Archiv der Kategorie: Publikationen

Aktuelle Veröffentlichungen (print und digital)

Neuerscheinung – »Reflexionen des beschädigten Lebens?«

Bastian Blachut, Imme Klages, Sebastian Kuhn (Hg.)

Reflexionen des beschädigten Lebens?

Das frühe deutsche Nachkriegskino gilt gemeinhin als Ort der Verdrängung. Eine detaillierte Analyse jedoch zeigt, dass die Filme der späten 1940er und der 1950er Jahre erstaunlich viel über den Zustand der deutschen Nachkriegsgesellschaft und deren Umgang mit ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit aussagen. In den Filmen der 1950er Jahre treten kollektive wie persönliche Traumata zutage, die im Alltagsleben durch die optimistischen rhetorischen Figuren vom »Wirtschaftswunder« und vom »Wiederaufbau« verdeckt blieben. Die einzelnen Beiträge dieses Bandes erörtern, ob bzw. inwiefern die Kriegsfolgen im deutschen Kino zwischen 1945 und 1962 sicht- und hörbar gemacht werden, und werfen hierfür ein breites Feld an Untersuchungsfragen und – beispielen auf.

Anhand von populären Produktionen, aber auch anhand von selbst in der Filmwissenschaft relativ unbekannten Filmen werden zum Beispiel Lücken in der Logik gängiger Erzählmuster aufgespürt, das häufig auftauchende Motiv des Suizids in seiner Funktion als Metapher vorgestellt oder die Entwicklung und Gestaltung bestimmter neuer Figurentypen untersucht. In die Analysen einbezogen werden neben bundesdeutschen Filmen auch österreichische und italienische Produktionen sowie Produktionen aus der DDR und aus den USA.

onlinejournal kultur&geschlecht #13

Die aktuelle Ausgabe des onlinejournal kultur&geschlecht #13 ist erschienen
http://www.ruhr-uni-bochum.de/genderstudies/kulturundgeschlecht/index.html

Inhalt:

  • Mary Shnayien: Der rosafarbene Elefant im Raum. Überlegungen zur fehlenden Wut über die NSA-Affäre
    Keywords: Netzpolitik, Bilderpolitik, Kontrollgesellschaft
  • Jennifer Eickelmann: Mediatisierte Missachtung und die Verhandlung von Gender bei Empörungswellen im Netz. Der Fall Anita Sarkeesian
    Keywords: Shitstorm, Verletzungsmacht, Popkultur
  • Maxi Braun: „The goddamn Hope Diamond of the transsexuals“. (Trans-)Sexualität in der US-amerikanischen Neoserie Nip/Tuck
    Keywords: Identität, Postmoderne Subjekte, Körper, Serien
  • Anja Michaelsen, Karin Michalski, Todd Sekuler: AIDS-Proteste, Videokunst und queere Politiken
    Keywords: Bilderpolitik, Filmästhetik, AIDS, Aktivismus, Public Feelings

Videos:

  • Familienfreundlich oder familiengerecht?
    von Amanda Witkowski, Carina Sienert, Laura Raimondi und Eva Westermann
  • InFashion
    von Philipp Hanke und Katharina Gregor

Das onlinejournal kultur & geschlecht ist ein transdisziplinäres Forum für Nachwuchs-wissenschaftler/innen der Ruhr-Universität Bochum, die zu Geschlechterfragen und ihren Kontexten forschen. Es wird am Lehrstuhl für Medienöffentlichkeit und Medienakteure mit besonderer Berücksichtigung von Gender des Instituts für Medienwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum von Astrid Deuber-Mankowsky und Anja Michaelsen herausgegeben, gefördert von der Fakultät für Philologie und dem Rektorat der RUB.

