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Allgemeine Nachrichten des Insituts aus dem IfMlog

Ausschreibung: TutorIn für die B.A.-Phase (SHK); Bewerbungsfrist: 07.08.2016

Das Institut für Medienwissenschaft besetzt zum 1. Oktober 2016 drei Hilfskraftstellen (SHK) zur Durchführung von Einführungstutorien für die B.A.-Phase. Die Stelle umfasst 6 Wochenstunden und ist bis zum 28. Februar 2017 befristet. Die formalen Voraussetzungen für die Bewerbung sind der Abschluss der Propädeutischen Phase sowie des dritten Fachsemesters im Studium der Medienwissenschaft (inklusive einer medienwissenschaftlichen Hausarbeit).

Aufgabenbeschreibung:

Die Einführungstutorien richten sich an Studierende im ersten Semester. Ziel dieser Tutorien ist es, allen StudienanfängerInnen Hilfestellung beim Start ins Studium zu bieten und Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens zu vermitteln, die für das Studium der Medienwissenschaft grundlegend sind.

Bewerbungsfrist und -unterlagen:

Bitte senden Sie die üblichen Bewerbungsunterlagen per Email bis zum 07.08.2016 an Sylvia Kokot (sylvia.kokot@rub.de). Die Auswahlgespräche werden am 10.08.2016 vormittags stattfinden. Über den Ausgang des Bewerbungsverfahrens werden alle BewerberInnen kurzfristig danach informiert.

Zusätzliches Seminarangebot (in englischer Sprache)

051 737         Comparing Journalistic Codes of Ethics  
2st., Mi 16-18, GA 1/138 (bis 03.12.2017)
zzgl. 2 Blocktermine (werden noch bekannt gegeben

Systematisches Modul: Mediensysteme / Theorien und Methoden

Kommentar

Europe and Africa have had entangled history and a continued relationship that requires a special description. Of the area of such engagements is in journalism. At the root of journalism lies the ethics that guides the profession especially the codified ethics. Even though Africa and Europe differs significantly across countries, they interestingly share some commonalities and differences when it comes to content of journalistic codes of ethics. The aim of the course is to provide students with an overview of journalistic codes of ethics and their relationships with the media systems, adopting bodies and “wording” of the codes. The seminar deals with the journalistic codes of Ghana, Namibia, South Africa, Holland, England and Germany. What principles seem pronounced across the selected codes and what differences exist in different regions? These questions are fundamental to the seminar especially because it deals with comparisons that in a way demonstrate differences in media system across the world.

References

Bertrand, C.-J. (2000). Media Ethics and Accountability Systems. New Brunswick, London Transaction Publishers.

Hafez, K. (2002). Journalism Ethics Revisited: A Comparison of Ethics Codes in Europe, North Africa, the Middle East, and Muslim Asia, Political Communication, 19:2, 225-250

Laitila, T. (1995). Journalistic Codes of Ethics. European Journal of Communication 10:527-544

Serwornoo, M. Y.W. (2015, April). The Exploration of Journalistic Codes of Ethics in Anglophone West Africa. In a conference Intercultural Communication in Global Age: Political, Media and Cultural Challenges and Tensions. Conference hosted at Hanze University of Applied Sciences, School of Communication, Media and IT, Groningen, Nederlands. Retrieved from http://www.differenceandsolidarity.org

Fengler, S. et al. (2014). MediaAct Report.

Dozent: Michael Serwornoo

Zusätzliches Seminar im Wintersemester 2017/18

051 736       In Bewegung setzen. Einführung in die Animation
                     Studies
                     2st., Fr 12-14, GABF 04/257
Gegenstandsmodul: Film/Kino
Systematisches Modul: Ästhetik & Technik

