise bild-, text- und tonmediale Elemente arrangieren, um so die Lesbarkeit, den Aussagewert und die Machtwirkungen des Dokumentierten zu steuern. Zwei Konzepte stehen sich dabei gegenüber: Das Dokumentarische 2.0 in den Praktiken der Selbstdokumentation, etwa in den Social Media, und das Dokumentarische zweiter Ordnung, das man auch ein reflexives Dokumentieren nennen könnte.

Das ausführliche Programm finden Sie unter: https://das-dokumentarische.blogs.ruhr-uni-bochum.de/.

Die Ringvorlesung ist hochschulöffentlich. Masterstudierende der Medienwissenschaft können die Veranstaltung als vertiefendes Modul besuchen (unbenotete Teilveranstaltung im Vertiefungsmodul). Die Modalitäten zum Erwerb einer unbenoteten Modulbescheinigung werden in der ersten Vorlesung am 27.04.17 erläutert. Studierende der Fächer Kunstgeschichte, Germanistik und Komparatistik erkundigen sich bei Ihren Fachvertreter/innen nach den Möglichkeiten des Erwerbs eines Leistungsnachweises.

Kontakt: das-dokumentarische@rub.de

 

IFM-Tag / Tag der Lehre | 5. Juli 2017 | GABF 04/611

Am 5. Juli veranstaltet das Institut für Medienwissenschaft erneut den IFM-TAG / TAG DER LEHRE, zu dem wir alle Studierenden herzlich einladen! Der Tag der Lehre soll Ihnen die umfangreiche Gelegenheit bieten, direkt mit Lehrenden des Instituts in Dialog zu treten und über sämtliche Fragen bezüglich wissenschaftlicher Ausbildung und Lehre zu diskutieren. Dies betrifft inhaltliche ebenso wie methodische Aspekte des Studiums.

Auf dem Programm stehen der Austausch über Betreuung und Feedback für Studienleistungen, Beispiele für Good Practices, studentische Perspektiven auf Studium und Lehre inkl. der Auswertung der vom FR Medienwissenschaft durchgeführten Umfrage, sowie eine Podiumsdiskussion zur Anwesenheit in Lehrveranstaltungen.

Im Anschluss an die DIskussion lädt das Institut für Medienwissenschaft zum Grillen auf dem Grillplatz vor HGB.

 

VOM MEDIUM ZUM FORMAT (Tagung)

Vom Medium zum Format

Ruhr-Universität Bochum, 14.-16.09.2017

Formate sind technische Maßeinheiten zur Normierung und Verwaltung von medialen Anwendungen und Apparaturen. Sie setzen damit die Regeln fest, nach welchen sich die Wirksamkeiten von Medien in ihren Reproduktions- und Zirkulationsverhältnissen entfalten lassen. Formate beeinflussen die Art und Weise, wie ein Medium erscheint, operiert, reguliert, kommuniziert und erfahrbar wird. Die Flexibilität und Reichweite von Medien sowie ihre Funktionalität und Praktikabilität, aber auch ihre Materialität und ihre Potentiale zur Immersion und Affektion hängen maßgeblich an den technischen Kristallisationsmomenten vorhergehender Standardisierungsverfahren. Trotz jener manifesten Relevanz erscheint das Format als medienwissenschaftliche Größe bisher weitestgehend unberücksichtigt. Als technische Organisationseinheiten medialen Wissens tendieren Formate zu einer rein funktionalen Lesart medialer Infrastrukturen. Wie sehr sich die Kategorie des Formats und besonders auch deren Theoretisierung zur Analyse ubiquitärer, netzwerkartiger, atmosphärischer und ökologischer und damit auch diffuser werdender Formen und Begriffe des Medialen eignet, zeigt Jonathan Sternes Auseinandersetzung mit dem MP3-Format und seinem Ausruf nach der Notwendigkeit einer „format theory“. Nicht zufällig, so scheint es, findet so die Auseinandersetzung mit dem Format über die Sound Studies Einzug in medienwissenschaftliche Diskurse – einem Forschungsfeld, welches immer schon mit den plastischen, fluiden und ephemeren Eigenschaften des Medialen konfrontiert ist.

