DFG-Graduiertenkolleg »Das Dokumentarische« bewilligt!

Das von Kolleginnen und Kollegen des Instituts für Medienwissenschaft, des Germanistischen Instituts, der Komparatistik, der Kunstgeschichte sowie der Mercator Forschergruppe „Räume anthropologischen Wissens“ beantragte Graduiertenkolleg „Das Dokumentarische. Exzess und Entzug“ wird von der DFG für zunächst viereinhalb Jahre mit rund 3,5 Millionen Euro gefördert.

Das Graduiertenkolleg ermöglicht exzellenten Promovierenden, sich sowohl in medientheoretischer als auch in mediengeschichtlicher Perspektive mit den Spielarten des Dokumentarischen zu befassen: Erforscht werden soll, wie es Literatur, Fotografie, Film und digitalen Medien jeweils gelingt, zu dokumentarischen Leitmedien aufzusteigen und wie dieser dokumentarische Anspruch auf Wirklichkeitserfassung zugleich auch in Frage gestellt wird. Die spezifische Autorität des Dokumentarischen erschließt sich, so die grundlegende These, indem man die Operationen untersucht, die bild-, text- und tonmediale Elemente arrangieren, um die Lesbarkeit, den Aussagewert und die Machtwirkungen des Dokumentierten zu steuern.

Im Kolleg stehen zwölf internationale Doktorandenstellen sowie eine Postdocstelle zur Verfügung. Weitere zwei Doktoranden, die aus anderen Mitteln finanziert werden, können als Assoziierte aufgenommen werden; integriert werden zudem auch besonders qualifizierte Masterstudierende. Zu den internationalen Kooperationspartnern des Graduiertenkollegs gehören die New York University, die Princeton University sowie die Northwestern University.

Als Antragsteller sind am Graduiertenkolleg beteiligt Friedrich Balke (zugleich Sprecher), Natalie Binczek, Astrid Deuber-Mankowsky, Oliver Fahle, Stefan Rieger, Simon Rothöhler, Monika Schmitz-Emans, Anna Tuschling, Annette Urban und Yvonne Wübben. Assoziiert sind Eva Hohenberger, Nicolas Pethes und Eva Warth.

Kontakt

Prof. Dr. Friedrich Balke
Institut für Medienwissenschaft
Ruhr-Universität Bochum
Tel.: 0234/32-27414
E-Mail: friedrich.balke@rub.de