Archiv für den Monat: November 2011

Zwei Gastvorträge und ein Workshop 6. bzw. 8./9.12. am IfM

Revisionen und Repolitisierungen von “Gender und Medien”

Am Dienstag, 6. Dezember 2012, 18 Uhr, GABF 04/413 wird Murat Iri einen Vortrag halten mit dem Titel:
What is Happening in the Backstreets? Reconstruction of Patriarchal and Authoritarian Mind in Contemporary Turkish Film
Murat Irit ist Filmwissenschaftler an der Universität Istanbul und im Rahmen eines Erasmusaustauschs am Institut für Medienwissenschaft und dem Studienfach Gender Studies vom 5.-9. Dezember in Bochum zu Gast.

Am 8. und 9. Dezember 2012 findet der internationale Workshop Revisionen und Repolitisierungen von “Gender und Medien” im Dekanatssitzungssaal der Philologie GB 5/160 statt.
Weitere Informationen zum Programm und zu den Teilnehmer/innen finden Sie hier:

Im Rahmen des Workshops hält Nguyen Tan Hoang am 8. Dezember 2012, 18 Uhr, GABF 04/611 einen Vortrag mit dem Titel: Bottomhood is Beautiful
Nguyen Tan Hoang ist Videokünstler und Assistant Professor of English and Film Studies am Bryn Mawr College. Er stellt seine neueste Veröffentlichung “A View from the Bottom: Asian American Masculinity and Sexual Representation” vor.

15.11.11 / 18h / TRANSEUNTE in Anwesenheit von Regisseur Eryk Rocha

TRANSEUNTE (Passant, Brasilien 2010, 100 min, OmE)

in Anwesenheit von Regisseur Eryk Rocha

am Di., 15.11.11, 18:00 Uhr

im METROPOLIS (Bochum Hbf)

http://metropolis.cineprog.de/

Zwischen Fiktion und Dokumentation folgt dieser poetische Essay dem Rentner Expedito auf seinen täglichen Streifzügen durch die anonymen Menschenmassen in der Innenstadt Rio de Janeiros. Zwischen fremden Gesichtern begegnet er Sehnsüchten, Träumen, Ängsten und Sorgen anderer. Er absorbiert und vermengt diese Dramen mit seinem eigenen Leben, denn er selbst hat weder Familie noch Freunde. Die urbane Landschaft der brasilianischen Großstadt bildet die ideale Kulisse für Regisseur Eryk Rochas sinnliche Bilder und intensive Klangwelten.

Eryk Rocha (*1978 in Brasília) lebte in verschiedenen Ländern Lateinamerikas. In Kuba studierte er Film, und dort entstand auch 2002 seine international erfolgreiche Dokumentation „Rocha que Voa“. 2008 realisierte er „Pachamama“. „Transeunte“ ist Rochas erster Spielfilm, der auf dem Filmfestival von Brasília bereits mehrfach ausgezeichnet wurde.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Kinotour und Werkschau „Rocha. Eryk Rocha und Glauber Rocha“ des Filmmuseums Düsseldorf vom 11.11. bis 29.11.2011. http://www.duesseldorf.de/filmmuseum/

01/12/11 bkm-Workshop Wills: Inanimation or Automatic Life – Anmeldung läuft

David Wills wird am 1. Dezember (10-14 Uhr, GA 1/138) einen bkm-Workshop halten zum Thema: »Inanimation or Automatic Life«
Abstract:
A discussion of ideas concerning what I call ›inanimation‹ or the forms of automatic life. Certain of those ideas have been developed ›Automatisches Leben, Also Leben‹ (ZfM 4/ 2011), and ›The Blushing Machine: Animal Shame and Technological Life‹ (Parrhesia 8/ 2010). An important background text is Derrida’s L’animal que donc je suis (Paris 2006; dt. Das Tier, das ich also bin, Wien 2010).

Die Anmeldung zum Workshop ist über die bkm-Seite möglich unter: http://www.kolloquium-medienwissenschaft.de/?page_id=28&vid=36&ts=down&ctno=3
Die Materialien zum Workshop sind nach erfolgreicher Anmeldung zugänglich.