Neuerscheinung: “Kultur – Ein Machinarium des Wissens”

Benjamin Bühler, Stefan Rieger
Kultur – Ein Machinarium des Wissens

Verlagsinfo: “Wie unterhaltsam und aufschlussreich es sein kann, sich Menschenbildern sowie wissenschaftsgeschichtlichen Konstellationen über den Umweg von Wissensfiguren aus Tier- und Pflanzenwelt zu nähern, haben Benjamin Bühler und Stefan Rieger in Vom Übertier (es 2459) und Das Wuchern der Pflanzen (es 2547) bewiesen. Sie zeichneten nach, wie unschuldige kleine Erbsen ins Kreuzfeuer von Darwinisten, Katholiken und stalinistischen Forschungspolitikern geraten konnten und wie es der virtuellen Mickey Mouse gelang, sich Mitte des 20. Jahrhunderts unter die Tiere aus Fleisch und Blut zu mischen.”

http://www.suhrkamp.de/buecher/kultur-benjamin_buehler_12650.html

Neuerscheinung: “Bunte Steine – Ein Lapidarium des Wissens”

Benjamin Bühler, Stefan Rieger
Bunte Steine – Ein Lapidarium des Wissens

Verlagsinfo: “Wie unterhaltsam und aufschlussreich es sein kann, sich Menschenbildern sowie wissenschaftsgeschichtlichen Konstellationen über den Umweg von Wissensfiguren aus der Tier- und Pflanzenwelt zu nähern, haben Benjamin Bühler und Stefan Rieger in Vom Übertier (es 2459) und Das Wuchern der Pflanzen (es 2547) bewiesen. Sie zeichneten nach, wie unschuldige kleine Erbsen ins Kreuzfeuer von Darwinisten, Katholiken und stalinistischen Forschungspolitikern geraten konnten und wie es der virtuellen Mickey Mouse gelang, sich Mitte des 20. Jahrhunderts unter die Tiere aus Fleisch und Blut zu mischen.”

Call for Papers: “Denkweisen des Spiels”

Call for Papers für den Workshop
 “Denkweisen des Spiels”

der AG Medienphilosophie der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM)
Düsseldorf, Haus der Universität, 17./18. März 2014

Gibt es Spiel, gibt es auch Zwischenraum. Spiel bringt Dinge in Rela­tion und verändert sie dadurch. Kein Gelenk funktioniert ohne Spiel. Spiel bedeutet Bewegung: räumlich, zeitlich, modal. Sitzt eine Schraube fest, gibt es zu wenig Spiel zwischen Metall und Holz. Diffe­renz und Wiederholung sind zeitliches Spiel. Innere und äußere Welt, Fiktion und Realität, Regel und Übertretung: alle aufeinander bezoge­nen Differenzen der Wahrnehmung von Wirklichkeit befinden sich in einem Verhältnis des Spiels. Mit Kant wissen wir, dass unsere Vermö­gen zueinander in einem Verhältnis des Spiels stehen, mit Winnicott wissen wir, dass wir ohne Spiel keine Beziehung zwischen Subjekt und Objekt hätten, mit Turner, dass wir ohne Spiel kein Verhältnis von Individuum und Kollektiv kennten, mit Fongay, dass wir ohne Spiel nie zu einer Erfahrung der Intersubjektivität kämen. Doch wäre es nicht an der Zeit, den Begriff des Spiels nicht mehr nur auf das Subjekt und seine Vermögen zu beziehen? Gibt es eine spezifische Medialität des Spiels, die es sinnvoll macht, das Verhältnis jeden Ereignisses zu sei­ner Umgebung als Spiel zu beschreiben?
weitere Infos unter:

http://www.ruhr-uni-bochum.de/ifm/forschung/cfp_denkweisendesspiels.html

Bernard Stiegler: Hypermaterialität und Psychomacht

Bernard Stiegler – Hypermaterialität und Psychomacht
Aus dem Französischen v. Ksymena Wojtyczka
Herausgegeben und mit einem Essay von Erich Hörl
Zürich-Berlin: diaphanes 2010

