Archiv für den Monat: November 2014

Vortrag: „Subversion und Sentiment: Von den Unwägbarkeiten der KZ-Komödie“ (UB, 04.12.14/18h)

Prof. Dr. Susanne Rohr (Hamburg) wird am Donnerstag, den 04.12.2014 um 18h (c.t.) einen Vortrag halten zum Thema:
„Subversion und Sentiment: Von den Unwägbarkeiten der KZ-Komödie“.

Abstract:

Dieser Vortrag wird das Format der KZ-Komödie im Film einer genaueren Betrachtung unterziehen und auf seine spezifische Kraft der Repräsentation hin befragen. Filme dieser Art brechen das Tabu, das Thema des Genozid und die Form der Komödie zusammenzubringen und damit in der Betrachtung historischen Gräuels offen die ästhetische Dimension zu verhandeln. KZ-Komödien legen den Zusammenhang von Ethik und Ästhetik offen, aber nicht, um die Undarstellbarkeit des Ereignisses einmal mehr zu untermauern, sondern um die Rhetorik der Undarstellbarkeit in den Blick zu nehmen, die sich in den vergangenen Jahrzehnten etabliert hat. Eine Analyse der darstellerischen Strategien von Radu Mihaileanus Filmkomödie TRAIN DE VIE (ZUG DES LEBENS, 1998) wird zeigen, wie dieser Film sich den in der Populärkultur etablierten Darstellungskonventionen der Holocaust-Repräsentation als dem Ziel seines humoristischen Angriffs zuwendet und durch die Techniken der Transgression und des Tabubruchs beim Zuschauer im Akt des Lachens gleichzeitig Trauer und Schock auslöst, Reaktionen, die dezidiert im Kontrast zum komödiantischen Vergnügen stehen und damit trotz allem das historische Ereignis auf ebenso subtile wie machtvoll-körperliche Art und Weise evozieren.

Der Vortrag von Susanne Rohr findet im Rahmen der interdisziplinären Vortragsreihe “Repräsentationen des Holocaust” und begleitend zur Ausstellung “Holocaust im Comic” (Universitätsbibliothek Bochum, 23.10.2014 bis 31.01.2015) statt.

Veranstaltungsort ist der Vortragsraum der Universitätsbibliothek Bochum (Ebene 1/Raum 09).

Weitere Informationen rund um das Ausstellungsprojekt “Holocaust im Comic” sowie die interdisziplinäre Vortragsreihe sind online verfügbar unter:

http://www.holocaustimcomic-bochum.de
https://www.facebook.com/hicbochum/timeline

Kontakt:

Nina Heindl, M.A.
Kunstgeschichtliches Institut, Ruhr-Universität Bochum
E-Mail: nina.heindl@rub.de

Véronique Sina, M.A.
Institut für Medienwissenschaft, Ruhr-Universität Bochum
E-Mail: veronique.sina@rub.de
Web: www.veronique-sina.de

Tagung Conatus und Lebensnot. Berlin, 15.-17. Januar 2015

Plakat Conatus und LebensnotEine internationale Tagung des Instituts für Medienwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum, der Mercator-Forschergruppe „Räume anthropologischen Wissens“ und des Berlin Institute for Cultural Inquiry (ICI). 
Mit Conatus und Lebensnot sind das Streben nach dem Beharren im Sein auf der einen und die Bedürftigkeit des Lebens auf der anderen Seite angesprochen, Bedingungen des Lebens also, die in der aktuellen Konjunktur der Lebenswissenschaften zunehmend an Bedeutung gewinnen. So werden Menschen zum Gegenstand des Wissens sowie zum Produkt von Techniken, die diesen als empfindendes und affektives Wesen konturieren und positionieren. Die von Astrid Deuber-Mankowsky  und  Anna Tuschling organisierte Tagung im ICI in Berlin zielt auf den verstärkten interdisziplinären Austausch und die vertiefte medienanthropologische Diskussion über das Verhältnis von Leben und Medien.

