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onlinejournal kultur & geschlecht #17 ist erschienen

Die neue Ausgabe des onlinejournal kultur & geschlecht  #17 2016 ist erschienen https://kulturundgeschlecht.blogs.ruhr-uni-bochum.de/
Die aktuelle Ausgabe des onlinejournal kultur & geschlecht hat mit Beiträgen zu Film, YouTube-Videos, Kartographie und Drohnen einen medienwissenschaftlichen Schwerpunkt. Mit wissenschaftlichen Artikeln, einem Feature und einer Rezension bietet die Ausgabe erneut diverse Textformate an. Thematisch nehmen die Autor_innen queere identitätspolitische Darstellungen – vom Verschwinden melancholischer Männlichkeit und des Coming Outs als asexuell – in den Blick. Mediatisierung – in Form von Drohnenpräsenz und digitaler Kartographie – wird als Überwachungstechnologie, aber auch als wesentliches Element politischen Widerstands diskutiert.
Inhalt:
Melancholie und Identität in dem Film I’m Not There von Todd Haynes
Angela Rabing

Vlogging Asexuality. Beobachtungen zum subversiven Potential von medienästhetischen ‚Spielereien’
Nadine Dannenberg

Kollektive Handlungsermächtigung in der postfordistischen Stadt: Wohnungsnot und Aktivismus am Beispiel der spanischen PAH
José Herranz

„Geruchswahrnehmung aus der Luft ist meines Wissens nach gestattet.“ Daten, Drohnen, Drogenfahndung am Beispiel des Cannachoppers
Carolin Rolf, Mary Shnayien

Die eigenen Voraussetzungen befragen. Rezension: Kathrin Peters, Andrea Seier (Hg.): Gender & Medien-Reader
Sarah Horn

Das onlinejournal kultur & geschlecht ist ein transdisziplinäres Forum für Nachwuchswissenschaftler_innen der Ruhr-Universität Bochum, die zu Geschlechterfragen und ihren Kontexten forschen. Es wir am Lehrstuhl für Medienöffentlichkeit und Medienakteure mit besonderer Berücksichtigung von Gender des Instituts für Medienwissenschaft von Astrid Deuber-Mankowsky und Anja Michaelsen herausgegeben, gefördert von der Fakultät für Philologie und dem Rektorat der RUB.

Neue Blockveranstaltung! 051 732 – Digital Commons and Participation

After two months of work, we are opening our research seminar “digital commons and participation” to new students. There will be two blocks on the following dates:

  • 1. BLOCK: 23. June 2017 10 – 16 GABF 04/611
  • 2. BLOCK: 7. July 2017 10 – 16 GABF 04/611

1. Block (23.06.2017)
The first block will serve as an introduction to the concept of “Digital Commons”. The students currently participating in the seminar will hold presentations with a focus on different aspects of digital commoning such as 1) information and knowledge sharing through open access platforms, 2) fan culture, data extraction and data sovereignty on the example of film industry 3) legal regulation of cultural production through the Kulturfördergesetz NRW and 4) Commons and the University. Newcomers will be able to get a general input and discuss the introductory concepts.

2. Block (7.07.2017)
The spotlight of the second block lies on the new participants. Based on selected literature, small presentations will be held about aspects of participation in digital commons. Do digital commons enable new ways of politics and new ways of socialization? If so, how do they reshape the overloaded concept of participation? Some theorists argue that the subject of participation in digital commons is the connected multitude. We will explore the potentialities of this intersection in order to prepare for the MedienlDenken Keynote by Guiomar Rovira on the 25. July “Connected Multitudes: Jetztzeit in the On Life revolts”.