Was heißt es, unter hyperindustriellen Bedingungen zu leben, die seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und insbesondere in unserer Gegenwart das Existieren von Grund auf transformieren? Diese Hauptfrage entfaltet Bernard Stiegler in den drei Gesprächen dieses Bandes. Weit davon entfernt, sich von der Bühne der Geschichte zu verabschieden, ist der Industrialismus heute dabei, sich auf der Basis neuer Medientechniken und Technologien zu radikalisieren. Die Industrialisierung erfasst und besetzt ganz neue Bereiche, die von Nanostrukturen bis hin zu den neurologischen Grundlagen des Unbewussten reichen. Diese Felder des Hypermateriellen sind längst zum zentralen Schauplatz industrieller Wunschpolitiken geworden, die das Begehren besetzen, und sie stellen die Hauptangriffsfläche der Psychomacht dar. Die Durcharbeitung unserer wunschgeschichtlichen Situation, der genaue Aufweis ihrer technisch-medialen Verfassung, schließlich die Ausarbeitung einer neuen Politik des Geistes, das zeigt der Essay des Herausgebers, gehört zu den großen Herausforderungen zeitgenössischen Denkens und insbesondere heutiger Medientheorie und -philosophie.

Verlagsinfo: Hypermaterialität und Psychomacht

Open-Source-Version von “Films that Work ” jetzt online. Gratis.

“Films that Work. Industrial Film and the Productivity of Media”, eine Publikation des Krupp-Lehrstuhls für Theorie und Geschichte bilddokumentarischer Formen am Institut für Medienwissenschaft, steht ab sofort als PDF für einen kostenlosen Download bereit

Der Verlag Amsterdam University Press verficht den open access-Gedanken und hat diesen Band, der von Patrick Vonderau und Vinzenz Hediger herausgegeben wurde, nur neun Monate nach seinem Erscheinen in Papierform der wissenschaftlichen Öffentlichkeit auch auf diesem Weg zugänglich gemacht.

onlinejournal kultur & geschlecht #5

Die neue Ausgabe des onlinejournals kultur & geschlecht ist soeben erschienen:

http://www.ruhr-uni-bochum.de/genderstudies/kulturundgeschlecht

Melanie Trommer analysiert darin das Verhältnis von Politik und Popkultur im Missy Magazine.
Ratna Noviani untersucht die Produktion und Reproduktion von Klassendifferenz in indonesischer Fernsehwerbung.
Sabine Schollas fragt, warum ein Outing eine Karriere als Profifußballer gefährdet.
Bianca Becker und Jennifer Eickelmann zeigen, wie postmoderne Subjekte mittels Youtube und Handy das eigene Selbst konstituieren.

15.05.: Buchvorstellung: Köln, KHM: Und das Leben geht weiter

Drei aktuelle Publikationen zu Biopolitik, Gender, Film, Kunst und Wissenschaft
Die Bibliothek / Mediathek der Kunsthochschule für Medien Köln lädt ein:

Begrüßung durch Birgit Trogemann (Bibliothek/Mediathek) und durch die Rektorin Prof. Dr. Marie-Luise Angerer.
Die HerausgeberInnen stellen die drei Bände vor und diskutieren ihren Blick auf die gegenwärtigen Veränderungen in Theorie, Kultur, Gesellschaft.
Moderation: Drehli Robnik (Wien) und Karin Harrasser (KHM)

  • Marie-Luise Angerer, Christiane König (Hg.): Gender goes Life. Die Lebenswissenschaften als Herausforderung für die Gender Studies. Bielefeld: transcript 2008.
  • Sabeth Buchmann, Helmut Draxler und Stephan Geene (Hg.): Film, Avantgarde und Biopolitik. Wien: Akademie der Bildenden Künste/ Schlebrügge. Editor 2009.
  • Astrid Deuber-Mankowsky, Christoph F. E. Holzhey, Anja Michaelsen (Hg.): Der Einsatz des Lebens. Lebenswissen, Medialisierung, Geschlecht. Berlin: b_books 2009. (Gedruckt mit Unterstützung des ICI Berlin).

Zeit:
15. Mai, 15:00

Ort:
Bibliothek/Mediathek der Kunsthochschule für Medien Köln
Rheingasse, Overstolzenhaus

Fahrverbindung bis Heumarkt:
Straßenbahnen 1, 7, 8 und 9
Buslinien 106, 132, 133, 260 und 978