Hier findet sich eine Kurzmitteilung

Dies ist das Format der Kurzmitteilung.  Dies ist ein Typoblindtext. An ihm kann man sehen, ob alle Buchstaben da sind und wie sie aussehen. Manchmal benutzt man Worte wie “Hamburgefonts”.  Oder man formuliert sinnlose Sätze wie: “The quick brown fox jumps over the lazy dog”.

This an English-language pangram—a phrase that contains all of the letters of the alphabet. It is commonly used for touch-typing practice. It is also used to test typewriters and computer keyboards, show fonts, and other applications involving all of the letters in the English alphabet. Owing to its brevity and coherence, it has become widely known.

Vortrag: „Authentizitätsversprechen? Mimesis als unmoralisches Angebot“ (UB, 20.11.2014/18h)

Dr. des Annika Wienert (Berlin) wird am Donnerstag, den 20.11.2014 um 18h (c.t.) einen Vortrag halten zum Thema:
„Authentizitätsversprechen? Mimesis als unmoralisches Angebot“.

Abstract:

“Der Tod in den Gaskammern der nationalsozialistischen Vernichtungslager verweist auf radikale Art und Weise auf den Bruch zwischen dem Hier und Jetzt und dem Dort und Damals. Kunstwerke können das Potential bergen, darauf hinzuweisen, dass die Anerkennung der ontologischen Grenze, nämlich dass wir über den Tod der anderen nichts wissen können, nicht bedeutet, dass über ihren Tod nicht gesprochen werden könne. Rezente künstlerische Interventionen belegen, dass die Bildproduktion in Bezug auf den Holocaust und die Gaskammern im Speziellen nicht abgeschlossen ist, sondern ein andauernder Prozess, in dem weiterhin neue Bilder entstehen und verhandelt werden. Der Vortrag stellt die Arbeit 245 m3 von Santiago Sierra (2006) und Artur Żmijewski Berek (Game of Tag) (1999) vor sowie die Diskussionen, die diese Arbeiten in Deutschland hervorgerufen haben. Es werden Deutungsmöglichkeiten jenseits der empörten Skandalisierung aufgezeigt und die Debatten selbst kritisch kommentiert und in den hegemonialen bundesdeutschen Gedenkdiskurs eingeordnet werden.”

Der Vortrag von Annika Wienert findet im Rahmen der interdisziplinären Vortragsreihe “Repräsentationen des Holocaust” und begleitend zur Ausstellung “Holocaust im Comic” (Universitätsbibliothek Bochum, 23.10.2014 bis 31.01.2015) statt.

Veranstaltungsort ist der Vortragsraum der Universitätsbibliothek Bochum (Ebene 1/Raum 09).

Weitere Informationen rund um das Ausstellungsprojekt “Holocaust im Comic” (inkl. Anfahrt etc.) sowie die interdisziplinäre Vortragsreihe sind online verfügbar unter:

http://www.holocaustimcomic-bochum.de
https://www.facebook.com/hicbochum/timeline

Kontakt:

Nina Heindl, M.A.
Kunstgeschichtliches Institut, Ruhr-Universität Bochum
E-Mail: nina.heindl@rub.de

Véronique Sina, M.A.
Institut für Medienwissenschaft, Ruhr-Universität Bochum
E-Mail: veronique.sina@rub.de
Web: www.veronique-sina.de

onlinejournal kultur&geschlecht #13

Die aktuelle Ausgabe des onlinejournal kultur&geschlecht #13 ist erschienen
http://www.ruhr-uni-bochum.de/genderstudies/kulturundgeschlecht/index.html

Inhalt:

