Archiv für den Monat: März 2017

Vortrag im Bochumer Blue Square: “Die Sprache des Comics – Eine Einführung in die Welt der sequenziellen Kunst”

Der Comic hatte es lange Zeit schwer: Kritiker und Kritikerinnen verurteilten ihn als Schundliteratur und unterstellten ihm, die Jugend zu gefährden. Erst in den 1960er- und 70er-Jahren stieg die Akzeptanz für die Bildergeschichten.

Einer, der den Weg des Comics im deutschsprachigen Raum ebnete, war der 1917 geborene Verleger Rolf Kauka. Er schuf unter anderem Fix und Foxi und wurde als deutscher Walt Disney bezeichnet.

Die Veranstaltung gibt einen Einblick in die Welt der sequenziellen Kunst und in ihre wissenschaftliche Betrachtung. In einer Mischung aus Vortrag und Workshop werden verschiedene Comicformen wie Manga, Bande Dessinée und Graphic Novel thematisiert und ihre formal-ästhetischen Merkmale exemplarisch analysiert.

Referentin: Dr. Véronique Sina, Institut für Medienwissenschaft

Vortrag/Workshop im Rahmen der Veranstaltungsreihe
“Alle Jubeljahre – Erinnerung an bedeutende Persönlichkeiten”

Montag, 03. April 2017, 18:00 Uhr
Blue Square, Kortumstr. 90, 44787 Bochum

http://blue-square.rub.de/veranstaltungen/20170403-die-sprache-des-comics-eine-einfuehrung-die-welt-der

Infoversanstaltung Wissenschaftliches Schreiben!

Mittwoch, den 22.3., um 14 Uhr in GA 1/138 findet wieder eine Infoveranstaltung zu den Anforderungen des wissenschaftlichen Schreibens statt. In lockerer Atmosphäre wollen wir gemeinsam schauen, was es benötigt, um eine gute Seminar- oder Abschlussarbeit abzufassen. Wo gibt es häufig Probleme und wie können sie effizient gelöst werden? Was tun, wenn ich nicht weiterkomme bei der Themenfindung oder -eingrenzung, wenn ich einfach nicht schreiben kann oder mir die Struktur fehlt?

Neben einer ausführlichen Übersichtsdarstellung zum wissenschaftlichen Schreiben ist auch Zeit, um individuelle “Baustellen” des aktuellen eigenen Schreibens zu erörtern udn gemeinsam nach Arbeitswegen zu suchen oder um einfach vor der Abgabe der Arbeit das eigenen Theme in der Gruppe mal vorzustellen.

Eine Voranmeldung ist auch hier nicht nötig!

Interdisziplinäre Vortragsreihe: “Holocaust in Kunst, Kultur und Medien”

Die Verfolgung und systematische Ermordung von Millionen Menschen in der Zeit des Nationasozialismus ist nur schwer in Worte und Bilder zu fassen. Bis heute gibt es in den Medien und Künsten sehr unterschiedliche Formen, wie der Holocaust thematisiert wird.  Alle wollen die Menschen dazu anregen, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen und sie aufzuarbeiten.

Aus unterschiedlichen fachlichen Blickwinkeln nehmen die Referent_innen bei dieser Vortragsreihe sowohl historische als auch zeitgenössische Repräsentationen und Berichte des Holocaust in den Blick. Unter anderem stellen sie dar, unter welchen spezifischen Bedingungen sie jeweils entstanden und rezipiert wurden. Die Besucher_innen der Vortragsreihe sollen so angeregt werden, sich selbst eine Meinung über die Darstellungsmöglichkeiten und Grenzen des Holocaust in Kunst, Kultur und Medien zu bilden.

Die Veranstaltungsreihe ist eine Kooperation des Instituts für Medienwissenschaft (IfM) und des Kunstgeschichtlichen Instituts (KGI) der Ruhr-Universität Bochum.

Organisation: Dr. Véronique Sina (Institut für Medienwissenschaft, Ruhr-Universität Bochum) und Nina Heindl, M.A. (Kunstgeschichtliches Institut, Ruhr-Universität Bochum).

