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Simondon and the Digital

Am 21./22. Nov. 2013 findet am Centre for Digital Cultures (CDC) der Universität Lüneburg in Kooperation mit dem Bochumer Kolloquium Medienwissenschaft (bkm) der Internationale Workshop “Simondon and the Digital” statt. Organisation: Yuk Hui (Univ. Lüneburg), Erich Hörl (Ruhr-Universität Bochum), Jeremy Gilbert (New Formations, Univ. of East London).
Vortragende: Jean-Hughes Barthélémy, Anna Sauvagnargues, Michael Cuntz, Yuk Hui, Ludovic Duhem, Andy Goffey, Luciana Parisi, Christoph Brunner, Jeremy Gilbert.
Nähere Informationen finden Sie hier:

http://www.leuphana.de/zentren/cdc/aktuell/termine/ansicht/datum/2013/11/21/workshop-simondon-and-digital-culture.html

Folgendes Seminar wird zusätzlich angeboten:

051 735 Die Genese des wissenschaftlichen Bildes Schröder
2st., Fr 10-12, GABF 04/611
Gegenstandsmodul: Digitale Medien
Systematisches Modul: Mediengeschichte

Kommentar
Für den rechnenden, den empirischen Mensch, der aus Daten Gestalt rekonstruiert, wird das Bild zu einer Anschauung der Welt und die Welt zu einem im Bilde-Sein. Für diesen gesonderten Bereich der Welterfahrung wird vor allem das errechnete, das technische Bild zur evidenten Aussage über die Welt. Evidenz vollzieht sich nun in einem medial vermittelten Modus der Objektivierung. Das bedeutet auch, dass sich die Anschauung der Welt seit der Neuzeit nicht allein in einer Gegenüberstellung von Welt als Objekt und der eigenen Erfahrung einstellt. Zur Anschauung aus Subjekt zu Objekt tritt nun das Medium hinzu.
Dass dieses Beziehungsdreieck aus technischem Bild, Welt und Welterfahrung dabei unterschiedliche Modi der Evidenz hervorbringt, zeigt sich schon bei der Betrachtung zweier technischer Bildtypen, wie es sowohl die Bilder der Mikroskopie als auch die der Bildgebenden Verfahren der medizinischen Diagnostik sind.
Somit soll im Rahmen des Seminars die Frage nach dem Bildbegriff in Aushandlung mit dem jeweiligen Modus der Evidenz und den spezifischen, technischen sowie historischen Bedingungen geklärt werden. Dazu wird dem Medium des technischen Bildes ein prozessualer Bild- und Medienbegriff unterstellt, der über die beiden Bildbereiche (Mikros-kop / Bildgebenden Verfahren) hinaus auch auf andere technische Bildtypen, wie Fotografie und Film, angewandt werden soll.

Begleitende Literatur wird über Blackboard zur Verfügung gestellt.
Als einführende Lektüre wird Horst Bredekamp / Birgit Schneider u.a. (Hrsg.): Das Technische Bild. Kompendium zu einer Stilgeschichte des wissenschaftlichen Bildes. Oldenburg. 2008. (hier besonders: Editorial, Bilddiskurse und Bildbeschreibungen) empfohlen.

Der Titel des Gender Seminars steht nun fest

051 728 Queer Film Theory anhand von klassischen Hollywood-Filmen Stewen
2st., 14-tägig, Fr 14-18, GABF 04/611
Termine: 25.10., 15.11., 29.11., 13.12., 10.01., 24.01. und 07.02.
Gegenstandsmodul: Film/Kino
Systematisches Modul: Gender

