THE HILLYWOOD SHOW: Parodien und Making-ofs

Von: Kim Hofer, Gina Sturm, Luca Evers, Julia Bischoff

1. Allgemeines

The Hillywood Show ist ein fortlaufender Kanal auf der Internet Plattform Youtube. Seit 2006 stellen die Schwestern Hannah und Hillary Hindi dort Videos online, in denen sie mittels aufwendiger Kostüme Figuren aus der Popkultur verkörpern und parodieren. Das Grundprinzip: “Each parody features song and dance parodies of blockbuster films such as The Lord Of The Rings and Harry Potter along with popular TV shows & celebrities such as Supernatural, Doctor Who, and Sherlock” (Offizielle Hillywood website).

Aber: „The Hillywood Show© continues to grow!” (ebd.).

Angefangen mit parodistischen Sketchen entwickelten sich ihre Projekte immer mehr zu aufwendigen Musikvideos. Dabei verbesserte sich die anfangs noch amateurhafte Ausstattung und Umsetzung ihrer Ideen mit wachsendem Budget und einem expandierenden Netzwerk an befreundeten Tänzer*innen, Techniker*innen, Kameraleuten und Kostümbildner*innen zunehmend zu einem Format von professioneller Qualität.

So haben die Hindi-Schwestern auch die Unterstützung von Künstlern erlangt, die sie in ihren Videos parodierten, zum Beispiel „the cast of Supernatural, […], Lady Gaga, Sean Astin, Billy Boyd, […] Mark Gatiss“ (ebd.) und weitere.

Seit der ersten Stunde von The Hillywood Show haben die Hindi-Schwestern Hintergrundmaterial zu ihren Videos zur Verfügung gestellt. Zu Beginn waren dies vor allem noch Blooper-Videos der vorangegangenen Sketche. Aber ungefähr seit der Veröffentlichung ihrer Pirates of the Caribbean Parody von 2013 lässt sich eine wiederkehrende Struktur in der Auswahl des veröffentlichten Hintergrundmaterials erkennen:

Zuerst wird in einem kurzen Clip von den beiden Hindi-Schwestern das Thema ihrer nächsten Parodie angekündigt. Dann folgen entweder ein oder mehr „Donate-a-thons“, in denen sie ihre Fans um finanzielle Unterstützung ihres Projekts bitten.

Nach dem Erscheinen der fertigen Parodie folgen dann meist sowohl ein „Behind the scenes“ Video, welches die Dreharbeiten der Parodie dokumentiert, als auch ein „Video Diary“ von Hillary Hindi, die – unabhängig vom Geschlecht der dargestellten Figur – in den Parodien stets die Hauptrolle verkörpert. Es folgen einige Live-Chats im Frage-Antwort-Format (Q&A), in denen die Schwestern ‚aus dem Nähkästchen plaudern‘ und Fragen ihrer Fans beantworten. Auch von Conventions, welche die Hindi Schwestern entweder im kleineren Format selbst ausrichten oder als Stargäste besuchen, werden Videos online gestellt.

Unschwer zu erkennen ist, dass das aktive Einbinden der Fans in Q&As und Events, sowie beim Entstehungsprozess der Parodien eine wichtige Rolle spielt, um The Hillywood Show auf YouTube als eigene Marke zu etablieren. Diese Strategie wird exemplarisch anhand des Making-of-Videos zur im Frühjahr 2017 erschienen Suicide Squad Parody deutlich.


2. Analyse†

Selbstdarstellung Hannah und Hilly Hindis

„Making-of-Filme benutzen in der Hauptsache vier verschiedene Register. Sie handeln von der Technik, von Stars, vom Filmemachen als Form der industriellen Produktion die zugleich Spaß macht, und vom Regisseur […] als Autor des Films“ (Hediger 2005: 332). Bei The Hillywood Show fallen mindestens zwei dieser Kategorien zusammen: Die Hindi-Schwester agieren gleichzeitig als Kreativteam, das sich die Parodien ausdenkt, aber auch als Choreographinnen und Regisseurinnen, die genau wissen, welche Szene sie wie drehen wollen. Zusätzlich sind sie auch noch Make-up Künstlerinnen und stehen selbst als Hauptfiguren ihrer Parodien vor der Kamera.

Ihr Behind the scenes-Video ist eine streng chronologische Dokumentation des Parodie-Drehs, ein „Drehbericht, der das Publikum mit der verwendeten Technik vertraut macht und mit Anekdoten über die Herstellung bedient“ (ebd.).

