Archiv für den Monat: August 2017

Anmeldung zu Propädeutika / Praxisveranstaltungen

Aus Krankheitsgründen finden Sie die Anmeldelisten für die Propädeutischen Module ANALYSEMETHODEN und MEDIENGESCHICHTE UND MEDIENÄSTHETIK bis Anfang Semptember in der Mediathek (GB 03/33, Mittwochs 12-16 Uhr). Ab dem 5. September erfolgt die Anmeldung wieder im Geschäftszimmer (GB 5/145) zu den üblichen Öffungszeiten. Wir bitten um Verständnis.

TAGUNG: Vom Medium zum Format

Ruhr-Universität Bochum, 14.-15.09.2017

Formate sind technische Maßeinheiten zur Normierung und Verwaltung von medialen Anwendungen und Apparaturen. Sie setzen damit die Regeln fest, nach welchen sich die Wirksamkeiten von Medien in ihren Reproduktions- und Zirkulationsverhältnissen entfalten lassen. Formate beeinflussen die Art und Weise, wie ein Medium erscheint, operiert, reguliert, kommuniziert und erfahrbar wird. Die Flexibilität und Reichweite von Medien sowie ihre Funktionalität und Praktikabilität, aber auch ihre Materialität und ihre Potentiale zur Immersion und Affektion hängen maßgeblich an den technischen Kristallisationsmomenten vorhergehender Standardisierungsverfahren. Trotz jener manifesten Relevanz erscheint das Format als medienwissenschaftliche Größe bisher weitestgehend unberücksichtigt. Als technische Organisationseinheiten medialen Wissens tendieren Formate zu einer rein funktionalen Lesart medialer Infrastrukturen. Wie sehr sich die Kategorie des Formats und besonders auch deren Theoretisierung zur Analyse ubiquitärer, netzwerkartiger, atmosphärischer und ökologischer und damit auch diffuser werdender Formen und Begriffe des Medialen eignet, zeigt Jonathan Sternes Auseinandersetzung mit dem MP3-Format und seinem Ausruf nach der Notwendigkeit einer „format theory“. Nicht zufällig, so scheint es, findet so die Auseinandersetzung mit dem Format über die Sound Studies Einzug in medienwissenschaftliche Diskurse – einem Forschungsfeld, welches immer schon mit den plastischen, fluiden und ephemeren Eigenschaften des Medialen konfrontiert ist.

Im post-medialen Zustand des vermeintlichen Auflösens medialer Fixdispositive wie Fernsehen oder Kino, vor allem auch befeuert durch die Aggregationsgewalt des Digitalen, soll das Format als deren produktive Untersuchungskategorie fruchtbar werden. Denn das Format ändert den Maßstab der Analyse und gibt den Blick frei auf die Interdependenzen und Umgebungen von Medien sowie deren inhärenten Funktionslogiken und Codes und thematisiert damit vor allem auch deren „beneath, beyond and behind“, wie Sterne es formuliert. Vom Großen zum Kleinen ist das Format ein produktives Zugeständnis an die Skalierbarkeit und damit Wendigkeit und Anpassungsfähigkeit von (digitalen) Medien. Dass mit dieser medialen Plastizität, am Reibepunkt von Analog und Digital auch die Kompression, das Kleinrechnen und Verdichten des Medialen einhergeht und die Frage der vermindernden Qualität aufwirft, zeigen ex negativo aktuelle Tendenzen im Bereich Kino: hier werden analoge Formate und eine medienspezifische, kinematographische Materialität als qualitative Gütesiegel in nostalgischer Rückbesinnung und auch als kritisches Statement gegen die Digitalisierung eingesetzt, wie es Christopher Nolans Interstellar (2014) und Quentin Tarantinos The Hateful 8 (2015), die im monumentalen 70mm-Format ausgestrahlt und teilweise auch produziert wurden oder aktuell Damien Chazelles im CinemaScope-Format gedrehter Film La La Land (2016), demonstrieren.