Kommentar
Über Fragen einer filmischen Repräsentation von Homo-, Bi- oder Transsexualität und Strategien des Queer Readings hinaus möchte das Seminar dem übergreifenden theoretischen Potenzial nachspüren, das sich im Hinblick auf kulturwissenschaftlich-philosophische und medienwissenschaftliche Theorien aus diesen Identitäten und kulturellen Praktiken ergibt. Konkret sollen anhand von Hollywood-Klassikern queere Konzepte von Identität, Performativität und Temporalität entwickelt und überprüft werden – Formen ihrer formal-ästhetischen Inszenierung und anknüpfend daran ihre Relevanz für die Re-Formulierung klassischer Filmtheorien. (1) Wenn sich Identität nicht mehr in einer Abgrenzung zum begehrten Anderen definiert, sondern dieses immer schon Bestandteil des Selbst ist – wie lassen sich dann die Suche nach Identität und das Konzept eines kinematographischen Begehrens etwa anhand von Filmen wie REBECCA und DAS BILDNIS DES DORIAN GRAY neu denken? (2) Wenn scheinbar natürliche Gegebenheiten (Geschlecht und heteronormative Verhältnisse) als kulturelle Zuschreibungen erscheinen und mediale Repräsentation durch die Logik performativer Aufführung ersetzt wird – wie lassen sich dann anhand von Filmen wie THE WIZARD OF OZ und PILLOW TALK sexuelle Identitäten und eine Identität des filmischen (Ab-)Bildes noch definieren? (3) Wenn Zeit durch die Infragestellung einer (re-)produktiven Sexualität nicht mehr zukunftsgebunden und zielorientiert ist – welche temporalen Sinnzuschreibungen und filmischen Narrationsmuster lassen sich dann etwa in Filmen wie GONE WITH THE WIND und CLEOPATRA ausmachen?

Das Seminar besteht in gleichen Teilen aus intensiven Lektüren von zentralen Texten u.a. von Judith Butler, Lee Edelman und Judith Halberstam sowie aus detaillierten Filmanalysen, die sich in bewusst assoziativen Formen im gemeinsamen Seminargespräch entfalten sollen. Das Seminar findet 14-tägig freitags zwischen 14 und 18 Uhr statt.

Sprechstundentermine des Mentorenprogramms in der vorlesungsfreien Zeit

In der vorlesungsfreien Zeit des SoSe 2013 findet die Sprechstunde des
Mentorenprogramms wie folgt statt:
• Mittwoch, 31.Juli / 10-12h
• Mittwoch, 14. August / 10-12h
• Mittwoch, 28. August / 10-12h
• Mittwoch, 11. September / 10-12h
• Mittwoch, 25. September / 10-12h
• Mittwoch 9. Oktober / 10-12h

Zusätzliche Termine auf Anfrage (veronique.sina@rub.de).

Kontakt:
Véronique Sina, M.A.
GA 1/36
Tel. : 0234 / 32- 24545
veronique.sina@rub.de

Weitere Informationen zum Mentorenprogramm unter:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/ifm/studium/mentoring.html

[Gefühle zeigen] Workshop Öffentliche Affekträume, 20. Juni 2013

[Gefühle zeigen] Materialität, Transkulturalität und Öffentlichkeit im Experimentalfilm. Eine Veranstaltungsreihe mit Masayo Kajimura (Berlin)

Workshop “Öffentliche Affekträume”, Donnerstag, 20. Juni 2013, 10-14 Uhr, Rotunde Bochum/Innenstadt Bochum

Welche Affekte bestimmen den öffentlichen Raum Bochums? In einem zusätzlichen Workshop versuchen sich die Teilnehmer/innen selbst an der Erkundung von Gefühlsräumen. Masayo Kajimura veranschaulicht zunächst anhand eigener und anderer Arbeiten Aspekte des kreativen Prozesses und des filmischen Arbeitens. Anschließend gehen die Teilnehmer/innen mit der Videokamera in die Bochumer Innenstadt und experimentieren mit dokumentarischen Formen zur Vermittlung sinnlicher Erfahrungen.

Bitte wenden Sie sich zur Anmeldung an: anja.michaelsen@rub.de

Lassen sich Gefühle dokumentieren? Ermöglicht die Dokumentation von Gefühlen die Analyse politischer und kultureller Zustände? Die Berliner Videokünstlerin und Kuratorin Masayo Kajimura stellt das Verhältnis von Dokumentarischem und sinnlicher Erfahrbarkeit zur Diskussion: Sie präsentiert aus dem umfangreichen Filmzyklus Human Frames des Pariser Experimentalfilmlabels lowave eine Auswahl von aktuellen experimentell-dokumentarischen Kurzfilmen asiatischer und europäischer Künstler/innen sowie eigene Videoarbeiten.

Konzept und Organisation: Anja Michaelsen (IfM), Masayo Kajimura. Eine Kooperation mit C60/Collaboratorium für kulturelle Praxis und lowave.

weitere Termine:
26. Juni 2013, 19 Uhr: Präsentation der Workshopergebnisse, Rotunde Bochum