Archiv der Kategorie: Publikationen

Aktuelle Veröffentlichungen (print und digital)

Call for Papers: “Denkweisen des Spiels”

Call for Papers für den Workshop
 “Denkweisen des Spiels”

der AG Medienphilosophie der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM)
Düsseldorf, Haus der Universität, 17./18. März 2014

Gibt es Spiel, gibt es auch Zwischenraum. Spiel bringt Dinge in Rela­tion und verändert sie dadurch. Kein Gelenk funktioniert ohne Spiel. Spiel bedeutet Bewegung: räumlich, zeitlich, modal. Sitzt eine Schraube fest, gibt es zu wenig Spiel zwischen Metall und Holz. Diffe­renz und Wiederholung sind zeitliches Spiel. Innere und äußere Welt, Fiktion und Realität, Regel und Übertretung: alle aufeinander bezoge­nen Differenzen der Wahrnehmung von Wirklichkeit befinden sich in einem Verhältnis des Spiels. Mit Kant wissen wir, dass unsere Vermö­gen zueinander in einem Verhältnis des Spiels stehen, mit Winnicott wissen wir, dass wir ohne Spiel keine Beziehung zwischen Subjekt und Objekt hätten, mit Turner, dass wir ohne Spiel kein Verhältnis von Individuum und Kollektiv kennten, mit Fongay, dass wir ohne Spiel nie zu einer Erfahrung der Intersubjektivität kämen. Doch wäre es nicht an der Zeit, den Begriff des Spiels nicht mehr nur auf das Subjekt und seine Vermögen zu beziehen? Gibt es eine spezifische Medialität des Spiels, die es sinnvoll macht, das Verhältnis jeden Ereignisses zu sei­ner Umgebung als Spiel zu beschreiben?
weitere Infos unter:

http://www.ruhr-uni-bochum.de/ifm/forschung/cfp_denkweisendesspiels.html

Bernard Stiegler: Hypermaterialität und Psychomacht

Bernard Stiegler – Hypermaterialität und Psychomacht
Aus dem Französischen v. Ksymena Wojtyczka
Herausgegeben und mit einem Essay von Erich Hörl
Zürich-Berlin: diaphanes 2010

Was heißt es, unter hyperindustriellen Bedingungen zu leben, die seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und insbesondere in unserer Gegenwart das Existieren von Grund auf transformieren? Diese Hauptfrage entfaltet Bernard Stiegler in den drei Gesprächen dieses Bandes. Weit davon entfernt, sich von der Bühne der Geschichte zu verabschieden, ist der Industrialismus heute dabei, sich auf der Basis neuer Medientechniken und Technologien zu radikalisieren. Die Industrialisierung erfasst und besetzt ganz neue Bereiche, die von Nanostrukturen bis hin zu den neurologischen Grundlagen des Unbewussten reichen. Diese Felder des Hypermateriellen sind längst zum zentralen Schauplatz industrieller Wunschpolitiken geworden, die das Begehren besetzen, und sie stellen die Hauptangriffsfläche der Psychomacht dar. Die Durcharbeitung unserer wunschgeschichtlichen Situation, der genaue Aufweis ihrer technisch-medialen Verfassung, schließlich die Ausarbeitung einer neuen Politik des Geistes, das zeigt der Essay des Herausgebers, gehört zu den großen Herausforderungen zeitgenössischen Denkens und insbesondere heutiger Medientheorie und -philosophie.

Verlagsinfo: Hypermaterialität und Psychomacht

Open-Source-Version von “Films that Work ” jetzt online. Gratis.

“Films that Work. Industrial Film and the Productivity of Media”, eine Publikation des Krupp-Lehrstuhls für Theorie und Geschichte bilddokumentarischer Formen am Institut für Medienwissenschaft, steht ab sofort als PDF für einen kostenlosen Download bereit

Der Verlag Amsterdam University Press verficht den open access-Gedanken und hat diesen Band, der von Patrick Vonderau und Vinzenz Hediger herausgegeben wurde, nur neun Monate nach seinem Erscheinen in Papierform der wissenschaftlichen Öffentlichkeit auch auf diesem Weg zugänglich gemacht.

onlinejournal kultur & geschlecht #5

Die neue Ausgabe des onlinejournals kultur & geschlecht ist soeben erschienen:

http://www.ruhr-uni-bochum.de/genderstudies/kulturundgeschlecht

Melanie Trommer analysiert darin das Verhältnis von Politik und Popkultur im Missy Magazine.
Ratna Noviani untersucht die Produktion und Reproduktion von Klassendifferenz in indonesischer Fernsehwerbung.
Sabine Schollas fragt, warum ein Outing eine Karriere als Profifußballer gefährdet.
Bianca Becker und Jennifer Eickelmann zeigen, wie postmoderne Subjekte mittels Youtube und Handy das eigene Selbst konstituieren.

