Archiv der Kategorie: Tagungen & Vorträge

Ankündigungen, Termine und Programme medienwissenschaftlicher Tagungen und Vorträge.

WORKSHOP: Reflections on the Lumière Galaxy

Am 21.11.2018 wird der US-amerikanische Filmwissenschaftler Francesco Casetti (Yale University) für einen Workshop am IfM zu Gast sein. Im Zentrum steht sein 2015 erschienenes Buch THE LUMIÈRE GALAXY. SEVEN KEY WORDS FOR THE CINEMA TO COME. Anhand von sieben programmatischen Schlagwörtern umreißt der Autor darin die Idee eines “post-kinematographischen” Kinos, das sich gegenwärtig rasant verändert, bestimmte Eigenschaften durch diese Veränderungen aber beibehält und in neue Kontexte überführt. Was sich auch jenseits eines abgedunkelten Kinosaals erhält, so Casetti, ist ein besonderer Erfahrungsmodus, der an unterschiedlichen Orten und in unterschiedlichen medialen Praktiken wieder in Erscheinung tritt.

 

Der Workshop wird von der Professur für Filmwissenschaft mit dem Schwerpunkt Filmtheorie und Filmästhetik in Kooperation mit dem Internationalen Master “Film und audiovisuelle Medien” und der DFG-Forschergruppe Medien und Mimesis veranstaltet.M.A.-Studierende, Doktorand_innen, Mitarbeiter_innen und Professor_innen des Institut werden mit kleinen Impulsbeiträgen gemeinsam mit Casetti über seine Thesen diskutieren. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Wir bitten um eine kurze Voranmeldung per Mail an elisa.linseisen@rub.de oder felix.hasebrink@rub.de.

 

Datum/Zeit: 21.11.2018, 10-14 Uhr
Ort: Universitätsstraße 105, Raum EG 0/15
Der Workshop findet als Pre-Conference zur Tagung Mimesis Expanded statt. Hierfür bitten wir um eine separate Anmeldung.

Vortrag Medien|Denken: Di, 18.12. – Christiane Voss (Weimar): Seeing through – Dioramatische Perspektiven

Die AG Medien|Denken lädt herzlich zu dem Vortrag “Seeing through – Dioramatische Perspektiven” ein, in dem Christiane Voss von der Bauhaus-Universität Weimar am kommenden Dienstag, den 18.12. ab 18 Uhr s.t. in GABF 04/611 über das Habitat Diorama, seine mimetischen Strategien zur Wissensvermittlung und sein medientechnisches Unbewusstes sprechen wird.

Im Anschluss an Vortrag und Diskussion darf der Abend gerne wieder gemeinsam im Q-West beschlossen werden.

Vortrag Medien|Denken: Di, 20.11. – Marc Siegel (Mainz): My Levitating Butt

Die AG Medien|Denken lädt herzlich zum ersten M|D-Vortrag des Semesters ein!

Am Dienstag, den 20.11. um 18 Uhr (s.t.) in GABF 04/611 wird Marc Siegel von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz den Begriff des Queer Cinema kritisch beleuchten und queeren Film als spezifisch ästhetische Praxis perspektivieren.

Im Anschluss an Vortrag und Diskussion darf der Abend gerne wieder gemeinsam im Q-West beschlossen werden.

Tagung MIMESIS EXPANDED

21.11.2018 // Universitätsstraße 105 / E014 und 015 

22.-23.11.2018 //  Veranstaltungszentrum der Ruhr Universität Bochum / Saal 3 

Die Konferenz ist eine Veranstaltung des Teilprojekts MIMETISCHE EXISTENZWEISEN der DFG-Forschungsgruppe MEDIEN UND MIMESIS und will den Blick für Ansätze öffnen, die Mimesis als einen Vorgang ungesteuerter Verbreitung, Multiplikation und Vernetzung auch jenseits ästhetischer Praktiken untersuchen. Reproduktionen, Serialisierungen, Präfigurationen, Modularisierungen, Reenactements, Zitate, Remakes, Samplings, Recyclings, Loops, Meme zeigen: Nachahmungsprozesse und Wiederholungsstrukturen bestimmen unsere medienkulturelle Lage. Nachdem Nachahmung im Zeichen von Genieästhetik als künstlerisches Formprinzip entwertet wurde, erleben wir mit dem Aufstieg technischer Analog- und Digitalmedien eine ungeahnte Ausweitung der mimetischen Zone. Aber bereits in ihren antiken und frühneuzeitlichen Verhandlungen und dann wieder in unterschiedlichen epistemischen Kontexten des 19. Jahrhunderts erfährt Mimesis lebensweltliche, kulturtransformative, politische und ethische Relevanz.

 

KONZEPT & ORGANISATION Prof. Dr. Friedrich Balke & Elisa Linseisen M.A.

KONTAKT  mimesisexpanded@ruhr-uni-bochum.de / Um Anmeldung per eMail wird gebeten.

Mehr Infos zum Programm unter http://www.rub.de/mimesisexpanded

Download Flyer

Design: Julia Eckel

Summer Academy MEDIA PHILOLOGY

20.-24.08.2018 //  Veranstaltungszentrum der Ruhr Universität Bochum | EBENE 01 | TAGUNGSRAUM II

 

FACULTY
Ruhr-Universität Bochum
Prof. Dr. Natalie Binczek, PD Dr. Rupert Gaderer, Prof. Dr. Armin Schäfer
Rutgers University New Brunswick (USA)
Prof. Dr. Nicola Behrmann, Prof. Dr. Martha Helfer, Prof. Dr. Fatima Naqvi, Prof. Dr. Nicholas Rennie
Organisation: PD Dr. Rupert Gaderer, Nina Janz, M.A., Elisa Linseisen, M.A., Robin Schrade, M.A.