Evaluation (Teilnahmeschein):
– Attendance to the blocks
– Essay on a presentation of the first block
– Small presentation in the second block
– Attendance to MedienlDenken on Tuesday, 25. July 2017 (6pm GABF04/611)

Course materials:
The course materials are available through blackboard
Sign up is open through eCampus with the code 051 732

Full seminar description

 

NEUERSCHEINUNG – Astrid Deuber-Mankowsky – Queeres Post-Cinema

Astrid Deuber-Mankowsky: Queeres Post-Cinema. Yael Bartana, Su Friedrich, Todd Hanes, Sharon Hayes. August Verlag, Berlin 2017
 
In den besten Momenten gelang dem New Queer Cinema, was Deleuze Ende der 1980er Jahre vom Film im Zeitalter der digitalen Bilder verlangte: einen neuen Widerstand zu erfinden. Es konstituierte sich dabei von Anfang an post-kinematographisch: jenseits des klassischen Kino-Dispositivs, neue Aufnahmetechniken benutzend und mit Ästhetiken und Formen queerer Subjektivierung experimentierend. Entlang der frühen Filme von Todd Haynes, ausgewählter Videoarbeiten von Yael Bartana und Sharon Hayes und dem Video Seeing Red von Su Friedrich wird untersucht wie in einem so verstandenen queeren Post-Cinema Ästhetik, Politik und Technik zusammenspielen. 

NEUERSCHEINUNG – »Medienphilologie. Konturen eines Paradigmas«

 

Seit der Institutionalisierung der Philologie im 19. Jahrhundert sind philologische Operationen in zeitgenössische Mediensysteme verankert: Forschungs- und Bildungsanstalten wie Universitäten, Bibliotheken, Archive, Museen oder Schulen produzieren das Erkenntnisinteresse der Philologie: Texte.

Die Philologie im klassischen Sinn ist Sammlung, Editierung, Kommentierung und Archivierung textueller Artefakte, um sie für potenzielle Leserinnen und Leser verfügbar zu machen. Die Beiträge setzen sich zum Ziel, diesen Kompetenzbereich der Philologie kritisch zu hinterfragen. Sie machen nicht lediglich Texte, sondern auch Medien und Akteure einer vergangenen und gegenwärtigen Kultur zu Gegenständen des Erkenntnisinteresses, wie z. B. Manuskripte, Bild- und Tonträger sowie digitale Datensätze.

Mit Beiträgen von Friedrich Balke, Natalie Binczek, Michael Cuntz, Rupert Gaderer, Lisa Gotto, Rembert Hüser, Julia Kursell, Christina Lechtermann, Harun Maye, Nicolas Pethes, Claus Pias, Simon Rothöhler, Dietmar Schmidt, Hania Siebenpfeiffer und Anna Tuschling.

 

Friedrich Balke und Rupert Gaderer (Hg.)

Medienphilologie. Konturen eines Paradigmas

Wallstein Verlag 2017

Link zum Verlag

 

NEUERSCHEINUNG – »Das Marvel Cinematic Universe – Anatomie einer Hyperserie«

Das seit 2008 kontinuierlich expandierende Marvel Cinematic Universe gilt als das kommerziell erfolgreichste Filmfranchise der Gegenwart. Die hohe Erfolgsquote des mittlerweile zur Walt Disney Corporation gehörenden Marvel Studios hat eine Reihe von unterschiedlich weit fortgeschrittenen Nachahmungsbemühungen seitens Hollywood in Gang gesetzt, die Formel des Cinematic Universe auf ihre eigenen Filmfranchises zu übertragen. Was aber ist ein Cinematic Universes und wie unterscheidet es sich von einer herkömmlichen Fortsetzungsserie im Kino? Dieser Frage wird anhand einer Untersuchung des Marvel Cinematic Universe am Ende seiner zweiten „Phase“ nachgegangen.

