Archiv für den Monat: August 2013

IfMlog umgezogen

Liebe Ifmlognutzer,
Wegen technischer Probleme ist  ifmlog  (evtl. nur übergangsweise) hier auf wordpress.com erreichbar unter:
https://ifmrub.wordpress.com/
Dies ist ein Testbetrieb. Die bisherigen Nutzernamen sind hier nicht angelegt. Für dringende Veröffentlichungen bitte ich um Nachricht per email an
alexander.niehaus [ AT ] rub.de
Falls Sie selbst posten möchten, bitte ich ebenfalls um Nachricht per mail; ich schicke Ihnen dann über das System eine wordpress.com Einladung, mit der Sie sich anmelden können.

Simondon and the Digital

Am 21./22. Nov. 2013 findet am Centre for Digital Cultures (CDC) der Universität Lüneburg in Kooperation mit dem Bochumer Kolloquium Medienwissenschaft (bkm) der Internationale Workshop “Simondon and the Digital” statt. Organisation: Yuk Hui (Univ. Lüneburg), Erich Hörl (Ruhr-Universität Bochum), Jeremy Gilbert (New Formations, Univ. of East London).
Vortragende: Jean-Hughes Barthélémy, Anna Sauvagnargues, Michael Cuntz, Yuk Hui, Ludovic Duhem, Andy Goffey, Luciana Parisi, Christoph Brunner, Jeremy Gilbert.
Nähere Informationen finden Sie hier:

http://www.leuphana.de/zentren/cdc/aktuell/termine/ansicht/datum/2013/11/21/workshop-simondon-and-digital-culture.html

Folgendes Seminar wird zusätzlich angeboten:

051 735 Die Genese des wissenschaftlichen Bildes Schröder
2st., Fr 10-12, GABF 04/611
Gegenstandsmodul: Digitale Medien
Systematisches Modul: Mediengeschichte

Kommentar
Für den rechnenden, den empirischen Mensch, der aus Daten Gestalt rekonstruiert, wird das Bild zu einer Anschauung der Welt und die Welt zu einem im Bilde-Sein. Für diesen gesonderten Bereich der Welterfahrung wird vor allem das errechnete, das technische Bild zur evidenten Aussage über die Welt. Evidenz vollzieht sich nun in einem medial vermittelten Modus der Objektivierung. Das bedeutet auch, dass sich die Anschauung der Welt seit der Neuzeit nicht allein in einer Gegenüberstellung von Welt als Objekt und der eigenen Erfahrung einstellt. Zur Anschauung aus Subjekt zu Objekt tritt nun das Medium hinzu.
Dass dieses Beziehungsdreieck aus technischem Bild, Welt und Welterfahrung dabei unterschiedliche Modi der Evidenz hervorbringt, zeigt sich schon bei der Betrachtung zweier technischer Bildtypen, wie es sowohl die Bilder der Mikroskopie als auch die der Bildgebenden Verfahren der medizinischen Diagnostik sind.
Somit soll im Rahmen des Seminars die Frage nach dem Bildbegriff in Aushandlung mit dem jeweiligen Modus der Evidenz und den spezifischen, technischen sowie historischen Bedingungen geklärt werden. Dazu wird dem Medium des technischen Bildes ein prozessualer Bild- und Medienbegriff unterstellt, der über die beiden Bildbereiche (Mikros-kop / Bildgebenden Verfahren) hinaus auch auf andere technische Bildtypen, wie Fotografie und Film, angewandt werden soll.

Begleitende Literatur wird über Blackboard zur Verfügung gestellt.
Als einführende Lektüre wird Horst Bredekamp / Birgit Schneider u.a. (Hrsg.): Das Technische Bild. Kompendium zu einer Stilgeschichte des wissenschaftlichen Bildes. Oldenburg. 2008. (hier besonders: Editorial, Bilddiskurse und Bildbeschreibungen) empfohlen.