Gerade weil die Hindi-Schwestern so viele Instanzen dieses Herstellungsprozesses gleichzeitig verkörpern – und am Ende auch diejenigen sind, die das Making-of Material aussuchen und entsprechend zusammenschneiden – ist es interessant, sich anzuschauen, wie Hilly und Hannah im Making-of zu ihren Parodien dargestellt werden.

Einerseits werden die Schwestern als Expertinnen gezeigt – so zum Beispiel Hannah, die, bevor sie auf ihren Regisseurstuhl zurückkehrt, den versammelten Tänzer*innen noch einmal die von ihr erdachte Choreographie zeigt – oder Hilly, die in Verkleidung als Harley Quinn die Hauptrolle der Parodie spielt, nach jedem Take aber zu ihrer Schwester hinter die Kamera geht und das Ergebnis kritisch begutachtet.

Allerdings stellen sie auch die mit ihnen kooperierenden Künstler vor, wie zum Beispiel einen von ihnen rekrutierten Experten für Slow-Motion-Aufnahmen oder die Tänzer*innen.

Es ist durchaus die Funktion des “Behind the scenes”-Videos, „Gratiswerbung zu betreiben, indem [es] Informationen über die Herstellung […] in Umlauf bringt und das Publikum zu einer intensivierten Auseinandersetzung mit dem Produkt auffordert“ (ebd.). Das Produkt ist aber in diesem Fall weder ein Film, noch die Parodie selbst oder gar das The Hillywood Show-Merchandise. Das Produkt in diesem Fall ist The Hillywood Show als Kanal, sind die Hindi-Schwestern als Künstler. Durch den verstärkten Einblick in ihre Arbeit werden sie selbst zu etwas, von dem man Fan sein kann, ohne gleichzeitig ein Fan der parodierten Filme oder Serien zu sein. Das spezifische Fandom der „Hillywood-Family“ liegt darin begründet.

Interessanterweise sind Hannah und Hilly ihres Zeichens selbst Fans von den Filmen und Serien, die sie parodieren. Dies ist eine sichtbare Parallele zu Blockbuster-Autoren wie Roland Emmerich und Dean Devlin, die sich auch selbst als Fan des von ihnen produzierten Produkts zeigen: „Wir lieben Popcornfilme. Und wenn du Popcorn-Filme liebst und selber welche machst, dann sind die Chancen groß, dass deine Begeisterung aufs Publikum überspringt“ (Dean Devlin zitiert nach Hediger, 340). Wenn also Hannah und Hilly in einem live Q&A zu kichernden Fangirls werden, weil Joker-Schauspieler Jared Leto ihre Parodie mit einem grünen Herzen kommentiert und in seinem Profil gepostet hat, wird deutlich, dass in diesem Fall „Produzenten und Fans dieselbe Sprache [sprechen]“ (Hediger 2005: 340). Anders aber als die Blockbuster-Autoren, von denen Hediger spricht, sind Hilly und Hannah keine Produzenten von originalem content. Wie das Format des Making-ofs selbst sind auch ihre Parodien streng genommen „ein parasitäres Format“ (ebd.), das in Abhängigkeit zu präexistenten Filmen, Serien und deren Fangemeinden steht.

Der Aspekt der Abhängigkeit zieht sich durchaus noch weiter durch das Format von The Hillywood Show. Denn wiederholt betonen die Hindi Schwestern, dass sie auf die Finanzierung durch ihre Fans über Patreon angewiesen sind. „Help us out creating more and donate as much a month as you´d like, we can’t do this without you.” (Hilly in “Behind the Scenes: Suicide Squad Parody by The Hillywood Show®”) Das vielseitige, oft live geschaltete Hintergrund-Material dient also auch der Legitimation dieser Unterstützungsansprüche. „Indem sie [ihr] Publikum als Insider behandeln und sie ins öffentliche Geheimnis der [Produktion] einweihen, leiten [Making-of-Filme] die Zuschauer an, ein persönliches Verhältnis [aufzubauen]“ (Hediger 2005: 332), und zwar in diesem Fall zu den Hindi-Schwestern als Personen, denen man gerne mit ein paar Dollar monatlich aushilft. „We´re actually able to cater on set now. Before […] we didn’t have the budget. […] Now we can also start paying the crew”. (Hannah in “SUICIDE SQUAD PARODY FAN EVENT”, 24:40)

Fan-Nähe

Aus der finanziellen Abhängigkeit von ihren Fans und der Notwendigkeit, Fans von Blockbuster-Filmen als Fans ihrer Parodien zu rekrutierten, resultiert die Intimität, die im Umgang zwischen den Hindi-Schwestern und ihrer Fangemeinde gehalten wird.

