Archiv der Kategorie: Tagungen & Vorträge

Ankündigungen, Termine und Programme medienwissenschaftlicher Tagungen und Vorträge.

Tagung: Virtuelle Lebenswelten

Vom 21.-23.06.2018 findet die Tagung “Virtuelle Lebenswelten” im Blue Square Bochum statt.

Die Organisatoren, Anna Tuschling, Armin Schäfer und Stefan Rieger, bitten um Anmeldung bis zum 15.06. per Mail an virtuelle-lebenswelten@rub.de.

 

 

Abstract:

Das Virtuelle prägt in jeder erdenklichen Weise unsere heutigen Lebenswelten und gibt den Rahmen vor für die pragmatische Ausgestaltung der Gegenwart. Stand der Begriff historisch für den Modus des Als ob, wird seit den 1990ern zunehmend die Unterscheidung zwischen dem Realen und dem Virtuellen fraglich. Unter den technischen Bedingungen augmentierter Realitäten und vor dem Hintergrund einer Übergängigkeit von Realem und Virtuellem sind die Unterscheidungen der Konzepte selbst ein Teil dieser Geschichte. In den Vereinnahmungen des Begriffs Virtualität stehen sich heute die Befürworter, die die Möglichkeiten der Virtualität vor allem an die digitale Rechentechnik knüpfen und in einer internetbasierten Virtual Reality die Voraussetzung für neue Wissens- und Sozialformen sowie für eine veränderte Partizipation am politischen Diskurs feiern, den Skeptikern gegenüber. In deren Kritik an der Virtualität verdichtet sich ein sehr grundsätzliches Unbehagen gegenüber einer mediatisierten Welt, in der das Reale, also das, was als unvermittelt, natürlich, authentisch und individuell gilt, kaum mehr eine Rolle zu spielen scheint. Auch in den Wissenschaften sind Veränderungen in den Praxen, in den Theoriebildungen und im Selbstverständnis zu beobachten. Zur Diskussion stehen damit auch grundlegende Fragen nach Status, Funktion und Akzeptanz virtueller Phänomene.

Der Fokus dieser Tagung soll nicht vorrangig auf der technologischen Entwicklung liegen, ist doch die Geschichte der Virtualität als eine zunehmende Approximation an ein Höchstmaß technischer Simulation, Illusion und Affi- zierung nicht hinreichend zu fassen. In der Erzählung von der zunehmenden Naturalisierung drohen Praktiken und Anwendungen der Virtualität aus dem Blick zu geraten, die heutzutage die Lebenswelten prägen. Die Einsatzorte und Applikationen der Virtualität sind mittlerweile so vielfältig wie die technischen Möglichkeiten.

Wie wirkt der medientechnologische Stand heutiger Virtualität auf ein Bild der Virtualität zurück und welche Geschichten der Virtualität werden überhaupt erzählt? Welche Gemeinsamkeiten und Übergänge bestehen zwischen dem neuen Konzept der Virtualität und traditionellen Konzepten wie Fiktion, mögliche Welt, Illusion, Schein oder Trugbild? Wie hat Virtualität unser Verständnis dessen, was eine Lebenswelt ist, verändert? Welche psychischen Prozesse und Effekte gehen mit virtuellen Phänomenen einher und welche Rolle kommt dem Körper zu? Und schließlich, welche Veränderungen gehen mit der Virtualität in den Geistes- und Kulturwissen- schaften einher?

 

Summer Academy MEDIA PHILOLOGY

20.-24.08.2018 //  Veranstaltungszentrum der Ruhr Universität Bochum | EBENE 01 | TAGUNGSRAUM II

 

FACULTY
Ruhr-Universität Bochum
Prof. Dr. Natalie Binczek, PD Dr. Rupert Gaderer, Prof. Dr. Armin Schäfer
Rutgers University New Brunswick (USA)
Prof. Dr. Nicola Behrmann, Prof. Dr. Martha Helfer, Prof. Dr. Fatima Naqvi, Prof. Dr. Nicholas Rennie
Organisation: PD Dr. Rupert Gaderer, Nina Janz, M.A., Elisa Linseisen, M.A., Robin Schrade, M.A.

 

Kontakt: summeracademy-mediaphilology@rub.de

 

Mehr Infos unterhttps://www.ruhr-uni-bochum.de/medienphilologie/summeracademy.html

Plakatdesign: Max Neumann

Vortrag Medien|Denken: Do (!), 14. Juni – Hans-Joachim Backe (Kopenhagen): Spielen als makroskopischer Quantenzustand

Die AG Medien|Denken lädt herzlich zum letzten M|D-Vortrag des Semesters ein:

Am Donnerstag (!), den 14. Juni ab 18 Uhr (s.t.) in GABF 04/611 wird Hans-Joachim Backe von der IT University of Copenhagen, aufbauend auf Arbeiten zu dokumentarischen Computerspielen, den Prozess des Spielens als “makroskopischen Quantenzustand” konzeptualisieren.