Ausgehend von diesen Beobachtungen will die vom 14.-15.09.2017 an der Ruhr-Universität Bochum unter Federführung der Professur für Filmwissenschaft mit dem Schwerpunkt Filmtheorie und Filmästhetik stattfindende Tagung Vom Medium zum Format die Kategorie des Formats als Herausforderung an den Medienbegriff verstehen und zuvorderst fragen, ob diese technisch implementierte Größe eine kulturelle, ästhetische und perzeptuelle Relevanz beanspruchen kann. Vor allem in Hinblick auf audiovisuelle Phänomene soll das Format als medienästhetische Transformationskategorie verstanden werden, welche die Wandelbarkeit und (Selbst)erneuerung des Medialen unter komplexen Voraussetzungen in den Blick bekommt. In welchem Verhältnis stehen Medium und Format? Kann das Format als kultureller Messwert eines Mediums gelten? Stellt gerade auch unter der Maßgabe des Digitalen das Format gar eine Alternative zum Medium dar? Welches sind, über die technisch-materialen Zuschreibungen hinaus, die medienästhetischen Implikationen des Formatbegriffs? Hilft das Format Remediatisierungsmomente sowie die vermeintliche Konkurrenz von Analog und Digital neu zu denken? Welchen Einfluss haben Medienumgebungen und Infrastrukturen auf das ästhetische Erscheinen eines Mediums? Diese und ähnliche Fragen sollen im Fokus der Veranstaltung stehen. Anmeldungen sind über die Tagungshomepage möglich, auf der auch die Abstracts der Vorträge eingesehen werden können.

Veranstalter: Ruhr-Universität Bochum, Professur für Filmwissenschaft mit dem Schwerpunkt Filmtheorie und Filmästhetik

Oliver.Fahle@rub.de

Elisa.Linseisen@rub.de

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Informationsveranstaltung wissenschaftliches Schreiben in der Medienwissenschaft

Am 16. August ab 14 Uhr in GA 1/138 findet wieder eine allgemeine Informationsveranstaltung zum Thema Hausarbeiten und wissenschaftliches Schreiben in der Medienwissenschaft statt. Neben einer allgemeinen Darstellung, was ist eigentlich wissenschaftliches Schreiben und wie fasse ich eine Hausarbeit in der Medienwissenschaft ab, wird es wie immer auch die Gelegenheit geben, eigene Themen und Arbeiten zu besprechen und eventuelle Probleme zu erörtern und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Anmeldung bitte über eine kurze eMail an: angela.schroeder-2@rub.de

Anmeldung zu Praxisveranstaltungen ist ab sofort im Geschäftszimmer möglich

AUS KRANKHEITSGRÜNDEN LIEGEN DIE LISTEN ZUR ANMELDUNG BIS ANFANG SEPTEMBER IN DER MEDIATHEK (GB 03/33, Mittwoch 12-16 Uhr) AUS.

Ein Praxismodul besteht aus zwei frei wählbaren Veranstaltungen.
Zu allen Veranstaltungen besteht eine Teilnehmerbegrenzung.
ACHTUNG: Wenn Sie einen Platz erhalten und dennoch nicht teilnehmen, werden Sie im kommenden Semester von der Vergabe ausgeschlossen.

Zu den folgenden Praxisveranstaltungen ist ab sofort die Anmeldung über Listen im Geschäftszimmer (GB 5/145) möglich: 

051 740 LLR: Einführung in die Praxis des Fernsehmachens | Meinheit / Steinborn
Blocktermin: 17. und 18.11.2017, 10-18, GA 1 /153 (max. 16 Studierende)

051 741 LLR: TV-Kulturjournalismus | Corniciuc
1. Block: 24. und 25.11.2017, 10-17, GA 1/153
2. Block: 01. und 02.12.2017, 10-17, GA 1/153
3. Block: 15. und 16.12.2017, 10-17, GA 1/153 (max. 16 Studierende)

051 742 Einführung: Von der Idee zum fertigen Video | Köster
20.10., 16-18, GA 1/153
27.10., 10-17, GA 1/153
28.10., 10-16, GA 1/153
08.12., 10-17, GA 1/153
09.12., 10-16, GA 1/153

051 743 Schnitt-Schulung und
Hörspiele selbst gemacht
| Gremm
21. und 22.10., 10-18, CT das Radio
11. und 12.11., 10-18, CT das Radio

051 744 Interview-Training I und II | Dinsing
28. und 29.10., 10-17, CT das Radio
09. und 10.12., 10-17, CT das Radio

051 745 Soziale Interaktion mit Blogs, Wikis und in sozialen Netzwerken (mit Onlinephase)
 | Grieger

03.11.2017, 9-16.30
04.11.2017, 10-16.30
01.12.2017, 9- 14:30
plus Onlinephase (Projektarbeiten): 8 Stunden

051 746 „Wie wird im Kino Geld verdient“. Einkauf, Verleih, Vertrieb und Rechtesituation | Fraedrich

21.10., 9.30-15
28.10., 9.30-15
04.11., 9.30-15
11.11., 9.30-15

Bitte beachten Sie:

Sie können sich zu maximal 2 Praxisveranstaltungen anmelden. Aufgrund der Platzbeschränkungen ist die Anmeldung zu einer Praxisveranstaltung verbindlich!