So gibt es zum Beispiel in keinem ihrer Behind the Scenes-Videos einen Interview-Teil, wie man es aus konventionellen Making-ofs zu Filmen gewohnt ist. Stattdessen gibt es bei The Hillywood Show die Live-Q&As, wo Intimität und Nähe nicht nur durch das Ereignishafte des “Beisammen-Sitzens“ eines Live-Streams erzeugt werden, sondern auch durch persönliche Anrede und das namentliche Bedanken bei jedem einzelnen Spender auf Patreon, jedem neuen Follower und jedem, der eine Frage stellt.

Andere erwähnenswerte Fan-Events sind Verlosungen, Wettbewerbe, Fan-Treffen und Zusammentreffen auf diversen Conventions, zum Beispiel der Comic Con.

Ein Beispiel eines Wettbewerbs ist der „Video-Reaction-Contest“, bei welchem die Fans ihre Reaktion beim allerersten Anschauen des Videos filmen und an die Hindi-Schwestern senden können. Sie schneiden diese „reaction-videos“ dann zu einer Montage zusammen und verkünden ihre Top Drei – wobei es Hillywood-Merchandise und für den ersten Platz ein Privatgespräch per Skype mit den Schwestern zu gewinnen gibt. So werden vor allem auch die Fans untereinander einander sichtbar gemacht, und nebenbei noch Werbung für die Hillywood-Fan-Artikel betrieben.

Das durch dieses Merchandise erzeugte Gefühl der Gruppenzugehörigkeit zum “Hillywood Squad” unter den Fans ist vielmehr ein Nebeneffekt. Es wird verknüpft mit dem Gefühl von Nähe, welches die Hindi-Schwestern im Umgang mit ihren Fans aufzubauen wissen: “The deal of the day is when you purchase anything on the table, you get a free selfie with me” (Hilly in “SUICIDE SQUAD PARODY FAN EVENT”, 35:34). Primär sichert der Verkauf von eigenem Merchandising den Hindi-Schwestern die Etablierung als eine eigene Marke, die eine eigene Fangemeinde besitzt – über die Grenzen von Film-Fandoms hinaus. Diese Bildung einer neuen, weiter reichenden Art der „film culture“, basierend in diesem Fall auf „user-generated content“ (Hagener 2016, 186) wird durch Namensgebung derselbigen vollendet. Hannah und Hilly nennen die Gemeinschaft von sich und ihren Fans die „Hillywood-Family“ und sprechen ihre Zuschauer mit „Hilly-Boys“ und „Hilly-Girls“ an.

Familienbande

Diese „Hillywood-Family“ wird in vielerlei Hinsicht ihrem Namen gerecht: Einerseits ist da der Umstand, dass Hannah und Hilly tatsächlich Schwestern sind und es sich somit um ein ‚Familienunternehmen‘ handelt. Dies wird unterstrichen durch Einbindung von Familienmitgliedern der Hindi-Schwestern ebenso wie die Einbindung von Fans bei der Produktion ihrer Parodien: Fans können sich freiwillig melden, um in „production-assistant“-Manier Dreharbeiten zu assistieren.

Ebenso ist Hilly und Hannah´s Großmutter für viele der aufwendigen Kostüme zuständig, ihre Mutter ist als emotionale Unterstützung mit von der Partie und ihr Vater springt für Kane, den Joker-Darsteller, als Stand-In ein. Des Weiteren sind auch echte Geschwistermomente zwischen den Hindi-Schwestern im „Behind the scenes“-Video erkennbar, wenn sich die beiden bei den Dreharbeiten in ihren Sätzen gegenseitig ergänzen oder sich Mut zu reden:

“You look fantastic, you look like Harley Quinn.”  (Hannah in “Behind the Scenes: Suicide Squad Parody by The Hillywood Show®”)

Die privaten, an Fans gerichteten, Fragen während der Q&As und die damit verbundene Weiterentwicklung des Interview-Formats zu einem Frage-Antwort-Format, das in beide Richtungen funktioniert, erzeugen das Gefühl von Gruppenzugehörigkeit. Diese Form der Gruppenzugehörigkeit ähnelt dem Gemeinschaftsgefühl, das auch von professionellen Angehörigen der Filmindustrie beschrieben wird: “Our Company is kind of a ‘tribal’” thing. Once you are in, and get the secret tattoos – we’re then in there as a family operation…” (qtd. In Caldwell, J.T.: “Cultures of Production“)