Im post-medialen Zustand des vermeintlichen Auflösens medialer Fixdispositive wie Fernsehen oder Kino, vor allem auch befeuert durch die Aggregationsgewalt des Digitalen, soll das Format als deren produktive Untersuchungskategorie fruchtbar werden. Denn das Format ändert den Maßstab der Analyse und gibt den Blick frei auf die Interdependenzen und Umgebungen von Medien sowie deren inhärenten Funktionslogiken und Codes und thematisiert damit vor allem auch deren „beneath, beyond and behind“, wie Sterne es formuliert. Vom Großen zum Kleinen ist das Format ein produktives Zugeständnis an die Skalierbarkeit und damit Wendigkeit und Anpassungsfähigkeit von (digitalen) Medien. Dass mit dieser medialen Plastizität, am Reibepunkt von Analog und Digital auch die Kompression, das Kleinrechnen und Verdichten des Medialen einhergeht und die Frage der vermindernden Qualität aufwirft, zeigen ex negativo aktuelle Tendenzen im Bereich Kino: hier werden analoge Formate und eine medienspezifische, kinematographische Materialität als qualitative Gütesiegel in nostalgischer Rückbesinnung und auch als kritisches Statement gegen die Digitalisierung eingesetzt, wie es Christopher Nolans Interstellar (2014) und Quentin Tarantinos The Hateful 8 (2015), die im monumentalen 70mm-Format ausgestrahlt und teilweise auch produziert wurden oder aktuell Damien Chazelles im CinemaScope-Format gedrehter Film La La Land (2016), demonstrieren.

Ausgehend von diesen Beobachtungen will die vom 14.-16.09.2017 an der Ruhr-Universität Bochum unter Federführung der Professur für Filmwissenschaft mit dem Schwerpunkt Filmtheorie und Filmästhetik stattfindende Tagung Vom Medium zum Format die Kategorie des Formats als Herausforderung an den Medienbegriff verstehen und zuvorderst fragen, ob diese technisch implementierte Größe eine kulturelle, ästhetische und perzeptuelle Relevanz beanspruchen kann. Vor allem in Hinblick auf audiovisuelle Phänomene soll das Format als medienästhetische Transformationskategorie verstanden werden, welche die Wandelbarkeit und (Selbst)erneuerung des Medialen unter komplexen Voraussetzungen in den Blick bekommt. In welchem Verhältnis stehen Medium und Format? Kann das Format als kultureller Messwert eines Mediums gelten? Stellt gerade auch unter der Maßgabe des Digitalen das Format gar eine Alternative zum Medium dar? Welches sind, über die technisch-materialen Zuschreibungen hinaus, die medienästhetischen Implikationen des Formatbegriffs? Hilft das Format Remediatisierungsmomente sowie die vermeintliche Konkurrenz von Analog und Digital neu zu denken? Welchen Einfluss haben Medienumgebungen und Infrastrukturen auf das ästhetische Erscheinen eines Mediums? Diese und ähnliche Fragen sollen im Fokus der Veranstaltung stehen.

Veranstalter: Ruhr-Universität Bochum, Professur für Filmwissenschaft mit dem Schwerpunkt Filmtheorie und Filmästhetik

Oliver.Fahle@rub.de

Elisa.Linseisen@rub.de

Bewerbung und Informationsveranstaltung “Int. Master Film und audiovisuelle Medien”

Noch bis zum 15.07. können sich AbsolventInnen mit einem B.A. in Medienwissenschaft (oder in verwandten Fächern) online für einen Platz im internationalen Masterprogramm “Film und Audiovisuelle Medien” (Studienbeginn WiSe 2017/18) bewerben. Abschlusszeugnisse können bis zum 15.09. nachgereicht werden.

Für Interessierte findet am 05.07. von 12 bis 13 Uhr im Raum GA 1/138 eine Info-Veranstaltung statt, bei der der Studiengang vorgestellt und offene Fragen zum Bewerbungsprozess, zur Struktur und zu Inhalten des Programms geklärt werden können.

