Archiv für den Monat: Juni 2013

Konferenz “Räume und Medien des Regierens” 04.-05.07.2013

Veranstaltungsort: RUB, Mensa-Gebäude, Ebene 04/Raum 82
Universitätsstr. 150
44801 Bochum
Eine Kooperation der Professur für Medienwissenschaft unter besonderer Berücksichtigung der Geschichte, Theorie und Ästhetik bilddokumentarischer Formen, Ruhr-Universität Bochum, Prof. Dr. Friedrich Balke, und der Professur für Ästhetische Theorie, Merz Akademie Stuttgart, Prof. Dr. Maria Muhle.

Marshall McLuhan hat bereits in den 1960er Jahren die Erforschung des Zusammenhangs von Medium und Milieu bzw. „UMWELT“ als Auftrag an die Medienwissenschaften formuliert. Die Konferenz knüpft an diesen Auftrag an und entfaltet die Frage der medialen Regierbarmachung in ihren topologischen, machtökonomischen und logistischen sowie ästhetischen und szenographischen Dimensionen.
Die Konferenz führt Beiträge zusammen, die erstens der Frage nach der Restrukturierung von Räumen und der Konstitution neuer Umwelten und Habitate durch die Einführung bestimmter Objekte und Medien nachgehen; zweitens die umweltexplorierenden Dimensionen bestimmter, insbesondere dokumentarischer Medien bzw. medialer Strategien mit ihren registrierenden und enthüllenden Funktionen thematisieren und drittens die Produktion von anti-funktionalen Umwelten (z.B. environments, Situationen) als Display oder Dispositiv in den Blick nehmen.

Detaillierte Informationen zum Konzept und zum Programm der Konferenz finden Sie auf der Homepage der Konferenz: www.rub.de/medienraeume

Öffnungszeiten des Bibliothekszimmers

Das Bibliothekszimmer bleibt am 19. & 20.6., sowie in der Woche vom 1. bis zum 7. Juli geschlossen.

Bei dringenden Fragen wenden Sie sich bitte an die Bibliotheksaufsichten oder an Joachim Brommauer in GB 4/33 oder unter joachim.brommauer@rub.de

Transformationen in der Gaming-Industrie: Martin Lorber von EA bei der Abschlussveranstaltung von Thanks for Playing Srsly.

Das Jahr 2013 wird ein spannendes für Gamesindustrie und Gamer gleichermaßen: Auf der E3 haben Microsoft und Sony Details zu ihren neuen Konsolen bekannt gegeben und für Begeisterung wie Empörung gesorgt. Während Industrievertreter die Next-Gen-Geräte als einen wichtigen Schritt in die Zukunft des Gaming beschrieben, äußerten Spieler ihren Unmut über unklare Einsatzmöglichkeiten von DRM, rigorose und komplizierte Gebrauchtspiel-Politiken oder die Notwendigkeit der Xbox One, regelmäßig Verbindung mit den Microsoft-Servern aufnehmen zu müssen. Dennoch spielen immer mehr Menschen auf mobilen Endgeräten, erwerben Games in Appstores ausschließlich digital und unterwerfen sich Geschäftsbedingungen, die sie den Praktiken und sogar politischen Ansichten der Plattformbetreiber ausliefern.
Was also bedeutet die zunehmende Digitalisierung für die Gamesindustrie? Dieser Frage widmet sich Martin Lorber, PR-Director und Jugendschutzbeauftragter bei Electronic Arts. In seinem Vortrag an der Ruhr-Universität Bochum zeigt er auf, welche Auswirkungen die Digitalisierung auf die Bereiche Infrastruktur, Vertrieb, Produkt und Nutzung hat. Denn die Digitalisierung zwinge die Gamesindustrie mit einem Umbau der gesamten Branchenarchitektur „in die größte Transformation ihrer Geschichte“, so Lorber.
„Dass wir mit Martin Lorber einen prominenten Vertreter für einen Vortrag zu diesem spannenden Thema gewinnen konnten, freut uns sehr. Schließlich ist EA nicht nur irgendein Spiele-Publisher“, so Sabine Schollas von der Initiative Game Studies (IGS), die die Vortragsreihe organisiert. „Dieser Vortrag wird unsere Reihe perfekt abrunden“, ergänzt Felix Raczkowski. „Denn nach den Themen der Gesundheitsspiele, der Gewaltspiele und der Medienökonomie der Games gibt er neue Impulse und vermittelt aus erster Hand, in welche Richtung sich die Games- Branche entwickeln kann.“
Alle Interessierten sind herzlich zum Vortrag eingeladen und haben im Anschluss die Möglichkeit, das Thema in einer offenen Diskussionsrunde zu vertiefen.
27.06.2013 Martin Lorber (Electronic Arts Inc., Köln) Vortrag: „Transformationen in der Gaming-Industrie“

