Archiv des Autors: Simon Rothöhler

Publikation – Duisburg Düsterburg

2016 hat die Duisburger Filmwoche ihre 40. Ausgabe gefeiert, 2017 deren Leiter Werner Ružička seinen 70.Geburtstag, 2018 wird er seine Abschiedsvorstellung geben – ein Anlass, um zurückzublicken. Ružička wird das Festival dann 33 Jahre lang geprägt haben und damit das Kulturleben von Deutschlands drittärmster Stadt. Ein Gespräch über neue und alte Linke im Ruhrgebiet der 70er Jahre, Leipzig-Reisen vor der Wende und den regionalen wie filmkulturellen Strukturwandel – eine Oral History der (bundes)deutschen Dokumentarfilmgeschichte aus Duisburger Perspektive.

Neuerscheinung – Das verteilte Bild

Simon Rothoehler – Das verteilte Bild – Stream – Archiv – Ambiente

Die Ubiquität digitaler Bilder ist ein Effekt ihrer distributiven Versatilität. Sie können nahezu unbegrenzt gespeichert, instantan übertragen, aufwandlos vervielfältigt, vielschichtig visualisiert, verdatet und verarbeitet werden. Ihre Mobilisierung vollzieht sich nicht regellos, sondern folgt einer komplexen Medienlogistik aus Formatstandards, Infrastrukturen und Transportkalkülen. Digitale Bilder werden und sind verteilt: nicht als sessile Objekte, verbindlich feststehende Entitäten, sondern als streamförmig modulierte Prozesse. Die Studie konzeptualisiert Akteure und Agenden des Bilddatenverkehrs, untersucht retrodigitalisierte Archivbildkorpora medienhistoriografisch auf Verteilungsgeschichten und befasst sich mit den ›kalmierten‹ bildsensorischen Operationen in intelligenten Umgebungen.

Verlag Wilhelm Fink

Stellenausschreibung – DFG Projekt – Streaming History

Im Rahmen des DFG-geförderten Forschungsprojekts
»Streaming History. Verteiltes Gedächtnis, vernetzte Bildordnung: Filmische Dokumente der Shoah im Web 2.0« ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle einer/eines Wissenschaftlichen Mitarbeiterin/Mitarbeiters (65% der regelmäßigen Arbeitszeit, Entgeltgruppe 13 TV-L) befristet für 27 Monate zu besetzen.
Das Forschungsprojekt ist am Lehrstuhl für Medientechnik und Medienphilosophie des Instituts für Medienwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum angesiedelt und befasst sich grundlegend mit digitalen Archiven und «networked documents».

 

Gesucht wird nach einer Mitarbeiterin / einem Mitarbeiter mit einem eigenständigen Projektvorhaben in thematisch nahen bzw. anschlussfähigen Forschungsteilgebieten digitaler Medienkulturen (insbesondere im Feld der Software- und Netzwerkprotokollforschung und/oder mit bildtheoretischem Schwerpunkt).
Erfolgt die Finanzierung bei der Einstellung ausschließlich von externen Drittmittelgebern, besteht für die Beschäftigten keine Verpflichtung zur Übernahme von Lehrverpflichtung.
Wir wollen an der Ruhr-Universität Bochum besonders die Karrieren von Frauen in den Bereichen, in denen sie unterrepräsentiert sind, fördern und freuen uns daher sehr über Bewerberinnen. Auch die Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter und gleichgestellter Bewerber und Bewerberinnen sind herzlich willkommen.

 

Anforderungsprofil:
Voraussetzung der Bewerbung ist ein erfolgreich abgeschlossenes Hochschulstudium der Medienwissenschaft, Kulturwissenschaft oder in einem verwandten Gebiet (MA).
Zu den Bewerbungsunterlagen zählt eine entsprechende Projektskizze (3-5 Seiten).
Zur Projektarbeit wird die Planung und Durchführung einer internationalen Tagung sowie die Konzeption einer Buchpublikation gehören. Eine Lehrverpflichtung besteht nicht. Es handelt sich um eine Stelle zur wissenschaftlichen Weiterqualifikation. Hierzu wird im Rahmen der Dienstaufgaben Gelegenheit gegeben.
Bewerbungsunterlagen (Zeugnisse, Lebenslauf, Bewerbungsschreiben, Projektskizze von 3-5 Seiten) bitte bis zum 15.03.2016 an den Projektleiter, Jun.-Prof. Dr. Simon Rothöhler – ausschließlich per Email: simon.rothoehler@rub.de

Weitere Informationen: Stellenwerk Bochum