15.05.: Buchvorstellung: Köln, KHM: Und das Leben geht weiter

Drei aktuelle Publikationen zu Biopolitik, Gender, Film, Kunst und Wissenschaft
Die Bibliothek / Mediathek der Kunsthochschule für Medien Köln lädt ein:

Begrüßung durch Birgit Trogemann (Bibliothek/Mediathek) und durch die Rektorin Prof. Dr. Marie-Luise Angerer.
Die HerausgeberInnen stellen die drei Bände vor und diskutieren ihren Blick auf die gegenwärtigen Veränderungen in Theorie, Kultur, Gesellschaft.
Moderation: Drehli Robnik (Wien) und Karin Harrasser (KHM)

  • Marie-Luise Angerer, Christiane König (Hg.): Gender goes Life. Die Lebenswissenschaften als Herausforderung für die Gender Studies. Bielefeld: transcript 2008.
  • Sabeth Buchmann, Helmut Draxler und Stephan Geene (Hg.): Film, Avantgarde und Biopolitik. Wien: Akademie der Bildenden Künste/ Schlebrügge. Editor 2009.
  • Astrid Deuber-Mankowsky, Christoph F. E. Holzhey, Anja Michaelsen (Hg.): Der Einsatz des Lebens. Lebenswissen, Medialisierung, Geschlecht. Berlin: b_books 2009. (Gedruckt mit Unterstützung des ICI Berlin).

Zeit:
15. Mai, 15:00

Ort:
Bibliothek/Mediathek der Kunsthochschule für Medien Köln
Rheingasse, Overstolzenhaus

Fahrverbindung bis Heumarkt:
Straßenbahnen 1, 7, 8 und 9
Buslinien 106, 132, 133, 260 und 978

Neuerscheinung: Frederick Wiseman. Kino des Sozialen

Eva Hohenberger (Hg.)
Frederick Wiseman. Kino des Sozialen

Kurzbeschreibung:
Zum ersten Mal widmet sich ein Buch in deutscher Sprache dem einzigartigen Werk des amerikanischen Dokumentaristen Frederick Wiseman (*1935 Boston, Mass.). Wisemans Œuvre, über vier Jahrzehnte hinweg entstanden, umfaßt bislang 36 Arbeiten und stellt in seiner Komplexität und Integrität ein außergewöhnliches filmisches Portrait der USA dar. Wiseman hat eine unverwechselbare Homogenität in Stil und Thematik entwickelt – bevorzugte Objekte seiner Beobachtungen sind staatliche und private Organisationen, aber auch Städte und größere geographische Räume. Hier dokumentiert Wiseman die Kommunikation zwischen Ärzten und Patienten, Lehrern und Schülern, Verkäufern und Kunden, Wissenschaftlern und Affen, Soldaten und Maschinen.

Autorinnen und Autoren u.a.: Christine Noll Brinkmann, Giovanna Chesler, Eva Hohenberger, Bill Nichols, Bert Rebhandl, Dave Saunders, Markus Stauff, Brian Winston, Frederick Wiseman.

Eva Hohenberger (Hg.)
Frederick Wiseman. Kino des Sozialen
Vorwerk 8, 2009, 978-3940384140
EUR 19.00

>> Verlagsinfo Vorwerk8
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Neuerscheinung: Die Transformation des Humanen

Michael Hagner, Erich Hörl (Hg.)
Die Transformation des Humanen

Beiträge zur Kulturgeschichte der Kybernetik
suhrkamp taschenbuch wissenschaft

Die Kybernetik faßt den Menschen als komplexen Funktionsmechanismus auf, der sich nicht prinzipiell von Maschinen unterscheidet. Von Anfang an definierte sie sich als neue Einheitswissenschaft. Zunächst auf einen kleinen Kreis von avantgardistischen Wissenschaftlern beschränkt, wurde sie ab Mitte der fünfziger Jahre zu einem wissenschaftlich und gesellschaftlich wirksamen Arbeits-, Ordnungs- und Deutungsinstrument. Schließlich führte sie mathematisch- technisches Denken in die Humanwissenschaften ein und veränderte so nachhaltig das Verständnis des Sozialen, des Politischen und des Ökonomischen, des Psychischen, der Künste und auch des Denkens. Dieser Band rekonstruiert die wichtigsten Etappen ihrer wissenschaftshistorischen Entwicklung.

>> Suhrkamp Verlag