Der Vortrag beginnt um 18.00 Uhr und findet statt an der Ruhr-Universität Bochum,
Raum GABF 04/611.
Weitere Informationen finden Sie unter:
www.rub.de/igs
www.facebook.com/initiativegamestudies

[Gefühle zeigen] Workshop Öffentliche Affekträume, 20. Juni 2013

[Gefühle zeigen] Materialität, Transkulturalität und Öffentlichkeit im Experimentalfilm. Eine Veranstaltungsreihe mit Masayo Kajimura (Berlin)

Workshop “Öffentliche Affekträume”, Donnerstag, 20. Juni 2013, 10-14 Uhr, Rotunde Bochum/Innenstadt Bochum

Welche Affekte bestimmen den öffentlichen Raum Bochums? In einem zusätzlichen Workshop versuchen sich die Teilnehmer/innen selbst an der Erkundung von Gefühlsräumen. Masayo Kajimura veranschaulicht zunächst anhand eigener und anderer Arbeiten Aspekte des kreativen Prozesses und des filmischen Arbeitens. Anschließend gehen die Teilnehmer/innen mit der Videokamera in die Bochumer Innenstadt und experimentieren mit dokumentarischen Formen zur Vermittlung sinnlicher Erfahrungen.

Bitte wenden Sie sich zur Anmeldung an: anja.michaelsen@rub.de

Lassen sich Gefühle dokumentieren? Ermöglicht die Dokumentation von Gefühlen die Analyse politischer und kultureller Zustände? Die Berliner Videokünstlerin und Kuratorin Masayo Kajimura stellt das Verhältnis von Dokumentarischem und sinnlicher Erfahrbarkeit zur Diskussion: Sie präsentiert aus dem umfangreichen Filmzyklus Human Frames des Pariser Experimentalfilmlabels lowave eine Auswahl von aktuellen experimentell-dokumentarischen Kurzfilmen asiatischer und europäischer Künstler/innen sowie eigene Videoarbeiten.

Konzept und Organisation: Anja Michaelsen (IfM), Masayo Kajimura. Eine Kooperation mit C60/Collaboratorium für kulturelle Praxis und lowave.

weitere Termine:
26. Juni 2013, 19 Uhr: Präsentation der Workshopergebnisse, Rotunde Bochum

[Gefühle zeigen] Transkulturalität, Mittwoch 19. Juni, Filmscreening & Gespräch

[Gefühle zeigen] Materialität, Transkulturalität und Öffentlichkeit im Experimentalfilm. Eine Veranstaltungsreihe mit Masayo Kajimura (Berlin)

“Transkulturalität”, Mittwoch, 19. Juni 2013, 19 Uhr, Filmscreening & Gespräch, Rotunde Bochum

Am zweiten Abend der Veranstaltungsreihe betrachtet Masayo Kajimura ausgesuchte Filmbeispiele im Kontext der diasporischen Situation und der Frage kultureller Übersetzbarkeit. Imaginationen nationaler und kultureller Räume werden ins Verhältnis zu den ästhetischen Mitteln der Filme gesetzt. Wie werden Gefühle in filmischen Räumen reflektiert/projiziert? Dabei stehen neben der Frage kulturell spezifischer Ästhetiken Formen trans- und innerkultureller Übersetzung und der dabei entstehenden Zwischenräume zur Diskussion.