Das Marvel Cinematic Universe, das über Kinofilme hinaus auch TV- und Webserien hervorgebracht hat, führt den Begriff der linear organisierten Serie an die Grenzen seiner Beschreibungsfähigkeit. Der Autor stellt diesem das Konzept der multilinearen Hyperserie entgegen, mit dessen Hilfe sich die serialisierten Narrationen des MCU hierarchisch strukturieren und ihre Relationen zueinander bestimmen lassen. Auf der Grundlage von theoretischen Überlegungen zu Ästhetik und Ökonomie der Serie im Kino und der Betrachtung einiger Fallbeispiele aus Film und Fernsehen zeichnet der Autor anhand des X-Men-Filmfranchises den Übergang von einer linearen Serie zu einer multilinearen Hyperserie nach, und wendet das hier entstehende Modell in einer anschließenden Analyse auf das Marvel Cinematic Universe an, in dem unterschiedliche, interseriell kohärente Binnenserien an einer den einzelnen Film übersteigenden Narration mitschrieben. In einer ausführlichen Auseinandersetzung mit den im MCU zur Anwendung kommenden Serialitätsstrukturen, aber auch unter ständiger Berücksichtigung der die Filme und Serien begleitenden Produktionsdiskurse, verdeutlicht der Autor Zusammenhänge zwischen Ästhetik und Ökonomie eines visuell neu formatierten, seriellen Blockbusterkinos vor dem Hintergrund einer Kultur der Medienkonvergenz.

Peter Vignold
DAS MARVEL CINEMATIC UNIVERSE – ANATOMIE EINER HYPERSERIE
Schüren Verlag
Marburger Schriften zur Medienforschung [69] | 176 Seiten, zahlr. Abb.
19,90 € | ISBN 978-3-89472-970-7

Link zum Verlag

KOMMANDO KINO | Euer Lieblings-“Filmclub” im Sommersemester 2017

Veranstaltung für alle Filminteressierten an der Ruhr-Uni Bochum.

Jede Woche (Mittwoch ab 17 Uhr – GA 1/138) wird ein Film (OV) vorgestellt, gesichtet und danach diskutiert. Das Programm im SoSe 17: ZEIT.

Die Auswahl unseres KOMMANDO KINO versteht sich nicht als Kanon der besten, wissenschaftlichsten oder künstlerischsten Filme zum jeweiligen Thema, sondern soll durch die gemeinsamen Sichtungen Anreiz zu spannenden Diskussionen im zwanglosen Rahmen (keine CPs oder Anwesenheitspflicht) bieten. Neben populären Filmen haben wir die Liste mit einigen kanonisierten Klassikern bestückt, sodass nebenbei eine Gelegenheit geboten wird alte Wissenslücken in Sachen Filmgeschichte zu schließen.

Auch dieses Semester freuen wir uns, drei Gäste aus dem Institut für Medienwissenschaft begrüßen zu dürfen:

JULIA ECKEL, M.A. (24.05.)
MATTHIAS ZUCKER, M.A. (21.06.)
DR. HILDE HOFFMANN (19.07.)

Wie immer gilt also: Alle KommilitonInnen, die Lust haben sind herzlichst eingeladen vorbeizuschauen und vor allem mitzumachen.

Vorführungsplan SoSe 17:
26.04. THE TIME MACHINE
03.05. PRIMER
10.05. L’ANNÉE DERNIÈRE À MARIENBAD
17.05. LES AMOURS IMAGINAIRES
24.05. MEMENTO
31.05. BACK TO THE FUTURE
21.06. LOLA RENNT
28.06. TERMINATOR 2: JUDGMENT DAY
05.07. EN DUVA SATT PÅ EN GREN OCH FUNDERADE PÅ TILLVARON (Eine Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über das Leben nach)
12.07. TIMECODE
19.07. NOBODY`S BUSINESS
26.07. GROUNDHOG DAY

Vortrag »Tasteninstrumente – Musik und das Diskrete bei Friedrich Kittler« – Maren Haffke (Bochum) – Di, 2. Mai

Die Vortragsreihe Medien|Denken wird dieses Semester durch Maren Haffke, derzeit Postdoc am Graduiertenkolleg Das Dokumentarische, eröffnet, die am nächsten Dienstag, den 2. Mai ab 18 Uhr (s.t.) in GABF 04/611 zur Frage nach dem medialen Status diskret-kombinatorischer musikalischer Verfahren und deren medientheoretischen Potentialen bei Friedrich Kittler referieren wird.