Ankündigung der Tagung (DIS)ORIENTATION (dis)orienting media and narrative mazes 10.-11.11.2011 | Ruhr-Universität Bochum

Ankündigung der Tagung
(DIS)ORIENTATION
(dis)orienting media and narrative mazes
10.-11.11.2011 | Ruhr-Universität Bochum

Vom 10. bis 11. November 2011 findet an der Ruhr-Universität Bochum die medienwissenschaftliche Tagung „(DIS)ORIENTATION – (dis)orienting media and narrative mazes“ statt. Im Mittelpunkt werden Medien als Orte und Technologien der Orientierung und Desorientierung stehen, sowie mediale Narrationen, die diese (Des)Orientierung als Thema und Struktur aufgreifen.
Gemeinsam mit Vortragenden aus Deutschland, Rumänien, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und den USA soll über Phänomene der (Des)Orientierung innerhalb von Medien und innerhalb zunehmend digitalisierter Lebensumwelten nachgedacht werden. Schließlich reflektieren Medien heutzutage zu einem nicht unerheblichen Teil ihre (des)orientierenden Eigenschaften selbstreferentiell und setzen diese als Unterhaltungseffekt ein.
In über 25 Vorträgen werden verschiedenste thematische Schwerpunkte und Gegenstände diskutiert – wie z.B. narrative Netzwerke und Zeitkonfusionen, Navigation und räumliche Orientierung, mediale Irrwege und Re-Orientierungen, oder auch „(des)orientierende“ Technologien wie der Fahrkartenautomat und das Telefon. Geladene Hauptredner sind Jason Mittell (Middlebury College, USA), der über Orientierung in US-amerikanischen Fernsehserien sprechen wird, Rolf F. Nohr (HBK Braunschweig, D) mit einem Vortrag über die Kabine als ‘anderer Ort’ medialer Positionierungen sowie Nana Verhoeff (Utrecht University, NL), deren Vortrag visuelle Navigationsregimes thematisiert.
Veranstaltet wird die Tagung von: Julia Eckel (M.A.), Bernd Leiendecker (M.A.), Daniela Olek (M.A.) und Christine Piepiorka (Dipl./M.A.). Die Veranstaltung findet in den Konferenzräumen der RUB-Mensa statt; Vortragssprachen sind Deutsch und Englisch.

Das gesamte Programm kann unter folgendem Link eingesehen werden: http://www.ruhr-uni-bochum.de/disorienting-media/programm.htm

Kurzinfos:
Veranstalter: Julia Eckel (M.A.), Bernd Leiendecker (M.A.), Daniela Olek (M.A.), Christine Piepiorka (M.A., Dipl.-Medienökonomin)

In Kooperation mit dem Institut für Medienwissenschaft, der Fakultät für Philologie, dem Rektorat der Ruhr-Universität, der Ruhr-University Research School und der Gesellschaft der Freunde der RUB

Ort: Konferenzräume 1 und 2 der Mensa (Bistro-Ebene), Ruhr-Universität Bochum
Datum: 10.-11.11.2011
Tagungssprachen: Deutsch, Englisch
Kontakt: disorienting-media@rub.de
Infos & Tagungsprogramm: www.disorienting-media.de

Debaise eröffnet am 9. Nov. das bkm

Am Mittwoch, den 9. November um 18 Uhr c.t.(GABF 04/611) wird das Bochumer Kolloquium Medienwissenschaft (bkm) seine Arbeit wieder aufnehmen.
Der erste Gast in diesem Semester wird Didier Debaise von der Université Libre de Bruxelles sein. Er wird sprechen über:»Subjects of Nature. A Speculative Interpretation of Non-Humans.«

Abstract:
»During the past few years a great number of attempts have been made to reinstate speculative philosophy. Although these attempts differ greatly among one another, they do have one question in common: is it possible to have an experience of nature that does not follow, exclusively, the lines of a human perspective? The question I would like to ask here concerns the place of the subject in speculative thought: What should we expect from the association of two terms (subject and speculative philosophy) that have crystallized tendencies in contemporary philosophy that are this diametrically different: on the one hand a project in philosophical anthropology that will consider nature based on its impact on a human subject that actually experiences it, and on the other hand a philosophy of nature that will infer nature’s characteristics without referring directly to an anthropological subject. The speculative approach that I would like to develop provides resources of a particular kind, especially through considering philosophers who have remained more or less minor during the twentieth century such as G. Tarde and A. N. Whitehead upon which I wish to center my analysis of the question of »subjects of nature«.

Didier Debaise ist einer der profiliertesten und interessantesten Forscher zur Fragen des Prozeßdenkens. Er ist insbesondere für seine bahnbrechenden Arbeiten zu Alfred North Whitehead und zum Spekulativen Empirismus bekannt, aber auch beispielsweise ein exzellenter Kenner von Gilbert Simondons Technikphilosophie und dessen Reformulierung des Individuationsproblems sowie des Werkes von Gabriel de Tarde. Er bearbeitet insgesamt ein Spektrum von Ansätzen, das für aktuelle medientheoretische Zusammenhänge und für die Neubeschreibung der gegenwärtigen medientechnologischen Kondition insgesamt von großem Interesse ist. Genauer Informationen zum Vortrag samt Abstract finden Sie unter
http://kolloquium-medienwissenschaft.de