Voss – Seeing Through

Voss

Abstract

In diesem Vortrag geht es um ein theoretisch unterbehandeltes Medium, das zeitgleich mit Kino und Fotografie entstand und zudem bis heute global verbreitet ist: Das Habitat Diorama. Anders als die von Louis Daguerre her bekannten Dioramen zeigen diese in illusionistischen Settings präparierte Tiere in angestammten Lebensräumen und beanspruchen „Fenster zur Natur“ zu sein. Im Vortrag geht es um die mimetischen Strategien dieser Medien zur Wissensvermittlung sowie um ihr medientechnisches Unbewusstes, das Aspekte des Unheimlichen mit solchen der Melancholie und Phantasmen der Naturbeherrschung auf idiosynkratische Weise in sich zusammenführt. Zu fragen ist auch nach ihren reflexiven Potenzialen für eine heute zeitgenössische Rezeption.