Auch animieren die Hindi-Schwestern ihre Fans, so viel wie möglich untereinander zu kommunizieren. „Be social! Talk amongst each other and have fun!“ (Hilly in “SUICIDE SQUAD PARODY FAN EVENT”, 2:40)

So kommen auf dem von den Hindi-Schwestern organisierten Live-Events Menschen aus der ganzen Welt zusammen: sowohl vor Ort als auch über den parallel laufenden Chat, da das Event live auf YouTube gestreamt wird. Hannah und Hilly bezeichnen diese Momente, in denen sie sich mit Fans austauschen können, selber als intim: “It’s our time with you. […] this is very intimate, it´s nice and we just really enjoy doing this with you guys” (Hilly in “SUICIDE SQUAD PARODY FAN EVENT”, 2:25-2:39). Dies wiederum ähnelt der Beziehung zwischen Filmemachern und Fans, die über die konventionelles Making-ofs aufgebaut werden soll: „Fans love this because they are feeling at one with a director who is making a film they love: There is a triangulation of pleasure.” (Robinet 2018)

Den Erfolg ihres Parodie-Formats, so legen die Schwestern vor dem versammelten Publikum dar, erklären sie mit dem „jump[ing] under the Hillywood Umbrella‘‘ (Hannah in “SUICIDE SQUAD PARODY FAN EVENT”, 3:25): Während ihre Supernatural-Parodie in einem Jahr 10 Millionen Aufrufe erreichte, ist die Zahl der Aufrufe bei der Suicide Squad-Parodie innerhalb von wenigen Monaten auf 12 Millionen gestiegen. Fans der von den Hindi-Schwestern parodierten Filme oder Serien landen aufgrund ihrer Interessen auf dem The Hillywood Show-Kanal und bleiben dabei.

Dies kann zu großen Teilen auf das großzügig preisgegebene Hintergrundmaterial zurückgeführt werden: „Making of films are useful because they satisfy a certain curiosity about the details of the production process.“ (Hediger 2005) Durch das Darlegen der Dreharbeiten sehen die Fans, wie viel Arbeit hinter jedem Video steckt und dass es Zeit und Arbeit kostet, eine Vision zum Leben zu erwecken. Aus Anerkennung für die Leistungen der Hindi-Schwestern werden sie zu Hillywood-Fans und schauen sich auch deren kommende Videos an.

Erreichbarkeit und Making-of-Flow

Was das Making-of der The Hillywood Show-YouTube-Videos von einem Making-of eines Hollywoodfilms unterscheidet, ist ihre Zugänglichkeit und Erreichbarkeit für den/die Zuschauer*in.

Dadurch, dass die Hindi-Schwestern ihre Videos auf YouTube veröffentlichen, kann jeder kostenlos auf sie zugreifen, was eine weitere Verbreitung ihres contents ermöglicht.

YouTube spricht ein weites Spektrum an Zuschauer*innen an. Jeder, der einen Internetzugang hat, besitzt auch die Möglichkeit, sich ein Making-of von The Hillywood Show anzusehen.

Da es auf Dauer für die Verbraucher*innen zu kostspielig ist, nur für das Making-of eine DVD oder BluRay zu kaufen, sinken die Tendenzen, das Making-of überhaupt auf diesen zu veröffentlichen. Plattformen wie Netflix bieten zu ihren Eigenproduktionen oft gar kein “beigelegtes“ Hintergrundmaterial, sodass die Fans dieser Formate selbstständig das Internet nach selbigen durchforsten müssen.

Das YouTube-Feature der Playlists tritt diesem Problem, der ‚Suche nach einem Making-of‘, entgegen. Youtuber können einstellen, dass nach dem Originalvideo automatisch sein Making-of abgespielt wird. Dadurch werden die Zuschauer für eine längere Zeit beschäftigt. Fragen des Produktionsprozesses, die sich möglicherweise während des Schauens des Videos ergeben haben, werden von den Machern sofort und bereitwillig beantwortet.

Der “Flow“ des Making-of Konsums ist auf Youtube viel stetiger, denn durch Autoplay beginnt die Plattform ganz von alleine, nach der Parodie mit dem dazugehörigen „Behind the scenes“-Video fortzufahren. Anschließend folgt Hilly’s Videotagebuch über die Dreharbeiten, usw. Diese neuartige, für den Zuschauer stark vereinfachte Konsumierbarkeit des Hintergrundmaterials ist wohl der Grund, warum viele Zuschauer nach dem Schauen einer The Hillywood Show-Parodie so zuverlässig beim Hintergrundmaterial landen. Über diese Fortsetzungen der Parodien in Making-ofs und Hintergrundberichten werden die Zuschauer*innen enger an The Hillywood Show gebunden. Die Chancen steigen, dass sie selbst Fans von Hannah und Hilly Hindi werden.