Kommentar

Animationsfilme führten in der traditionellen Filmwissenschaft lange Zeit ein Nischendasein. Als anspruchslose Unterhaltungsangebote für Kinder und Jugendliche belächelt, tauchen sie im klassischen Theoriekanon praktisch nicht auf. Erst seit den 1990er Jahren lässt sich insbesondere in der englischen und französischen Theoriebildung ein wachsendes Interesse am Animationsfilm beobachten. Zunehmend setzt sich hier die Erkenntnis durch, dass Animationsfilme keineswegs einen stabilen, eindeutigen und klar eingegrenzten Gegenstand darstellen. Vielmehr scheinen sie etablierte Systematisierungen gekonnt zu unterlaufen. Weder lassen sie sich auf ein übergreifendes Herstellungsverfahren (etwa „Zeichentrick“), noch auf ein einzelnes Genre (etwa den „Cartoon“) reduzieren. Jenseits der bekannten Produktionen von Disney, Warner oder Pixar fordern Filme, in denen eigentlich unbelebtes Material auf ungewöhnliche Weise in Bewegung versetzt und dadurch „verlebendigt“ wird, immer wieder gängige Kategorisierungs- und Periodisierungsversuche audiovisueller Medien heraus.

Das Seminar will sich diesen produktiven Un(ter)bestimmtheiten aus einer medientheoretischen Perspektive annähern. Welche Filme können als „Animationsfilme“ gelten, welche umgekehrt nicht? Welche Konzepte von Bewegung und Vitalität rufen Animationsfilme auf? Auf welche Kunstformen, Bildmedien und vorkinematographischen Apparaturen nehmen sie dabei Bezug? Wie verhalten sie sich zu Denkfiguren wie dem „klassischen“, dem „fotografischen“ oder dem „dokumentarischen“ Film? Diese und weitere Fragen sollen im Zentrum des Seminars stehen. Parallel zeigt der studentische Filmclub „KommandoKino“ im WiSe 17/18 eine Animationsfilmreihe, in der einige Filme, die im Seminar thematisiert werden, gemeinsam gesichtet werden können. Begleitende Texte und weitere Filmbeispiele werden in einem Moodle-Kurs und in einem digitalen Handapparat zur Verfügung gestellt.

Zur Einführung:

Wells, Paul (1998): Understanding Animation. London, New York: Routledge.
Dozent: Felix Hasebrink

 

Einführungsveranstaltung der Medienwissenschaft WS 2017/18

Die Einführungsveranstaltung für alle neuen Studierenden der Medienwissenschaft

findet am 11.10.2017, 12.00 – 14.00 Uhr in HGB 20 statt.

Es lohnt sich:

Hier stellen sich alle Lehrenden des IfM und die Fachschaft vor; Sie können sich für die Tutorien anmelden und alle Fragen zum Stundenplan und Studium stellen.

Zusätzliches Seminarangebot im Wintersemester 2017/18

Seminar-Nr. 051 735, Dozentin: Janou Feikens        

Self-portrayal versus self-betrayal. Techniques and difficulties of documenting the self
2st., Mo 10-12, GA 1/153
Gegenstandsmodul: Print
Systematisches Modul: Ästhetik & Technik

 Kommentar

Documenting the self is a practice that is prevalent, yet not limited, to the literary genre. In the literary discourse of western society, many authors have tried to document their personal lives. French philosopher and historian Michel Foucault noticed a change that took shape since the 17th century that left behind the indifference to the truth and the false and sought to tell “the most forbidden and the most scandalous” (Foucault 1979, 90) by, in a way, publicizing the private. Philosopher Jean-Jacques Rousseau exactly tried to do so when he published his work Les Confessions and paved the way for a confessional culture. He tried to shift the boundaries of private connoted content to public content by exposing all of his psyche in his work, or, in Rousseau’s words, “I do not dread saying too much, or advancing falsities, but I am fearful of not saying enough, or concealing truths.” (Rousseau, 169).
In this seminar, that will be partly held in English, Les Confessions will be closely examined to not only understand the linkage between self- and media technologies but to also identify the difficulties that can occur when attempting to document the self. The technicalities of the medium, in this case writing, will be the main focus point of the seminar – though with regard to the debates in media studies on the interdependence of self-technologies and recent media technologies, a secondary focus point will be a contemporary example of documenting the self (vlogging) in order to identify and compare various aspects of autobiographical processes that have altered the relation between self and media, as well as the relation between private and public. Alongside reading Les Confessions, we will discuss important concepts and theories on documenting the self.

Reading material for the first meeting (all materials will be available at Moodle):
Matravers, D. (1996): Introduction. In: Rousseau, J. The Confessions. Hertfordshire:
Wordsworth Editions, p. V – IX.
 

