Archiv der Kategorie: Vorträge

Gastvortrag Wolfgang Georgsdorf (Berlin): Osmodrama via Smeller 2.0

Einladung zum öffentlichem Gastvortrag mit anschließender Diskussion

Osmodrama via Smeller 2.0 – Eine neue Kunstpraxis mit einem neuen Instrument und Medium. Komponieren und Erzählen mit bewegten Geruchssequenzen

Wolfgang Georgsdorf (Künstler/Berlin)
u.a. Erbauer der ersten analogen und digitalen Duftorgeln

Samstag, 28.1.2017, 13:00-16:00 |  GA 1/153

Der Vortrag findet im Rahmen des Seminars »Vom Ododion zum Smeller 2.0 – Literarische und technische Mediationen der ›Duftorgel‹« (Dr. Sergej Rickenbacher / RWTH Aachen) statt.

Vortrag: “Erinnerungs- und Vergessenszeichen. Sinnzuschreibung in Holocaust-Denkmälern” (Blue Square, 12.09.17 | 18h)

Am Dienstag, den 12. September 2017 (um 18h) wird Nina Heindl, M.A. (Bochum/Köln) im Rahmen der interdisziplinären Veransatltungsreihe “Holocaust in Kunst, Kultur und Medien” einen Vortrag halten zum Thema:

“Erinnerungs- und Vergessenszeichen. Sinnzuschreibung in Holocaust-Denkmälern”

ABSTRACT:

Denkmäler im öffentlichen Raum übernehmen eine wichtige Funktion in Bezug auf das Gedenken an den Holocaust. Sie widmen sich dem Mahnen vor der Wiederkehr derartiger Gräueltaten, dem Gedenken und Erinnern an die Opfer des Holocausts im Allgemeinen oder an spezifische Opfergruppen. Die Umsetzungen derartiger Mahnmale sind vielfältig, doch ist ihnen allen gemein, dass sie in besonderer Weise auf die Interpretation der Betrachtenden angewiesen sind, denn ohne das Wiedererkennen der Thematik und der Zuschreibung von Sinn handelt es sich lediglich um eine Skulptur im öffentlichen Raum.

Im Vortrag stellt die Referentin drei Holcaust-Denkmäler vor, die eine eindeutige Sinnzuschreibung verweigern und dadurch gleichermaßen Erinnerungs- und Vergessenszeichen darstellen: George Segals The Holocaust (1984) in San Francisco, Rachel Whitereads viel beachtetes Mahnmal für die 65.000 ermordeten österreichischen Juden und Jüdinnen der Shoah (2000) in Wien und Ulrich Rückriems dezentrales Mahnmal zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus (1988–1990) in Düren.

Der Vortrag von Nina Heindl findet in der 1. Etage im Bochumer Blue Square (Kortumstr. 90) statt.

Alle Interessierten sind sehr herzlich eingeladen, an dem Vortrag und der anschließenden Diskussion teilzunehmen!

Weitere Informationen rund um die Vortragsreihe finden sich online unter:
http://blue-square.rub.de/veranstaltungen/reihen/holocaust-kunst-kultur-und-medien

Vortrag: “Dokumente des Unvorstellbaren. Fotografien des Sonderkommandos und ihre Reproduktion in Comic, Film und Fernsehen” (Blue Square, 08.08.17 | 18h)

Am Dienstag, den 8. August 2017 (um 18h) wird Dr. Véronique Sina (Tübingen/Bochum) im Rahmen der interdisziplinären Veransatltungsreihe “Holocaust in Kunst, Kultur und Medien” einen Vortrag halten zum Thema:

“Dokumente des Unvorstellbaren. Fotografien des Sonderkommandos und ihre Reproduktion in Comic, Film und Fernsehen”

ABSTRACT:

Im Sommer 1944 erreichte die Vernichtungsmaschinerie der Nationalsozialisten ihren traurigen Höhepunkt: Zwischen dem 15. Mai und dem 8. Juli wurden circa 450.000 ungarische Juden und Jüdinnen nach Auschwitz deportiert. Über 20.000 von ihnen wurden täglich in den Krematorien von Auschwitz-Birkenau ermordet. Trotz des von den Nazis verhängten Fotografieverbots gelang es im August 1944 Mitgliedern des jüdischen Sonderkommandos, heimlich vier Fotos zu machen und das unfassbare Grauen des Vernichtungslagers zu dokumentieren.