 

Kontakt: summeracademy-mediaphilology@rub.de

 

Mehr Infos unterhttps://www.ruhr-uni-bochum.de/medienphilologie/summeracademy.html

Plakatdesign: Max Neumann

Vortrag Medien|Denken: Do (!), 14. Juni – Hans-Joachim Backe (Kopenhagen): Spielen als makroskopischer Quantenzustand

Die AG Medien|Denken lädt herzlich zum letzten M|D-Vortrag des Semesters ein:

Am Donnerstag (!), den 14. Juni ab 18 Uhr (s.t.) in GABF 04/611 wird Hans-Joachim Backe von der IT University of Copenhagen, aufbauend auf Arbeiten zu dokumentarischen Computerspielen, den Prozess des Spielens als “makroskopischen Quantenzustand” konzeptualisieren.

Im Anschluss an Vortrag und Diskussion darf der Abend gerne wieder gemeinsam im Q-West beschlossen werden.

Tagung: Virtuelle Lebenswelten

Vom 21.-23.06.2018 findet die Tagung “Virtuelle Lebenswelten” im Blue Square Bochum statt.

Die Organisatoren, Anna Tuschling, Armin Schäfer und Stefan Rieger, bitten um Anmeldung bis zum 15.06. per Mail an virtuelle-lebenswelten@rub.de.

 

 

Abstract:

Das Virtuelle prägt in jeder erdenklichen Weise unsere heutigen Lebenswelten und gibt den Rahmen vor für die pragmatische Ausgestaltung der Gegenwart. Stand der Begriff historisch für den Modus des Als ob, wird seit den 1990ern zunehmend die Unterscheidung zwischen dem Realen und dem Virtuellen fraglich. Unter den technischen Bedingungen augmentierter Realitäten und vor dem Hintergrund einer Übergängigkeit von Realem und Virtuellem sind die Unterscheidungen der Konzepte selbst ein Teil dieser Geschichte. In den Vereinnahmungen des Begriffs Virtualität stehen sich heute die Befürworter, die die Möglichkeiten der Virtualität vor allem an die digitale Rechentechnik knüpfen und in einer internetbasierten Virtual Reality die Voraussetzung für neue Wissens- und Sozialformen sowie für eine veränderte Partizipation am politischen Diskurs feiern, den Skeptikern gegenüber. In deren Kritik an der Virtualität verdichtet sich ein sehr grundsätzliches Unbehagen gegenüber einer mediatisierten Welt, in der das Reale, also das, was als unvermittelt, natürlich, authentisch und individuell gilt, kaum mehr eine Rolle zu spielen scheint. Auch in den Wissenschaften sind Veränderungen in den Praxen, in den Theoriebildungen und im Selbstverständnis zu beobachten. Zur Diskussion stehen damit auch grundlegende Fragen nach Status, Funktion und Akzeptanz virtueller Phänomene.

Der Fokus dieser Tagung soll nicht vorrangig auf der technologischen Entwicklung liegen, ist doch die Geschichte der Virtualität als eine zunehmende Approximation an ein Höchstmaß technischer Simulation, Illusion und Affi- zierung nicht hinreichend zu fassen. In der Erzählung von der zunehmenden Naturalisierung drohen Praktiken und Anwendungen der Virtualität aus dem Blick zu geraten, die heutzutage die Lebenswelten prägen. Die Einsatzorte und Applikationen der Virtualität sind mittlerweile so vielfältig wie die technischen Möglichkeiten.

Wie wirkt der medientechnologische Stand heutiger Virtualität auf ein Bild der Virtualität zurück und welche Geschichten der Virtualität werden überhaupt erzählt? Welche Gemeinsamkeiten und Übergänge bestehen zwischen dem neuen Konzept der Virtualität und traditionellen Konzepten wie Fiktion, mögliche Welt, Illusion, Schein oder Trugbild? Wie hat Virtualität unser Verständnis dessen, was eine Lebenswelt ist, verändert? Welche psychischen Prozesse und Effekte gehen mit virtuellen Phänomenen einher und welche Rolle kommt dem Körper zu? Und schließlich, welche Veränderungen gehen mit der Virtualität in den Geistes- und Kulturwissen- schaften einher?

 

Vortrag Medien|Denken: Di, 5. Juni – Richard Dyer (London): The Aesthetics of Marginality

Die AG Medien|Denken lädt herzlich zum Vortrag von Richard Dyer vom King’s College London ein, der am Dienstag, den 5. Juni ab 18 Uhr (s.t.) in GABF 04/611 am Beispiel von La Dolce Vita über die Dynamiken marginaler Charaktere hinsichtlich der Produktion von Bedeutung und Affekt sprechen wird.

Für NachzüglerInnen: Sollte Platznot auftreten, ziehen wir zu HGB 20 um!

Im Anschluss an Vortrag und Diskussion lassen wir den Abend wieder zusammen im Q-West ausklingen und freuen uns auch hier über alle, die sich anschließen möchten.

Vortrag Medien|Denken: Di, 15. Mai – Rupert Gaderer

Im Rahmen der Vortragsreihe Medien|Denken spricht Rupert Gaderer am 15. Mai um 18 Uhr (s.t.) im HGB 20 selbstreflexiv über das Antreten – der Vortrag ist gleichzeitig seine Antrittsvorlesung.

Alle Interessierten sind wie immer sehr herzlich eingeladen!

Abschließend lassen wir den Abend wieder gemeinsam im Q-West ausklingen.