Vortrag: “Erinnerungs- und Vergessenszeichen. Sinnzuschreibung in Holocaust-Denkmälern” (Blue Square, 12.09.17 | 18h)

Am Dienstag, den 12. September 2017 (um 18h) wird Nina Heindl, M.A. (Bochum/Köln) im Rahmen der interdisziplinären Veransatltungsreihe “Holocaust in Kunst, Kultur und Medien” einen Vortrag halten zum Thema:

“Erinnerungs- und Vergessenszeichen. Sinnzuschreibung in Holocaust-Denkmälern”

ABSTRACT:

Denkmäler im öffentlichen Raum übernehmen eine wichtige Funktion in Bezug auf das Gedenken an den Holocaust. Sie widmen sich dem Mahnen vor der Wiederkehr derartiger Gräueltaten, dem Gedenken und Erinnern an die Opfer des Holocausts im Allgemeinen oder an spezifische Opfergruppen. Die Umsetzungen derartiger Mahnmale sind vielfältig, doch ist ihnen allen gemein, dass sie in besonderer Weise auf die Interpretation der Betrachtenden angewiesen sind, denn ohne das Wiedererkennen der Thematik und der Zuschreibung von Sinn handelt es sich lediglich um eine Skulptur im öffentlichen Raum.

Im Vortrag stellt die Referentin drei Holcaust-Denkmäler vor, die eine eindeutige Sinnzuschreibung verweigern und dadurch gleichermaßen Erinnerungs- und Vergessenszeichen darstellen: George Segals The Holocaust (1984) in San Francisco, Rachel Whitereads viel beachtetes Mahnmal für die 65.000 ermordeten österreichischen Juden und Jüdinnen der Shoah (2000) in Wien und Ulrich Rückriems dezentrales Mahnmal zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus (1988–1990) in Düren.

Der Vortrag von Nina Heindl findet in der 1. Etage im Bochumer Blue Square (Kortumstr. 90) statt.

Alle Interessierten sind sehr herzlich eingeladen, an dem Vortrag und der anschließenden Diskussion teilzunehmen!

Weitere Informationen rund um die Vortragsreihe finden sich online unter:
http://blue-square.rub.de/veranstaltungen/reihen/holocaust-kunst-kultur-und-medien

Anmeldung zu Propädeutika / Praxisveranstaltungen

Aus Krankheitsgründen finden Sie die Anmeldelisten für die Propädeutischen Module ANALYSEMETHODEN und MEDIENGESCHICHTE UND MEDIENÄSTHETIK bis Anfang Semptember in der Mediathek (GB 03/33, Mittwochs 12-16 Uhr). Ab dem 5. September erfolgt die Anmeldung wieder im Geschäftszimmer (GB 5/145) zu den üblichen Öffungszeiten. Wir bitten um Verständnis.

TAGUNG: Vom Medium zum Format

Ruhr-Universität Bochum, 14.-15.09.2017

Formate sind technische Maßeinheiten zur Normierung und Verwaltung von medialen Anwendungen und Apparaturen. Sie setzen damit die Regeln fest, nach welchen sich die Wirksamkeiten von Medien in ihren Reproduktions- und Zirkulationsverhältnissen entfalten lassen. Formate beeinflussen die Art und Weise, wie ein Medium erscheint, operiert, reguliert, kommuniziert und erfahrbar wird. Die Flexibilität und Reichweite von Medien sowie ihre Funktionalität und Praktikabilität, aber auch ihre Materialität und ihre Potentiale zur Immersion und Affektion hängen maßgeblich an den technischen Kristallisationsmomenten vorhergehender Standardisierungsverfahren. Trotz jener manifesten Relevanz erscheint das Format als medienwissenschaftliche Größe bisher weitestgehend unberücksichtigt. Als technische Organisationseinheiten medialen Wissens tendieren Formate zu einer rein funktionalen Lesart medialer Infrastrukturen. Wie sehr sich die Kategorie des Formats und besonders auch deren Theoretisierung zur Analyse ubiquitärer, netzwerkartiger, atmosphärischer und ökologischer und damit auch diffuser werdender Formen und Begriffe des Medialen eignet, zeigt Jonathan Sternes Auseinandersetzung mit dem MP3-Format und seinem Ausruf nach der Notwendigkeit einer „format theory“. Nicht zufällig, so scheint es, findet so die Auseinandersetzung mit dem Format über die Sound Studies Einzug in medienwissenschaftliche Diskurse – einem Forschungsfeld, welches immer schon mit den plastischen, fluiden und ephemeren Eigenschaften des Medialen konfrontiert ist.

