Hohenberger: Das Dokumentarische in der Kunst

MedienDenken1

Der Vortrag verfolgt die Frage, wie der von Seiten der Kunst ausgerufene „documentary turn“ erklärt werden kann und welche Formen der Kunst ihm zugerechnet werden. Leitende These dabei ist, dass „das Dokumentarische“ als ästhetische Kategorie ohne die technischen Medien nicht denkbar ist. Daher führt der Weg über die Musealisierung der Fotografie, die Aufnahme der Videokunst in den Ausstellungsraum und die seit den 1990er Jahren proklamierte Repolitisierung der Kunst. „Das Dokumentarische“ erweist sich danach zugleich als Bestand wie als Störfaktor der Kunst und trägt mit seiner Verschleifung von Kunst und Medienkultur zur unentwegten Aushandlung der Kunst mit ihrem Außen bei.

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