Anhand ausgewählter Beispiele zeichnet die Referentin nach, wie die vier Fotos im Laufe der Zeit immer wieder in und durch verschiedene Medien reproduziert und dabei gleichzeitig verändert wurden. Sowohl die Bilder selbst, als auch der medienübergreifende Umgang mit ihnen werfen dabei die Frage auf, wie sich die Schrecken des Holocaust in unterschiedlichen Medien, wie etwa Comic, Film und Fernsehen, überhaupt darstellen lassen.

Der Vortrag von Véronique Sina findet in der 1. Etage im Bochumer Blue Square (Kortumstr. 90) statt.

Alle Interessierten sind sehr herzlich eingeladen, an dem Vortrag und der anschließenden Diskussion teilzunehmen!

Weitere Informationen rund um die Vortragsreihe finden sich online unter:
http://blue-square.rub.de/veranstaltungen/reihen/holocaust-kunst-kultur-und-medien

Vortrag: “London 1938. Franz Baron zeichnet das Konzentrationslager Dachau” (Blue Square, 11.07.17 | 18h)

Am Dienstag, den 11. Juli 2017 (um 18h) wird Dr. Michaela Haibl (Dortmund) einen Vortrag halten zum Thema:

“London 1938. Franz Baron zeichnet das Konzentrationslager Dachau”

ABSTRACT:

Trotz jahrzehntelanger Forschungsanstrengungen erscheinen viele Aspekte des Nationalsozialismus heute eher abstrakt. Erst die Biografien einzelner Menschen vermitteln eine genauere Vorstellung von der damaligen Zeit, beispielsweise vom Leben in den Konzentrationslagern. Einer, dessen Biografie überliefert wurde, ist Franz Baron. Er entkam im Jahr 1938 dem Konzentrationslager Dachau und konnte vor den Nationalsozialisten nach London fliehen. Dort schrieb er einen schonungslosen Bericht über das Konzentrationslager, der damals allerdings kaum aufgegriffen wurde. Die Wirkung blieb daher aus. Neben dem Bericht ist außerdem eine kleine Sammlung von Bleistiftzeichnungen erhalten geblieben. In etwa 20 Skizzen erklärt Franz Baron das Konzentrationslager und den Lageralltag in Dachau.

Der Vortrag von Michaela Haibl findet im Bochumer Blue Square (Kortumstr. 90) statt.

Alle Interessierten sind sehr herzlich eingeladen, an dem Vortrag und der anschließenden Diskussion teilzunehmen!

Weitere Informationen rund um die Vortragsreihe finden sich online unter:
http://blue-square.rub.de/veranstaltungen/reihen/holocaust-kunst-kultur-und-medien

Vortrag: “Comics im KZ? Narrative Bildserien von Häftlingen und Überlebenden der NS-Zwangslager” (Blue Square, 13. Juni 2017 um 18h)

Dr. Jörn Wendland (Köln) wird am Dienstag, den 13. Juni 2017 um 18h im Rahmen der interdisziplinären Vortragsreihe “Holocaust in Kunst, Kultur und Medien” einem Vortrag halten zum Thema „Comics im KZ? Narrative Bildserien von Häftlingen und Überlebenden der NS-Zwangslager”.

ABSTRACT:
“Comics im KZ? Das erscheint kaum vorstellbar. Wer nicht zu den Millionen Ermordeten in den verschiedenen nationalsozialistischen Lagern gehörte, litt unter Hunger, Krankheit, Folter und Zwangsarbeit. Und doch gelang es einigen wenigen Gefangenen sich mit sequentieller Kunst auszudrücken. Auch unmittelbar nach der Befreiung fertigten zahlreiche Überlebende mehrteilige Bildserien über ihre Lagerzeit an.

Der Vortrag gibt einen Überblick über die sequentiellen Bildwerke von Häftlingen verschiedener NS-Lager. Darin geht es unter anderem um den narrativen Zusammenhang der einzelnen Bilder, die Beziehung zwischen Text und Bild, aber auch um Fragen nach Täter-Opfer-Perspektiven. Gezeigt werden unter anderem Arbeiten des ungarischen Grafikers István Irsai und des österreichischen Architekten, Publizisten und „Nazijägers“ Simon Wiesenthal.”

Der Vortrag von Jörn Wendland findet in der 2. Etage des Bochumer Blue Square (Kortumstr. 90) statt.

Alle Interessierten sind sehr herzlich eingeladen, an dem Vortrag und der anschließenden Diskussion teilzunehmen!