Der Titel des Gender Seminars steht nun fest

051 728 Queer Film Theory anhand von klassischen Hollywood-Filmen Stewen
2st., 14-tägig, Fr 14-18, GABF 04/611
Termine: 25.10., 15.11., 29.11., 13.12., 10.01., 24.01. und 07.02.
Gegenstandsmodul: Film/Kino
Systematisches Modul: Gender

Kommentar
Über Fragen einer filmischen Repräsentation von Homo-, Bi- oder Transsexualität und Strategien des Queer Readings hinaus möchte das Seminar dem übergreifenden theoretischen Potenzial nachspüren, das sich im Hinblick auf kulturwissenschaftlich-philosophische und medienwissenschaftliche Theorien aus diesen Identitäten und kulturellen Praktiken ergibt. Konkret sollen anhand von Hollywood-Klassikern queere Konzepte von Identität, Performativität und Temporalität entwickelt und überprüft werden – Formen ihrer formal-ästhetischen Inszenierung und anknüpfend daran ihre Relevanz für die Re-Formulierung klassischer Filmtheorien. (1) Wenn sich Identität nicht mehr in einer Abgrenzung zum begehrten Anderen definiert, sondern dieses immer schon Bestandteil des Selbst ist – wie lassen sich dann die Suche nach Identität und das Konzept eines kinematographischen Begehrens etwa anhand von Filmen wie REBECCA und DAS BILDNIS DES DORIAN GRAY neu denken? (2) Wenn scheinbar natürliche Gegebenheiten (Geschlecht und heteronormative Verhältnisse) als kulturelle Zuschreibungen erscheinen und mediale Repräsentation durch die Logik performativer Aufführung ersetzt wird – wie lassen sich dann anhand von Filmen wie THE WIZARD OF OZ und PILLOW TALK sexuelle Identitäten und eine Identität des filmischen (Ab-)Bildes noch definieren? (3) Wenn Zeit durch die Infragestellung einer (re-)produktiven Sexualität nicht mehr zukunftsgebunden und zielorientiert ist – welche temporalen Sinnzuschreibungen und filmischen Narrationsmuster lassen sich dann etwa in Filmen wie GONE WITH THE WIND und CLEOPATRA ausmachen?

Das Seminar besteht in gleichen Teilen aus intensiven Lektüren von zentralen Texten u.a. von Judith Butler, Lee Edelman und Judith Halberstam sowie aus detaillierten Filmanalysen, die sich in bewusst assoziativen Formen im gemeinsamen Seminargespräch entfalten sollen. Das Seminar findet 14-tägig freitags zwischen 14 und 18 Uhr statt.

Ausschreibung: Tutor_In für die BA-Phase (SHK)

AUSSCHREIBUNG: TUTOR/IN FÜR DIE BA-PHASE (SHK)
BEWERBUNGSFRIST: 15.08.2013

Das Institut für Medienwissenschaft besetzt zum 1. Oktober 2013 zwei Hilfskraftstellen (SHK) zur Durchführung von Einführungstutorien für die B.A.-Phase. Die Stelle umfasst 6 Wochenstunden und ist bis zum 28. Februar 2014 befristet. Die formale Voraussetzung für die Bewerbung ist der Abschluss der Propädeutischen Phase sowie des dritten Fachsemesters im Studium der Medienwissenschaft.

Aufgabenbeschreibung:

Die Einführungstutorien richten sich an die Studierende im ersten Semester. Ziel dieser Tutorien ist es, allen Studienanfänger_innen Hilfestellung beim Start ins Studium zu bieten und Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens zu vermitteln, die für das Studium der Medienwissenschaft grundlegend sind.

Bewerbungsfrist und -unterlagen:
Bitte senden Sie die üblichen schriftlichen Bewerbungsunterlagen per eMail bis zum 15.08.2013 an Dr. Bianca Westermann (bianca.westermann@rub.de). Die Auswahlgespräche werden am 20.08. vormittags stattfinden. Über den Ausgang des Bewerbungsverfahrens werden alle BewerberInnen kurzfristig danach informiert.