  • Mary Shnayien: Der rosafarbene Elefant im Raum. Überlegungen zur fehlenden Wut über die NSA-Affäre
    Keywords: Netzpolitik, Bilderpolitik, Kontrollgesellschaft
  • Jennifer Eickelmann: Mediatisierte Missachtung und die Verhandlung von Gender bei Empörungswellen im Netz. Der Fall Anita Sarkeesian
    Keywords: Shitstorm, Verletzungsmacht, Popkultur
  • Maxi Braun: „The goddamn Hope Diamond of the transsexuals“. (Trans-)Sexualität in der US-amerikanischen Neoserie Nip/Tuck
    Keywords: Identität, Postmoderne Subjekte, Körper, Serien
  • Anja Michaelsen, Karin Michalski, Todd Sekuler: AIDS-Proteste, Videokunst und queere Politiken
    Keywords: Bilderpolitik, Filmästhetik, AIDS, Aktivismus, Public Feelings

Videos:

  • Familienfreundlich oder familiengerecht?
    von Amanda Witkowski, Carina Sienert, Laura Raimondi und Eva Westermann
  • InFashion
    von Philipp Hanke und Katharina Gregor

Das onlinejournal kultur & geschlecht ist ein transdisziplinäres Forum für Nachwuchs-wissenschaftler/innen der Ruhr-Universität Bochum, die zu Geschlechterfragen und ihren Kontexten forschen. Es wird am Lehrstuhl für Medienöffentlichkeit und Medienakteure mit besonderer Berücksichtigung von Gender des Instituts für Medienwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum von Astrid Deuber-Mankowsky und Anja Michaelsen herausgegeben, gefördert von der Fakultät für Philologie und dem Rektorat der RUB.

Neuerscheinung: “Kultur – Ein Machinarium des Wissens”

Benjamin Bühler, Stefan Rieger
Kultur – Ein Machinarium des Wissens

Verlagsinfo: “Wie unterhaltsam und aufschlussreich es sein kann, sich Menschenbildern sowie wissenschaftsgeschichtlichen Konstellationen über den Umweg von Wissensfiguren aus Tier- und Pflanzenwelt zu nähern, haben Benjamin Bühler und Stefan Rieger in Vom Übertier (es 2459) und Das Wuchern der Pflanzen (es 2547) bewiesen. Sie zeichneten nach, wie unschuldige kleine Erbsen ins Kreuzfeuer von Darwinisten, Katholiken und stalinistischen Forschungspolitikern geraten konnten und wie es der virtuellen Mickey Mouse gelang, sich Mitte des 20. Jahrhunderts unter die Tiere aus Fleisch und Blut zu mischen.”

http://www.suhrkamp.de/buecher/kultur-benjamin_buehler_12650.html

Neuerscheinung: “Bunte Steine – Ein Lapidarium des Wissens”

Benjamin Bühler, Stefan Rieger
Bunte Steine – Ein Lapidarium des Wissens

Verlagsinfo: “Wie unterhaltsam und aufschlussreich es sein kann, sich Menschenbildern sowie wissenschaftsgeschichtlichen Konstellationen über den Umweg von Wissensfiguren aus der Tier- und Pflanzenwelt zu nähern, haben Benjamin Bühler und Stefan Rieger in Vom Übertier (es 2459) und Das Wuchern der Pflanzen (es 2547) bewiesen. Sie zeichneten nach, wie unschuldige kleine Erbsen ins Kreuzfeuer von Darwinisten, Katholiken und stalinistischen Forschungspolitikern geraten konnten und wie es der virtuellen Mickey Mouse gelang, sich Mitte des 20. Jahrhunderts unter die Tiere aus Fleisch und Blut zu mischen.”

Achtung: Änderung Sprechstundenzeit Mentorenprogramm am 12.11.2014

Am Mittwoch, den 12. November 2014 findet die Sprechstunde des Mentorenprogramms ausnahmsweise von 14-16h statt.

Bei der Sprechstunde des Mentorenprogramms handelt es sich um eine offene Sprechstunde. Eine vorherige Anmeldung ist daher nicht erforderlich.

Kontakt:

Véronique Sina, M.A.
GA 1/36
0234 / 32- 24545
veronique.sina@rub.de

Weitere Informationen unter:
http://www.ruhr-uni-bochum.de/ifm/studium/mentoring.html