Archiv für den Monat: März 2013

Folgendes Seminar von Frau Tuschling, Frau Brandt und Herrn Pethes wird zusätzlich angeboten

051 780 Vorlesungsreihe „Neue Materialitäten – Aktuelle
Paradigmen der Kulturforschung“
2st., Mi 16-18, FNO 02/11
Vertiefendes Modul
17.04. Edna Suarez Diaz (Mexico City)
08.05. Soraya de Chadarevian (Los Angeles)
15.05. Thomas Weitin (Konstanz)
29.05. Fabian Krämer (München): Warum es im London des
18. Jahrhunderts keinen Zentauren geben konnte: Vulgarität
als kognitive Kategorie der Aufklärung.
05.06. Fabian Steinhauer (Weimar): Nach dem Gesetz
19.06. Friedrich Balke (Bochum): „Die Natur wird ad acta genommen“.
Fictio iuris und die Wahrheit der Literatur
10.07. Nikolaus Wegmann (Princeton)

Kommentar
Die Fragen nach den stofflichen Grundlagen der Wissenschaft und Kultur haben nun schon einige Zeit Konjunktur. Dabei stehen so unterschiedliche Dinge wie die allgemeinen Eigenschaften von Halbleitersilicium oder die DNA als derzeitige und zukünftige Speichermedien ebenso zur kulturwissenschaftlichen Diskussion wie historisches Laborgerät, Objekte der aktuellen Biowissenschaften oder literarische Notizbücher. Gemeinsam ist den vorgestellten Ansätzen nicht nur, dass sie die wissensgenerierenden und rahmenden Bedingungen anerkennen, die Materialitäten seit je her verkörpern, sondern dass sie diese Einsichten nun zu erweitern und zu vertiefen versuchen. Dies geschieht über die historische und kontextuelle Einbettung der untersuchten Stoffe und Dinge: Auf welche Netzstrukturen verweisen die singulären Materialitäten und inwiefern macht ihre Zirkulation und Handhabung sie genauso aus wie ihre vermeintlich statischen Eigenschaften? Wie kommt es, dass in der Literaturwissenschaft, der Wissenschaftsgeschichte und der Medienwissenschaft die Fokussierung auf materielle Konfigurationen in je unterschiedlicher Hinsicht so fruchtbar ist?
Ein besonderes Merkmal des neuen „Materialismus zweiter Ordnung“ besteht deshalb in der Reflektion verwandter Ansätze in angrenzenden Gebieten. Die Vorlesungsreihe stellt aktuelle Paradigmen und Ansätze aus drei Bereichen vor, die sich in der jüngeren kulturwissenschaftlichen Diskussion einander angenähert und überlagert haben: Wissenschaftsgeschichte, Literaturforschung und Medienwissenschaft.

Folgendes Seminar von Herrn Stewen wird zusätzlich angeboten

051 704 American Independent Cinema
Gegenstandsmodul: Film/Kino
Systematisches Modul: Ästhetik & Technik
Termine:
FR, 19.04. 16-19 Uhr (Vorbesprechung)
SA, 04.05. 10-18 Uhr
SA, 18.05. 10-18 Uhr
SA, 15.06. 10-18 Uhr
SA, 13.07. 10-18 Uhr, GBCF 04/514

Kommentar
Neben Filmen von Wes Anderson, Paul Thomas Anderson, Sofia Coppola, Jim Jarmusch oder den Coen Brüdern, die sich inzwischen erfolgreich im (Arthouse-)Mainstream positioniert haben, finden auch andere ambitionierte Low-Budget-Projekte aus den USA zunehmend Produzenten und Zuschauer. RegisseurInnen wie John Sayles, Hal Hartley, Todd Solondz, Amos Kollek, Kelly Reichart, Miranda July und die Zellner Brüder entwerfen seit den 90er Jahren mit ihren Filmen ganz eigene, „unabhängige“ Konzepte von historischer Geschichte, Gesellschaft, alltäglicher sozialer Erfahrung, Männlichkeit/Weiblichkeit und moralischen Kategorien, die sich in spezifischen brüchigen Inszenierungen (hybride Erzählformen, Herausforderung von Genrekonventionen, Reflexivitäten, (Ent-)Emotionalisierung, Anverwandlungen des Dokumentarischen, ambivalente Funktionen von Humor, improvisiertes Schauspiel etc.) manifestieren. Nach einer Einführung in die Ökonomie und Geschichte des American Independent Cinema sollen in der Auseinandersetzung mit einzelnen Filmen ihre spezifischen ästhetischen und diskursiven Dimensionen insbesondere auch in Relation zu einem als Mainstream definierten Kino beschreibbar gemacht werden. Ziel ist hierbei auch die Formulierung und Erprobung neuer filmanalytischer und -theoretischer Verfahren, die über klassische neo-formalistische, narrationstheoretische, psychoanalytische oder phänomenologische Ansätze hinausgehen.

Das Seminar versteht sich als gemeinsames Recherche- und Diskussionsseminar, in dem die Studierenden lernen, eigenständig Forschungsfelder zu erschließen, sich auf ungewöhnliche Seherfahrungen einzulassen und diesen in gemeinsamen Gesprächen und theoretischen Kontextualisierungen weiter nachzuspüren. Das Seminar findet in vier Blocksitzungen statt, in die Filmsichtungen integriert sind. Die Auswahl der Filme wird in der Vorbesprechung am 19. April gemeinsam festgelegt; Texte werden im Blackboard bereitgestellt.

Seminare Prof. Groß

Die Seminare von Prof. Groß: Die Theorien der Romantik als Medientheorie?, Dokument und Fiktion: Die Kinopolitik Nanni Morettis, Ästhetische Theorien des Fernsehens sowie Vom Film zum Fernsehen beginnen erst in der zweiten Vorlesungswoche, ab Mittwoch, 17. April.

Folgendes Praxisseminar wird zusätzlich angeboten

051 761 Animation 2 Struck
4-tägiges Blockseminar (Ort und Termin werden
noch bekannt gegeben)
Der Workshop richtet sich vorrangig an die Teilnehmer des Animation Workshop 1, die ihre begonnenen Animationsprojekte weiterführen möchten, und bietet darüber hinaus Neueinsteigern die Möglichkeit, in Gruppenarbeit einen Animationsclip in der Stop Motion Technik zu realisieren.

Ziel des Workshops ist die Präsentation der fertigen Animationsfilme, Sets und Requisiten in einer kleinen Ausstellung.
!!max. 12 Studierende!!