Filmprogramm:

A tale of heaven (Phuttiphong Aroonpheng, Thailand 2011)

Household Gods (Vaughan Pilikian, Großbritannien 2008)

One Future (Chi Mui Tan, Malaysia 2009)

Oh torment (Wa waila) (Monira Al Qadiri, Kuwait 2008)

Xiao Fu (Sookoon Ang, Singapur 2009)

Three Notes (Jeanno Gaussi, Deutschland/Afghanistan 2007)

Envelope: Affectionately (Masayo Kajimura, Deutschland 2002)

Lassen sich Gefühle dokumentieren? Ermöglicht die Dokumentation von Gefühlen die Analyse politischer und kultureller Zustände? Die Berliner Videokünstlerin und Kuratorin Masayo Kajimura stellt das Verhältnis von Dokumentarischem und sinnlicher Erfahrbarkeit zur Diskussion: Sie präsentiert aus dem umfangreichen Filmzyklus Human Frames des Pariser Experimentalfilmlabels lowave eine Auswahl von aktuellen experimentell-dokumentarischen Kurzfilmen asiatischer und europäischer Künstler/innen sowie eigene Videoarbeiten.

weitere Termine:
20. Juni, 10-14 Uhr, “Öffentliche Affekträume”, Workshop
26. Juni, 19 Uhr, Vorstellung der Workshopergebnisse

Konzept und Organisation: Anja Michaelsen (IfM), Masayo Kajimura. Eine Kooperation mit C60/Collaboratorium für kulturelle Praxis und lowave.

Donnerstag, 13. Juni 2013, 18 Uhr, Ruhr-Universität Bochum, GABF 04/611 PROF. DR. JÖRG MÜLLER-LIETZKOW, Universität Paderborn

Game Studies und Medienökonomie – Harte Märkte und straffe Organisationen
Über 25 Mio. Menschen in Deutschland spielen regelmäßig. Games sind längst mehr als ein Kulturgut oder eine Nerdbeschäftigung. Games sind in ihrer Bedeutung weit über die Stufe eines reinen Unterhaltungsmediums hinausgewachsen. Neben dieser Funktion sind es Serious Games, die besonders die Bildungs- und Forschungdiskussionen befeuern und Gamification elektrisiert ganze Armeen von Marketingexperten. In einer solchen Ökölogie gibt es selbstverständlich immer zwei Seiten. Doch, anders als über Spieler und das Medium, weiß man eigentlich bis heute recht wenig über die Industrie. Natürlich merkt man an der Kasse, ob man einen Preis bezahlt oder doch im Netz “Free” spielt, doch wie diese Medienprodukte tatsächlich produziert werden, welche Kosten entstehen, wie die Verwertung funktioniert, dies ist weit weniger bekannt. In dem Vortrag soll Licht ins Dunkel gebracht werden. Es geht um die Ökonomie der Games und der Märkte. Dabei wird ein besonderer Schwerpunkt auf die aktuellen Entwicklungen, hin bis zur Modeerscheinung Gamification gelegt. Am Ende sollten alle Zuhörer ein wenig mehr verstehen und einordnen können, welche Medienleistung sie konsumieren und vor allem – gerade aus studentischer Perspektive – ein Gefühl dafür haben, warum die Gamesindustrie eine der spannensten Arbeitswelten unserer Zeit ist. Außerdem wird auch Freiraum für eine umfänglichere Diskussion eingeräumt.

12.6.2013 | Filmvorführung | Orfeu Negro (Marcel Camus, 1959, OmU)

Im Rahmen des Seminars “Was ist Brasilien?” zeigen wir in Kooperation mit dem Studienkreis Film

Orfeu Negro (Marcel Camus, 1959, OmU)
12.6.2013 | 19:30h | HZO 20

Die Adaption des Orpheus und Eurydike-Mythos in die Gegenwart des Karnevals in Rio de Janeiro wurde u.a. 1959 mit der Goldenen Palme beim Filmfestival in Cannes, sowie 1960 mit dem Oscar als Bester ausländischer Film ausgezeichnet. Zudem trug der Film dazu bei, dass der Bossa Nova weltweit bekannt wurde.

Trailer

Vamos lá!

Abraços,

Oliver Fahle
Martin Schlesinger