Ort: Blue Square, Kortumstr. 90, 44787 Bochum

Abstracts sowie weitere Informationen unter:
http://blue-square.rub.de/veranstaltungen/reihen/holocaust-kunst-kultur-und-medien

PROGRAMM:

9. Mai 2017 / 18h
Dr. Ilka Wonschik (Köln):
„Chava Pressburger – Ein von Krieg und Gewalt geprägtes Künstlerinnenleben“

13. Juni 2017 / 18h
Dr. Jörn Wendland (Köln):
„Comics im KZ? Narrative Bildserien von Häftlingen und Überlebenden der NS-Zwangslager“

11. Juli 2017 / 18h
Dr. Michaela Haibl (Dortmund):
„London 1938. Franz Baron zeichnet das Konzentrationslager Dachau“

8. August 2017 / 18h
Dr. Véronique Sina (Bochum):
„Dokumente des Unvorstellbaren. Fotografien des Sonderkommandos und ihre Reproduktion in Comic, Film und Fernsehen“

12. September 2017 / 18h
Nina Heindl, M.A. (Bochum/Köln):
„Erinnerungs- und Vergessenszeichen. Sinnzuschreibung in Holocaust-Denkmälern“

Neuerscheinung – »Paranoia. Lektüren und Ausschreitungen des Verdachts«

Hg. v. Timm Ebner, Rupert Gaderer, Lars Koch und Elena Meilicke

Paranoia wird im Allgemeinen nicht nur als klinisches Bild, sondern auch als auffällige Form der Weltwahrnehmung angesehen. Dieser Band umfasst Paranoia-Studien zur Medien- und Literaturgeschichte, ausgehend vom 19. Jahrhundert (Kleist) bis in die Gegenwart (Daten-Paranoia).

Er orientiert sich an Jacques Lacans Einsicht: »Es gibt keine Paranoia, es gibt nur Paranoiker«. Die Autorinnen und Autoren leisten keiner Pathologisierung der Paranoia Vorschub, sondern gelangen, ausgehend von konkreten Einzelfällen, zu einer genaueren Beschreibung der Verfahren paranoischer Welterschließung.

Beiträge von Jörn Ahrens, Friedrich Balke, Luisa Banki, Wolfram Bergande, Martin Doll, Timm Ebner, Rupert Gaderer, Christian Geulen, Thorsten Hahn, Anna Häusler und Johannes Windrich, Lars Koch, Sophie Ledebur, Elena Meilicke, Johannes Pause, Anna Tuschling, Burkhardt Wolf. Link zum Verlag 

Aktuelle Infoveranstaltung: Wissenschaftliches Schreiben

Aktuelle Infoveranstaltung: Wissenschaftliches Schreiben am Mittwoch den 22.3.2017. Gemeinsam schauen wir uns systematisch an, wie eine Seminararbeit aufgebaut und abgefasst wird; gehen den Ablauf für Abschlussprüfungen durch und blicken ganz allgemein auf die Anforderungen für das wissenschaftliche Schreiben im Studium und in den Abschlussprüfungen.

Start 14 Uhr (in GA 1/138). Es ist keine Voranmeldung nötig.

Neuerscheinung – »Denkweisen des Spiels«

Gibt es eine spezifische Medialität des Spiels, die es sinnvoll macht, das Verhältnis jeden Ereignisses zu seiner Umgebung als Spiel zu beschreiben? In welcher Weise können Technik, Spiel und Ästhetik neu gedacht werden? Vor dem Hintergrund der Aktualität, welche die Spieletheorien von Huizinga und Caillois in den Game Studies erlangten, unternimmt der Band eine medienphilosophische Befragung des Spielbegriffs. Er behandelt dabei das Spiel unter Bezugnahme auf Fragen der Neuen Materialismen und wirft zugleich einen neuen Blick auf das Spiel in der Psychoanalyse. “Denkweisen des Spiels. Medienphilosophische Annäherungen” mit Beiträgen von J. Bee, A. Beinsteiner, M. David-Ménard, A. Deuber-Mankowsky (Hg.), J. Degeling,R. Görling (Hg.), L. Handel, F. Raczkowski, K. Rothe, St. Trinkaus, S. Wiemer ist im Verlag Turia+Kant erschienen:
http://www.turia.at/titel/ci_spiel.php