Im Anschluss an Vortrag und Diskussion darf der Abend gerne wieder gemeinsam im Q-West beschlossen werden.

Vortrag Medien|Denken: Di, 5. Juni – Richard Dyer (London): The Aesthetics of Marginality

Die AG Medien|Denken lädt herzlich zum Vortrag von Richard Dyer vom King’s College London ein, der am Dienstag, den 5. Juni ab 18 Uhr (s.t.) in GABF 04/611 am Beispiel von La Dolce Vita über die Dynamiken marginaler Charaktere hinsichtlich der Produktion von Bedeutung und Affekt sprechen wird.

Für NachzüglerInnen: Sollte Platznot auftreten, ziehen wir zu HGB 20 um!

Im Anschluss an Vortrag und Diskussion lassen wir den Abend wieder zusammen im Q-West ausklingen und freuen uns auch hier über alle, die sich anschließen möchten.

Vortrag Medien|Denken: Di, 15. Mai – Rupert Gaderer

Im Rahmen der Vortragsreihe Medien|Denken spricht Rupert Gaderer am 15. Mai um 18 Uhr (s.t.) im HGB 20 selbstreflexiv über das Antreten – der Vortrag ist gleichzeitig seine Antrittsvorlesung.

Alle Interessierten sind wie immer sehr herzlich eingeladen!

Abschließend lassen wir den Abend wieder gemeinsam im Q-West ausklingen.

Start Vortragsreihe Medien|Denken: 25. April – Marc Siegel

DER VORTRAG VON MARC SIEGEL ENTFÄLLT! Die Vortragsreihe Medien|Denken beginnt am Mittwoch, den 25. April mit einem Vortrag von Marc Siegel zu den ästhetischen Strategien queerer Dokumentarfilmpraxis.

Alle Interessierten sind wir immer sehr herzlich eingeladen, an Vortrag und Diskussion teilzunehmen sowie den Abend gemeinsam im Q-West ausklingen zu lassen.

Bitte beachten:

Anders als sonst finden einige der Vorträge dieses Semesters nicht an einem Dienstag, sondern mittwochs und donnerstags statt.

Rupert Gaderers Vortrag wird zudem in HGB 20 stattfinden.

Queer Temporalities and Media Aesthetics – Interdisziplinärer Workshop

Vom 24.-26.04.2018 wird an der Ruhr-Universität Bochum in Kooperation
mit dem Critical Theory Cluster der Northwestern University der dritte
interdisziplinäre Workshop zu »Queer Temporalities and Media Aesthetic«
stattfinden.
Im Rahmen des Workshops werden insgesamt zehn Promovierende der
Ruhr-Universität und der Northwestern University ihre
Dissertationsprojekte vorstellen und gemeinsam diskutieren.

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Modelle des Dokumentarischen. Evidentielle Verfahren im Schatten der Fotografie | Workshop mit Peter Geimer | 02. Februar 2018

Am 02. Februar 2018 wird Peter Geimer (FU Berlin) für einen Workshop am DFG-Graduiertenkolleg “Das Dokumentarische. Exzess und Entzug” zu Gast sein.

In diesem Workshop werden Verfahren der Evidenzerzeugung historisch in unterschiedlichen medialen Konfigurationen in den Blick genommen, die zwischen Wissen und Imagination bzw. Geschichte und Fiktion vermitteln. Als Ausgangspunkt der Diskussion dient uns der Begriff des Modells. Dieser erlaubt es in seiner Ambivalenz sowohl das Spektrum evidentieller Verfahren zu thematisieren, die verschiedene dokumentarische Modelle – Artefakte, die zugleich rekonstruieren und imaginieren – hervorbringen, als auch von der Fotografie ausgehende Modelle des Dokumentarischen als dominante theoretische Annahmen zu hinterfragen, die vorgeben, was sich mit Recht als dokumentarisch bezeichnen lässt, obwohl die Fotografie ihr Versprechen auf eine ‚natürliche’ Wiedergabe – etwa in Schwarz-Weiß-Aufnahmen – kaum einlösen kann.


02. Februar 2018, Uhrzeit: 10 – 17 Uhr
Universitätsstr. 105, Raum: EG 015

Um Anmeldung wird gebeten unter: das-dokumentarische@rub.de

Organisation: Tabea Braun, Pia Goebel, Matthias Preuss.