Vortrag von Judith Keilbach: „Emotionalisierung und Traumatifizierung

Einladung zum Vortrag von Judith Keilbach: „Emotionalisierung und Traumatifizierung. Holocaust-Darstellungen im Fernsehen“ (UB, 29.01.15/18h):

Ass. Prof. Judith Keilbach (Utrecht) wird am Donnerstag, den 29.01.2015 um 18h (c.t.) einen Vortrag halten zum Thema:
„Emotionalisierung und Traumatifizierung. Holocaust-Darstellungen im Fernsehen“

Abstract:

Spätestens seit der Ausstrahlung von Holocaust(1978/79) ist die nationalsozialistische Vernichtungspolitik ein Thema, mit dem sich auch das Massenmedium Fernsehen beschäftigt. Gilt der US-amerikanische Mehrteiler als Wendepunkt der populärkulturellen Darstellung des Holocaust, so gab es bereits ab den frühen 1960er Jahren etliche Sendungen, die sich mit diesem Ereignis in unterschiedlichen Formen beschäftigt haben. In Dokumentationen über den Nationalsozialismus, Sendungen im Kontext des Eichmann-Prozesses oder Fernsehspielen kam die systematische Verfolgung und Vernichtung jüdischer Menschen immer wieder zur Sprache. Die je spezifischen Repräsentationen und Interpretationen der Ereignisse, die in diesen Sendungen anzutreffen sind, haben sich dabei im Laufe der Zeit erheblich verändert. So lässt sich beispielsweise eine Verschiebung der Themenschwerpunkte sowie eine zunehmende Emotionalisierung sowohl in fiktionalen als auch in dokumentarischen Sendungen konstatieren. Die unterschiedlichen Zugänge sind dabei nicht zuletzt abhängig vom historischen Kontext und den jeweils gängigen Darstellungskonventionen.

Der Vortrag wird sowohl einen Überblick über die unterschiedlichen Perspektiven geben, aus denen das Fernsehen über den Holocaust berichtet, als auch die verschiedenen Darstellungsformen in den Blick nehmen. Es gilt dabei nicht nur Veränderungen aufzuzeigen, sondern anhand ausgewählter Beispiele auch die Implikationen, Probleme und Potentiale der jeweiligen Sendung zu analysieren.

Der Vortrag von Judith Keilbach findet im Rahmen der interdisziplinären Vortragsreihe „Repräsentationen des Holocaust” und begleitend zur Ausstellung „Holocaust im Comic” (Universitätsbibliothek Bochum, 23.10.2014 bis 31.01.2015) statt.

Veranstaltungsort ist der Vortragsraum der Universitätsbibliothek Bochum (Ebene 1/Raum 09).

Weitere Informationen rund um das Ausstellungsprojekt „Holocaust im Comic” sowie die interdisziplinäre Vortragsreihe sind online verfügbar unter:

http://www.holocaustimcomic-bochum.de
https://www.facebook.com/hicbochum/timeline

Kontakt:

Nina Heindl, M.A.
Kunstgeschichtliches Institut, Ruhr-Universität Bochum
E-Mail: nina.heindl@rub.de

Véronique Sina, M.A.
Institut für Medienwissenschaft, Ruhr-Universität Bochum
E-Mail: veronique.sina@rub.de
Web: www.veronique-sina.de