NEUERSCHEINUNG: “Notwendige Unzulänglichkeit. Künstlerische und mediale Repräsentationen des Holocaust”

Nina Heindl und Véronique Sina (Hg.)
Notwendige Unzulänglichkeit
Künstlerische und mediale Repräsentationen des Holocaust
Reihe: Kunstgeschichte
Bd. 103, 240 S., 34.90 EUR, 34.90 CHF, br., ISBN 978-3-643-13539-1

“Wie kann der Holocaust und die Facetten dessen, was unter diesem Begriff subsumiert wird, durch künstlerische und mediale Repräsentationen fassbar gemacht und vermittelt werden?

Diese Frage, die unweigerlich aus der Auseinandersetzung mit dem Holocaust resultiert, wird bis heute sowohl im öffentlichen wie auch im wissenschaftlichen Diskurs kontrovers diskutiert. Während die zur Zeit des Nationalsozialismus begangenen Gräueltaten einer anhaltenden Erinnerung und damit auch einer fortlaufenden Darstellung bedürfen, um nicht in Vergessenheit zu geraten und nachfolgende Generationen zu mahnen, scheint jeder Versuch der (nachträglichen) Repräsentation der Shoah ob der Grausamkeit der begangenen Verbrechen zwangsläufig an seine künstlerischen und medialen Grenzen zu geraten, da er Gefahr läuft, dem unfassbaren Schrecken Sinn und Kohärenz zu verleihen.

Der interdisziplinäre Sammelband geht dieser zwangsläufigen Unzulänglichkeit und gleichzeitigen Notwendigkeit der Repräsentation, diesem Paradoxon der (Un-)Darstellbarkeit des Holocaust, anhand unterschiedlicher künstlerischer und medialer Schwerpunktsetzungen nach.”

http://www.lit-verlag.de/isbn/3-643-13539-1

Neue Blockveranstaltung! 051 732 – Digital Commons and Participation

After two months of work, we are opening our research seminar “digital commons and participation” to new students. There will be two blocks on the following dates:

  • 1. BLOCK: 23. June 2017 10 – 16 GABF 04/611
  • 2. BLOCK: 7. July 2017 10 – 16 GABF 04/611

1. Block (23.06.2017)
The first block will serve as an introduction to the concept of “Digital Commons”. The students currently participating in the seminar will hold presentations with a focus on different aspects of digital commoning such as 1) information and knowledge sharing through open access platforms, 2) fan culture, data extraction and data sovereignty on the example of film industry 3) legal regulation of cultural production through the Kulturfördergesetz NRW and 4) Commons and the University. Newcomers will be able to get a general input and discuss the introductory concepts.

2. Block (7.07.2017)
The spotlight of the second block lies on the new participants. Based on selected literature, small presentations will be held about aspects of participation in digital commons. Do digital commons enable new ways of politics and new ways of socialization? If so, how do they reshape the overloaded concept of participation? Some theorists argue that the subject of participation in digital commons is the connected multitude. We will explore the potentialities of this intersection in order to prepare for the MedienlDenken Keynote by Guiomar Rovira on the 25. July “Connected Multitudes: Jetztzeit in the On Life revolts”.

Evaluation (Teilnahmeschein):
– Attendance to the blocks
– Essay on a presentation of the first block
– Small presentation in the second block
– Attendance to MedienlDenken on Tuesday, 25. July 2017 (6pm GABF04/611)

Course materials:
The course materials are available through blackboard
Sign up is open through eCampus with the code 051 732

Full seminar description

 

HEUTE – Medienjob-Infotag 2017 – 14.6., 10–15Uhr in GABF 04/611

Heute findet der Medienjob-Infotag von 10–15Uhr in GABF 04/611 statt.

Wir freuen uns auf die Vortragenden Sina Acker, Cathrin Ernst, Judith Funke und Kai Krick, die den Studierenden und uns Einblicke in ihren Berufsalltag gewähren werden.

Studierende der Medienwissenschaft und Interessierte sowie Dozenten und Alumnis sind herzlich eingeladen vorbeizuschauen.