3. Fazit

Die Untersuchung hat gezeigt, dass sich The Hillywood Show von einem Format „von Fans für Fans“ als eigene Marke mit eigenen Fans zu etablieren weiß, und dass Making-of-Material dafür eine elementare Rolle spielt. Durch die einfache Zugänglichkeit desselbigen und dem intimen Tonfall der Hindi-Schwestern mit ihren Zuschauer*innen, ebenso wie das regelmäßige Angebot von Live-Interview-Möglichkeiten mit ihnen und den betonten Familienbanden innerhalb der Fangemeinde, ist es leicht, der Hillywood-Family beizutreten.

So landen Fans von populären Filmen oder Serien aufgrund ihres Interesses bei den Parodien der Hindi-Schwestern und schauen sich, dank der Autoplay-Funktion von Youtube, auch die nächste The Hillywood Show-Parodie an – obwohl sie von dem dann parodierten Film vielleicht gar keine Fans sind. Sie springen „under the Hillywood Umbrella“ und schauen die Videos dann aus Faszination für die Leistungen der Hindi-Schwestern.

Dabei wird aus Anerkennung für ihre Kunstfertigkeit übersehen, dass die Hillywood-Schwestern mit ihren Parodien ein eher parasitäres Format betreiben, das nicht nur von zuvor bestehenden Filmen und deren Fandoms, sondern auch der Finanzierung der eigenen Fans komplett abhängig ist. The Hillywood Show funktioniert damit weniger in Abgrenzung oder in Opposition zur herkömmlichen Filmindustrie, sondern übernimmt neben ihren Figuren und Inhalten auch wesentliche Strategien, Zuschauer*innen als Fans an sich zu binden.

4. Bibliographie

Caldwell, John T. (2009): “Cultures of Production”. In: Media Industries – History, Theory, and Method,Hg. v. Jennifer Holt und Alisa Perren; Chichester: Blackwell Publishing Ltd., S.199-212.

Hagener, Malte (2016): “Cinephelia in the Age of Digital Networks”. In: The State of Post-Cinema, Hg. v. Malte Hagener und div. andere; London: Palgrave Macmillan, S.181-194.

Hediger, Vinzenz (2005) : “Making Movies is like Making Cars only more Fun”. In: Hollywood – Recent Developments,Hg. v. Christian W. Thompson und Angela Krewani; Stuttgart/ London: Edition Axel Menges, S.56-62.

Robinet, Fabrice (2018): “Oh for the Days of the Making-Of Featurette”. In: The New York Times,6.4.

Hediger,Vinzenz (2005): “Spaß an harter Arbeit”. In: Demnächst in Ihrem Kino – Grundlagen der Filmwerbung und Filmvermarktung, Hg. v. Christine N. Brinckmann; Marburg: Schüren Verlag Gmbh, S.332-341.

5. Filmographie/Online Quellen (in Reihenfolge ihrer Veröffentlichung)

Official website: The Hillywood Show. Website. Aufgerufen von: http://www.thehillywoodshow.com/about/

The Hillywood Show: Behind the Scenes: Suicide Squad Parody by The Hillywood Show®. Youtube. Aufgerufen von: https://youtu.be/bwGDgvY7g78

The Hillywood Show: Harley´s Video Diary. Youtube. Aufgerufen von: https://youtu.be/aZVWgQRKzEE

The Hillywood Show: LIVE Q&A – SUICIDE SQUAD PARODY. Youtube. Aufgerufen von: https://youtu.be/0imFd09Rp9g

The Hillywood Show: LIVE Q&A – Suicide Squad Parody Chat. Youtube. Aufgerufen von: https://youtu.be/aIhQUHmoYe4

The Hillywood Show: LIVE Q&A – Celebrating 5 MILLION VIEWS!. Youtube. Aufgerufen von: https://youtu.be/dfGlhFlNjjw

The Hillywood Show: VIDEO REACTION WINNERS! – SUICIDE SQUAD PARODY. Youtube. Aufgerufen von: https://youtu.be/z0v8QIdkjH8

The Hillywood Show: SUICIDE SQUAD PARODY FAN EVENT. Youtube. Aufgerufen von: https://youtu.be/XkTeUo12p5w

6. Abbildungen:

Siehe Filmographie/Online Quellen. Letzter Aufruf: 17.05.2019