Weitere Informationen rund um die Vortragsreihe sind online einsehbar unter:

http://blue-square.rub.de/veranstaltungen/reihen/holocaust-kunst-kultur-und-medien

Vortrag: Dr. Rupert Gaderer „Heinrich von Kleist – Querulanten damals und heute“ (Blue Square, 8. Mai 2017 um 18:00)

Kategorie(n):  Einblicke
Veranstalter: Dezernat Hochschulkommunikation der Ruhr-Universität Bochum
Montag, 08. Mai 2017, 18:00
Etage: 1

Der Rosshändler Michael Kohlhaas aus Heinrich von Kleists gleichnamiger Novelle ist sicherlich der bekannteste Querulant der Medien- und Literaturgeschichte. Aufgrund seines verletzten Rechtsgefühls verwüstet er im Zorn ganze Landschaften mit seinen Handlangern, brennt Städte nieder und ermordet seine Gegner. Er kämpft um sein Recht – ohne Rücksicht auf finanzielle, emotionale oder soziale Verluste. Das war damals.

Querulanten gibt es jedoch auch heute. Typisch ist für sie, dass sie ohne Aussicht auf Erfolg Rechtskämpfe vor Gericht ausfechten. Der Anlass ist dabei meist geringfügig und steht in keinem Verhältnis zu dem rechthaberischen und unbelehrbaren Verhalten der Querulanten. Manche schreiben täglich mehrere Briefe an die Gerichte, womit die Arbeitskapazität der Rechtsprechung massiv eingeschränkt wird. Psychiater diagnostizieren bei ihnen das sogenannte „Michael-Kohlhaas-Syndrom“ und stellen damit den Bezug zu Kleists fiktiver Gestalt her.

Anlässlich des 240. Geburtstags von Heinrich von Kleist befasst sich der Medienwissenschaftler Rupert Gaderer mit der Geschichte des Querulierens, rekonstruiert bekannte Querulanten-Fälle und diskutiert über Möglichkeiten und Grenzen des Rechtzugangs in Deutschland.

 

Link zur Veranstaltung

 

Vortrag: “Chava Pressburger – Ein von Krieg und Gewalt geprägtes Künstlerinnenleben” (Blue Square, 09. Mai 2017 um 18h)

Dr. Ilka Wonschik (Köln) wird am Dienstag, den 09. Mai 2017 um 18h die interdisziplinäre Vortragsreihe “Holocaust in Kunst, Kultur und Medien” mit einem Vortrag zum Thema „Chava Pressburger – Ein von Krieg und Gewalt geprägtes Künstlerinnenleben“ eröffnen.

ABSTRACT:
“Das Gesamtwerk der Künstlerin Chava Pressburger ist stark mit ihrer von Gewalt und Krieg geprägten Lebensgeschichte verbunden. So verlor sie etwa ihren Bruder Petr Ginz in Auschwitz.
Geboren 1930 in Prag, wuchs sie in einem Elternhaus auf, das von jüdischen wie auch christlichen Traditionen geprägt war. Während des Zweiten Weltkriegs wurde sie im Mai 1944 nach Theresienstadt deportiert, wo sie 1945 die Befreiung erlebte. Im Jahre 1948 – infolge der kommunistischen Machtergreifung in Tschechien – emigrierte Pressburger nach Israel, wo sie sich als anerkannte Künstlerin etablierte.
In ihrem Vortrag zeigt die Referentin, dass sich die Künstlerin zeitlebens mit Hilfe der Kunst mit den Erlebnissen während des Holocausts auseinandersetzte. Chava Pressburger versucht mit ihrer Kunst das Unsagbare auszudrücken. Themen, die sie besonders beschäftigten, sind das menschliche Leid und der Hass, die uns in Zeiten des Terrors auch heute noch beschäftigen.” „Vervielfältigte Schreckensbilder. Zur Bildpolitik der Holocaust-Darstellung im Comic“.

Der Vortrag von Ilka Wonschik findet in der 2. Etage des Bochumer Blue Square (Kortumstr. 90) statt.

Alle Interessierten sind sehr herzlich eingeladen, an dem Vortrag und der anschließenden Diskussion teilzunehmen!

Weitere Informationen rund um die Vortragsreihe sind online einsehbar unter:

http://blue-square.rub.de/veranstaltungen/reihen/holocaust-kunst-kultur-und-medien

Vortrag im Bochumer Blue Square: “Die Sprache des Comics – Eine Einführung in die Welt der sequenziellen Kunst”

Der Comic hatte es lange Zeit schwer: Kritiker und Kritikerinnen verurteilten ihn als Schundliteratur und unterstellten ihm, die Jugend zu gefährden. Erst in den 1960er- und 70er-Jahren stieg die Akzeptanz für die Bildergeschichten.