Im post-medialen Zustand des vermeintlichen Auflösens medialer Fixdispositive wie Fernsehen oder Kino, vor allem auch befeuert durch die Aggregationsgewalt des Digitalen, soll das Format als deren produktive Untersuchungskategorie fruchtbar werden. Denn das Format ändert den Maßstab der Analyse und gibt den Blick frei auf die Interdependenzen und Umgebungen von Medien sowie deren inhärenten Funktionslogiken und Codes und thematisiert damit vor allem auch deren „beneath, beyond and behind“, wie Sterne es formuliert. Vom Großen zum Kleinen ist das Format ein produktives Zugeständnis an die Skalierbarkeit und damit Wendigkeit und Anpassungsfähigkeit von (digitalen) Medien. Dass mit dieser medialen Plastizität, am Reibepunkt von Analog und Digital auch die Kompression, das Kleinrechnen und Verdichten des Medialen einhergeht und die Frage der vermindernden Qualität aufwirft, zeigen ex negativo aktuelle Tendenzen im Bereich Kino: hier werden analoge Formate und eine medienspezifische, kinematographische Materialität als qualitative Gütesiegel in nostalgischer Rückbesinnung und auch als kritisches Statement gegen die Digitalisierung eingesetzt, wie es Christopher Nolans Interstellar (2014) und Quentin Tarantinos The Hateful 8 (2015), die im monumentalen 70mm-Format ausgestrahlt und teilweise auch produziert wurden oder aktuell Damien Chazelles im CinemaScope-Format gedrehter Film La La Land (2016), demonstrieren.

Ausgehend von diesen Beobachtungen will die vom 14.-15.09.2017 an der Ruhr-Universität Bochum unter Federführung der Professur für Filmwissenschaft mit dem Schwerpunkt Filmtheorie und Filmästhetik stattfindende Tagung Vom Medium zum Format die Kategorie des Formats als Herausforderung an den Medienbegriff verstehen und zuvorderst fragen, ob diese technisch implementierte Größe eine kulturelle, ästhetische und perzeptuelle Relevanz beanspruchen kann. Vor allem in Hinblick auf audiovisuelle Phänomene soll das Format als medienästhetische Transformationskategorie verstanden werden, welche die Wandelbarkeit und (Selbst)erneuerung des Medialen unter komplexen Voraussetzungen in den Blick bekommt. In welchem Verhältnis stehen Medium und Format? Kann das Format als kultureller Messwert eines Mediums gelten? Stellt gerade auch unter der Maßgabe des Digitalen das Format gar eine Alternative zum Medium dar? Welches sind, über die technisch-materialen Zuschreibungen hinaus, die medienästhetischen Implikationen des Formatbegriffs? Hilft das Format Remediatisierungsmomente sowie die vermeintliche Konkurrenz von Analog und Digital neu zu denken? Welchen Einfluss haben Medienumgebungen und Infrastrukturen auf das ästhetische Erscheinen eines Mediums? Diese und ähnliche Fragen sollen im Fokus der Veranstaltung stehen. Anmeldungen sind über die Tagungshomepage möglich, auf der auch die Abstracts der Vorträge eingesehen werden können.

Veranstalter: Ruhr-Universität Bochum, Professur für Filmwissenschaft mit dem Schwerpunkt Filmtheorie und Filmästhetik

Oliver.Fahle@rub.de

Elisa.Linseisen@rub.de

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Informationsveranstaltung wissenschaftliches Schreiben in der Medienwissenschaft

Am 16. August ab 14 Uhr in GA 1/138 findet wieder eine allgemeine Informationsveranstaltung zum Thema Hausarbeiten und wissenschaftliches Schreiben in der Medienwissenschaft statt. Neben einer allgemeinen Darstellung, was ist eigentlich wissenschaftliches Schreiben und wie fasse ich eine Hausarbeit in der Medienwissenschaft ab, wird es wie immer auch die Gelegenheit geben, eigene Themen und Arbeiten zu besprechen und eventuelle Probleme zu erörtern und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Anmeldung bitte über eine kurze eMail an: angela.schroeder-2@rub.de