Alle Interessierten sind wie immer sehr herzlich eingeladen, an Vortrag und Diskussion teilzunehmen sowie den Abend anschließend gemeinsam im Q-West ausklingen zu lassen.

Neuerscheinung – »Paranoia. Lektüren und Ausschreitungen des Verdachts«

Hg. v. Timm Ebner, Rupert Gaderer, Lars Koch und Elena Meilicke

Paranoia wird im Allgemeinen nicht nur als klinisches Bild, sondern auch als auffällige Form der Weltwahrnehmung angesehen. Dieser Band umfasst Paranoia-Studien zur Medien- und Literaturgeschichte, ausgehend vom 19. Jahrhundert (Kleist) bis in die Gegenwart (Daten-Paranoia).

Er orientiert sich an Jacques Lacans Einsicht: »Es gibt keine Paranoia, es gibt nur Paranoiker«. Die Autorinnen und Autoren leisten keiner Pathologisierung der Paranoia Vorschub, sondern gelangen, ausgehend von konkreten Einzelfällen, zu einer genaueren Beschreibung der Verfahren paranoischer Welterschließung.

Beiträge von Jörn Ahrens, Friedrich Balke, Luisa Banki, Wolfram Bergande, Martin Doll, Timm Ebner, Rupert Gaderer, Christian Geulen, Thorsten Hahn, Anna Häusler und Johannes Windrich, Lars Koch, Sophie Ledebur, Elena Meilicke, Johannes Pause, Anna Tuschling, Burkhardt Wolf. Link zum Verlag 

Neuerscheinung – »Denkweisen des Spiels«

Gibt es eine spezifische Medialität des Spiels, die es sinnvoll macht, das Verhältnis jeden Ereignisses zu seiner Umgebung als Spiel zu beschreiben? In welcher Weise können Technik, Spiel und Ästhetik neu gedacht werden? Vor dem Hintergrund der Aktualität, welche die Spieletheorien von Huizinga und Caillois in den Game Studies erlangten, unternimmt der Band eine medienphilosophische Befragung des Spielbegriffs. Er behandelt dabei das Spiel unter Bezugnahme auf Fragen der Neuen Materialismen und wirft zugleich einen neuen Blick auf das Spiel in der Psychoanalyse. “Denkweisen des Spiels. Medienphilosophische Annäherungen” mit Beiträgen von J. Bee, A. Beinsteiner, M. David-Ménard, A. Deuber-Mankowsky (Hg.), J. Degeling,R. Görling (Hg.), L. Handel, F. Raczkowski, K. Rothe, St. Trinkaus, S. Wiemer ist im Verlag Turia+Kant erschienen:
http://www.turia.at/titel/ci_spiel.php

Neuerscheinung: Kippbilder der Familie

Moderne Adoption ist Gegenstand liberaler und ›multikultureller‹, biopolitischer und nationaler Imaginationen und Politiken. Die dabei entstehenden Ambivalenzen manifestieren sich in Spiel- und Dokumentarfilmen in einem sentimentalen Darstellungsmodus. Von »Stella Dallas« (1937) bis »First Person Plural« (2000) erzeugt Adoption affirmative, zugleich in Bezug auf Geschlecht, Klasse und ›Rasse‹ machtkritische Kippbilder.
Ausgehend von diesem ambivalenten kritischen Potenzial des Sentimentalen führt Anja Michaelsen in ihrer Analyse der medialen Gefühlsdisposition gegenwärtiger Familien Kultur- und Filmwissenschaft mit internationaler kritischer Adoptionsforschung zusammen.

http://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-3663-5/kippbilder-der-familie