Einer, der den Weg des Comics im deutschsprachigen Raum ebnete, war der 1917 geborene Verleger Rolf Kauka. Er schuf unter anderem Fix und Foxi und wurde als deutscher Walt Disney bezeichnet.

Die Veranstaltung gibt einen Einblick in die Welt der sequenziellen Kunst und in ihre wissenschaftliche Betrachtung. In einer Mischung aus Vortrag und Workshop werden verschiedene Comicformen wie Manga, Bande Dessinée und Graphic Novel thematisiert und ihre formal-ästhetischen Merkmale exemplarisch analysiert.

Referentin: Dr. Véronique Sina, Institut für Medienwissenschaft

Vortrag/Workshop im Rahmen der Veranstaltungsreihe
“Alle Jubeljahre – Erinnerung an bedeutende Persönlichkeiten”

Montag, 03. April 2017, 18:00 Uhr
Blue Square, Kortumstr. 90, 44787 Bochum

http://blue-square.rub.de/veranstaltungen/20170403-die-sprache-des-comics-eine-einfuehrung-die-welt-der

Interdisziplinäre Vortragsreihe: “Holocaust in Kunst, Kultur und Medien”

Die Verfolgung und systematische Ermordung von Millionen Menschen in der Zeit des Nationasozialismus ist nur schwer in Worte und Bilder zu fassen. Bis heute gibt es in den Medien und Künsten sehr unterschiedliche Formen, wie der Holocaust thematisiert wird.  Alle wollen die Menschen dazu anregen, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen und sie aufzuarbeiten.

Aus unterschiedlichen fachlichen Blickwinkeln nehmen die Referent_innen bei dieser Vortragsreihe sowohl historische als auch zeitgenössische Repräsentationen und Berichte des Holocaust in den Blick. Unter anderem stellen sie dar, unter welchen spezifischen Bedingungen sie jeweils entstanden und rezipiert wurden. Die Besucher_innen der Vortragsreihe sollen so angeregt werden, sich selbst eine Meinung über die Darstellungsmöglichkeiten und Grenzen des Holocaust in Kunst, Kultur und Medien zu bilden.

Die Veranstaltungsreihe ist eine Kooperation des Instituts für Medienwissenschaft (IfM) und des Kunstgeschichtlichen Instituts (KGI) der Ruhr-Universität Bochum.

Organisation: Dr. Véronique Sina (Institut für Medienwissenschaft, Ruhr-Universität Bochum) und Nina Heindl, M.A. (Kunstgeschichtliches Institut, Ruhr-Universität Bochum).

Ort: Blue Square, Kortumstr. 90, 44787 Bochum

Abstracts sowie weitere Informationen unter:
http://blue-square.rub.de/veranstaltungen/reihen/holocaust-kunst-kultur-und-medien

PROGRAMM:

9. Mai 2017 / 18h
Dr. Ilka Wonschik (Köln):
„Chava Pressburger – Ein von Krieg und Gewalt geprägtes Künstlerinnenleben“

13. Juni 2017 / 18h
Dr. Jörn Wendland (Köln):
„Comics im KZ? Narrative Bildserien von Häftlingen und Überlebenden der NS-Zwangslager“

11. Juli 2017 / 18h
Dr. Michaela Haibl (Dortmund):
„London 1938. Franz Baron zeichnet das Konzentrationslager Dachau“

8. August 2017 / 18h
Dr. Véronique Sina (Bochum):
„Dokumente des Unvorstellbaren. Fotografien des Sonderkommandos und ihre Reproduktion in Comic, Film und Fernsehen“

12. September 2017 / 18h
Nina Heindl, M.A. (Bochum/Köln):
„Erinnerungs- und Vergessenszeichen. Sinnzuschreibung in Holocaust-Denkmälern“

Filme im Quadrat – Von Monstern und Mutationen

 

Themenschwerpunkt der neuen Reihe »Von Monstern und Mutationen«, der »Filme im Quadrat« im BlueSquare, ist der amerikanische Science-Fiction Film der 50er Jahre.

Am Mittwoch, den 25. Januar um 18 Uhr wird der Film »Der Tag, an dem die Erste stillstand« (1951, R: Robert Wise) gezeigt.

Im Anschluss an den Film können die Besucher mit Science Fiction-Autor Hartmut Kasper und Christian Heinke, Leiter der Mediathek des Instituts für Medienwissenschaft über das Gesehene diskutieren.

Filme im Quadrat – BlueSquare Bochum