Medienjob-Infotag, Programm

Medienjob-Infotag am 14. Juni 2017

Wie in den vergangenen Jahren richtet der Fachschaftsrat Medienwissenschaften in Kooperation mit dem Institut für Medienwissenschaft auch in diesem Jahr eine Vortragsreihe aus, in der sich Studierende der Medienwissenschaft über mögliche Berufsaussichten informieren können.
Dazu berichten Alumni der Medienwissenschaft/Publizistik und Kommunikationswissenschaft/Film- und Fernsehwissenschaft aus ihren derzeitigen Berufen.

Zeit & Ort

Der Medienjob-Infotag (ehemals Alumni-Tag) findet am Mittwoch, den 14. Juni 2017 im Seminarraum GABF 04/611 statt.

Programm

Beginn: 10.00Uhr
Ende: 15.00Uhr
Das genaue Programm wird noch bekannt gegeben. Dies finde Sie dann auch hier.

Vortrag: “Comics im KZ? Narrative Bildserien von Häftlingen und Überlebenden der NS-Zwangslager” (Blue Square, 13. Juni 2017 um 18h)

Dr. Jörn Wendland (Köln) wird am Dienstag, den 13. Juni 2017 um 18h im Rahmen der interdisziplinären Vortragsreihe “Holocaust in Kunst, Kultur und Medien” einem Vortrag halten zum Thema „Comics im KZ? Narrative Bildserien von Häftlingen und Überlebenden der NS-Zwangslager”.

ABSTRACT:
“Comics im KZ? Das erscheint kaum vorstellbar. Wer nicht zu den Millionen Ermordeten in den verschiedenen nationalsozialistischen Lagern gehörte, litt unter Hunger, Krankheit, Folter und Zwangsarbeit. Und doch gelang es einigen wenigen Gefangenen sich mit sequentieller Kunst auszudrücken. Auch unmittelbar nach der Befreiung fertigten zahlreiche Überlebende mehrteilige Bildserien über ihre Lagerzeit an.

Der Vortrag gibt einen Überblick über die sequentiellen Bildwerke von Häftlingen verschiedener NS-Lager. Darin geht es unter anderem um den narrativen Zusammenhang der einzelnen Bilder, die Beziehung zwischen Text und Bild, aber auch um Fragen nach Täter-Opfer-Perspektiven. Gezeigt werden unter anderem Arbeiten des ungarischen Grafikers István Irsai und des österreichischen Architekten, Publizisten und „Nazijägers“ Simon Wiesenthal.”

Der Vortrag von Jörn Wendland findet in der 2. Etage des Bochumer Blue Square (Kortumstr. 90) statt.

Alle Interessierten sind sehr herzlich eingeladen, an dem Vortrag und der anschließenden Diskussion teilzunehmen!

Weitere Informationen rund um die Vortragsreihe sind online einsehbar unter:

http://blue-square.rub.de/veranstaltungen/reihen/holocaust-kunst-kultur-und-medien

NEUERSCHEINUNG – Astrid Deuber-Mankowsky – Queeres Post-Cinema

Astrid Deuber-Mankowsky: Queeres Post-Cinema. Yael Bartana, Su Friedrich, Todd Hanes, Sharon Hayes. August Verlag, Berlin 2017
 
In den besten Momenten gelang dem New Queer Cinema, was Deleuze Ende der 1980er Jahre vom Film im Zeitalter der digitalen Bilder verlangte: einen neuen Widerstand zu erfinden. Es konstituierte sich dabei von Anfang an post-kinematographisch: jenseits des klassischen Kino-Dispositivs, neue Aufnahmetechniken benutzend und mit Ästhetiken und Formen queerer Subjektivierung experimentierend. Entlang der frühen Filme von Todd Haynes, ausgewählter Videoarbeiten von Yael Bartana und Sharon Hayes und dem Video Seeing Red von Su Friedrich wird untersucht wie in einem so verstandenen queeren Post-Cinema Ästhetik, Politik und Technik zusammenspielen.