Öffnungszeiten des Geschäftszimmers in der vorlesungsfreien Zeit:
Montag, 10.30 – 12 Uhr
Mittwoch, 13 – 15 Uhr

Folgende Praxisseminare werden im Wintersemester 2017/18 vom boskop-Kulturbüro des AKAFÖ angeboten

Video im Kinolook: von den Basics bis zum kreativen Freestyle            Razzia/ Chuchrak

Kommentar

Ob fiktionaler Kurzfilm oder Eventdoku – die Videowelt ist vielfältig und bunt. In diesem Seminar tauchen wir unter ganz praxisorientierten Gesichtspunkten in diese audiovisuelle Welt ein. Ziel ist es, Videoaufnahmen im Kinolook zu gestalten und den Teilnehmern/- innen neue und kreative Gestaltungsoptionen zu eröffnen.

Der richtige Umgang mit der Kamera ist dabei ebenso Bestandteil des Seminars wie Einordnungen und Tipps zu Technik und Equipment (Stativ, Follow Focus, Matte Box etc.). Längst nicht alle dem Filmemacher zur Verfügung stehenden Hilfsmittel sind immer sinnvoll oder gar notwendig. Je nach der individuellen Zielsetzung für ein Filmprojekt ist daher die richtige Auswahl entscheidend für den Erfolg.

Ein weiteres Thema des Seminars sind die Grundlagen der filmischen Bildgestaltung sowie der gezielte Einsatz von Perspektiven, Farben und Licht.
Diese Basis ermöglicht es den Teilnehmern/-innen schließlich, eigene Ideen zu konzeptionieren und filmisch auf kreative Weise umzusetzen.

Das Seminar wird von einem erfahrenen Filmemacher begleitet.

Bitte mitbringen: Fotokamera mit Videofunktion/DSLR oder alternativ Camcorder Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 14 begrenzt.
Die Einschreibung erfolgt vom 11. – 19. Oktober am Stand des AKAFÖ im RUB- Mensafoyer (Kaffeebar).

Der Kurs findet statt: ab 18.11.17, 8 x Mittwoch, 18.00 Uhr bis 20.00 Uhr s.t. Einmaliger Unkostenbeitrag: 33 Euro

 

Creative Design mit Photoshop                                                     Schweflinghaus

Kommentar

Von der ansprechenden Flyergestaltung bis zur innovativen Online-Plattform – kreative Brain-Tools sind im Alltag praktisch und in der Berufswelt immer wichtiger.
In diesem Seminar geht es um die grundlegenden Kreativitätstechniken für Design und Bildbearbeitung. Wie nutze ich ein Programm wie Photoshop effektiv?

Welche Grundlagen zum Bildaufbau sind nützlich und hilfreich?
Wie manipuliere ich den Rezipienten in meinem Sinne durch gezielte Aufmerksamkeitslenkung?
Auf diese Basis sind der Kreativität der Teilnehmern/-innen keine Grenzen gesetzt.

Bitte mitbringen: Computer/Laptop
Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 12 begrenzt.
Die Einschreibung erfolgt vom 11. – 19. Oktober am Stand des AKAFÖ im RUB- Mensafoyer
Der Kurs findet statt: Blockseminar 25. und 26. November, 10.00 Uhr – 18.00 Uhr s.t. Einmaliger Unkostenbeitrag: 38 Euro

 

Und Action!                                                                                      Schweflinghaus/ Chuchrak

Kommentar

Das Ziel des Workshops ist die Erstellung eines Kurzfilms oder Clips. Dazu übernehmen die Teilnehmer-/innen in Gruppen unterschiedliche Aufgaben von der Drehbucharbeit über die Requisite und Kameraführung bis zum Schauspiel.
In einer vorbereitenden Sitzung werden Thema des Films und die Arbeitsaufteilung festgelegt und anschließend ein Wochenendtermin für Dreh und Schnitt bestimmt.

Auf diese Weise erhalten die Teilnehmer/-innen einen vielfältigen Überblick über die verschiedenen Facetten filmischen Gestaltens.

Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 12 begrenzt.
Die Einschreibung erfolgt vom 11. – 19. Oktober am Stand des AKAFÖ im RUB- Mensafoyer.
Der Kurs findet statt: Einführungssitzung am 18.11.17, 11.00 Uhr – 17:00 Uhr s.t.

Termine für Dreh und Schnitt werden dann gemeinsam festgelegt Einmaliger Unkostenbeitrag: 15 Euro