Archiv für den Monat: März 2015

VSPL Intensivkurs für Studierende

VSPL im Studiengang Medienwissenschaft

Mittwoch, 22.04., 12 – 14 Uhr (c.t.), GABF 04/611 – Themen u.a.:

  • Nacherfassung von Leistungsnachweisen
  • Zuordnung von Modulen zu Modul-Typen
  • Übertrag der Noten zum Abschluss des Studiums

Alle Studierenden der Medienwissenschaft sind herzlich eingeladen.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die VSPL-Anmeldung für das Seminar “Wonder Women und Super Men – Konstruktionen von Geschlecht im Medium Comic” ist ab sofort möglich!

WONDER WOMEN & SUPER MEN –
KONSTRUKTIONEN VON GESCHLECHT IM MEDIUM COMIC

(LV-Nr. 051 733)

Veranstaltungstyp: Blockseminar
(Gegenstandsmodul: Print/Systematisches Modul: Gender)

Seminarleitung: Véronique Sina

Termin Einführungsveranstaltung:
Freitag, 08.05.2015 / 16-18h in Raum GABF 04/611

Blocktermine:
Freitag, 03.07.2015 / 10-18h in Raum GABF 04/611
Samstag, 04.07.2015 / 10-16h in Raum GA 1/153
Freitag, 10.07.2015 / 10-16h in Raum GA 1/153
Samstag, 11.07.2015 / 10-16h in Raum GA 1/153

Kommentar:
Als populäres ‚Medium für die Massen’ hat der Comic seit jeher mit dem Vorwurf der Trivialität und dem Status der Marginalität zu kämpfen. Darüber hinaus wird der Comic – nicht zuletzt aufgrund des bis heute dominierenden Superheld_innen-Genres – gerne als ein Medium abgetan, welches durch die Repräsentation stereotyper Geschlechterentwürfe gekennzeichnet ist. So gehört etwa das Bild des besonders hilflosen, passiven dafür aber umso attraktiveren weiblichen Opfers genauso zum Repertoire des Mediums wie die Repräsentation eines strahlenden, weißen, heterosexuellen, muskulösen Helden, dessen Hauptaufgabe darin besteht, die Welt und ihre Bewohner_innen vor unsäglichem Unheil zu bewahren. In diesem Sinne scheint sich der Comic also nicht unbedingt von anderen (massen)medialen Formen zu unterscheiden, die im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit eine Tendenz zur Verallgemeinerung und zum Klischee aufweisen. Im Rahmen des Seminars soll diese pessimistische Interpretation/Leseweise hinterfragt und das kritische Potenzial der Comicform untersucht werden: Dabei soll der Comic als ein hybrides Medium begriffen werden, welches aufgrund seiner (hyper)medialen Beschaffenheit das (subversive) Potenzial besitzt, geschlechtsspezifische Zuschreibungsprozesse nicht einfach nur zu (re)produzieren, sondern als solche sichtbar zu machen und kritisch zu reflektieren. Traditionelle Norm- und Wertvorstellungen können so – unter gewissen Bedingungen – untergraben und alternative Repräsentationen von ‚Geschlecht’ eröffnet werden.

Eine Textauswahl wird via Blackboard zur Verfügung gestellt.

Folgendes Seminar von Frau Sina wird zusätzlich angeboten

051 733
Wonder Women & Super Men – Konstruktionen von Geschlecht im Medium Comic

Gegenstandsmodul: Print
Systematisches Modul: Gender
Einführungsveranstaltung: Fr 08.05.2015,16-18, GABF 04/611
Fr 03.07.2015, 10-18, GABF 04/611
Sa 04.07.2015, 10-16, GA 1/153
Fr/Sa 10.07./11.07.2015,10-16, GA 1/153

Kommentar

Als populäres ‚Medium für die Massen’ hat der Comic seit jeher mit dem Vorwurf der Trivialität und dem Status der Marginalität zu kämpfen. Darüber hinaus wird der Comic – nicht zuletzt aufgrund des bis heute dominierenden Superheld_innen-Genres – gerne als ein Medium abgetan, welches durch die Repräsentation stereotyper Geschlechterentwürfe gekennzeichnet ist. So gehört etwa das Bild des besonders hilflosen, passiven dafür aber umso attraktiveren weiblichen Opfers genauso zum Repertoire des Mediums wie die Repräsentation eines strahlenden, weißen, heterosexuellen, muskulösen Helden, dessen Hauptaufgabe darin besteht, die Welt und ihre Bewohner_innen vor unsäglichem Unheil zu bewahren. In diesem Sinne scheint sich der Comic also nicht unbedingt von anderen (massen)medialen Formen zu unterscheiden, die im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit eine Tendenz zur Verallgemeinerung und zum Klischee aufweisen. Im Rahmen des Seminars soll diese pessimistische Interpretation/Leseweise hinterfragt und das kritische Potenzial der Comicform untersucht werden: Dabei soll der Comic als ein hybrides Medium begriffen werden, welches aufgrund seiner (hyper)medialen Beschaffenheit das (subversive) Potenzial besitzt, geschlechtsspezifische Zuschreibungsprozesse nicht einfach nur zu (re)produzieren, sondern als solche sichtbar zu machen und kritisch zu reflektieren. Traditionelle Norm- und Wertvorstellungen können so – unter gewissen Bedingungen – untergraben und alternative Repräsentationen von ‚Geschlecht’ eröffnet werden.

 

Eine Textauswahl wird via Blackboard zur Verfügung gestellt.

Folgendes Seminar der Komparatistik ist offen für Studierende der Medienwissenschaft

051 325          Literaturtheorie und Textanalyse (A3, V4)                  Heimgartner                          

2st., Mi 8.30-10., GABF 04/411
Gegenstandsmodul: Print
Systematisches Modul: Gender

Kommentar

Dieses Seminar will die Schwellenangst vor der Literaturtheorie abbauen helfen. Literaturtheorien werden hier nicht als solche diskutiert, sondern einerseits daraufhin überprüft, ob sie in methodische Zugänge zu Texten überführt werden können. Dabei soll andererseits die Auseinandersetzung mit den oft auch in sich faszinierenden theoretischen Überlegungen jedoch nicht ausgeschlossen werden; vielmehr wollen wir sie nutzen, um auch unser Forschen auf seine Grundlagen hin kritisch zu betrachten und zu befragen.

Anhand einer Auswahl der wichtigsten Literaturtheorien des 20. Jahrhunderts und beispielhafter Modellanalysen von kürzeren literarischen Texten soll es also möglich werden, sowohl das eigene Tun vor dem Hintergrund der disziplinären Diskussion zu reflektieren als auch Modelle zu finden, wie man sich literarischen Texten nähern und sie produktiv wissenschaftlich erschließen kann.
Das Seminar ist konzipiert, um die Abfassung einer Hausarbeit im Modul A3 zu ermöglichen. Textgrundlage:
Elke Richter/Karen Struve/Natascha Ueckmann (Hg.): Balzacs ›Sarrasine‹ und die Literaturtheorie. Zwölf Modellanalysen, Stuttgart 2011.
Ergänzend: David E. Wellbery (Hg.): Positionen der Literaturwissenschaft. Acht Modellanalysen am Beispiel von Kleists ›Das Erdbeben in Chili‹. München 1985.