Archiv für den Monat: Januar 2010

27. & 28 Januar – Amerikanischer Medientheoretiker Mark Hansen im bkm

Am Mittwoch, den 27. 1. (18 Uhr, GABF 04/611), wird der amerikanische Medientheoretiker Mark B. Hansen im Rahmen des bkm einen Abendvortrag halten zum Thema:

»Ubiquitous Sensorium, or the Autonomy of the Peripheral.«

Am Donnerstag (28.1., 10-13 Uhr) findet ein Workshop mit Mark B. Hansen statt, der Fragen der »Neocybernetics« gewidmet sein wird. Für den Workshop wird um Anmeldung über die bkm-Homepage gebeten. Hier erhalten Sie dann auch Zugang zu den Workshop-Materialien. Auf dem beiliegenden Flyer finden sich alle relevanten Information einschließlich eines Abstracts zum Workshop.

>> Flyer – Hansen Workshop

Mark B. Hansen ist seit 2009 Professor für Literatur an der Duke University.
Zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen zählen:
Embodying Technesis. Technology Beyond Writing (The University of Michigan Press 2000);New Philosophy for New Media (MIT-Press 2003); Bodies in Code: Inferfaces with New Media (Routledge Chapman & Hall 2006). Zuletzt hat er zusammen mit Bruce Clarke herausgegeben Emergence and Embodiment: New Essays on Second-Order Systems Theorie (Duke University Press 2009).

11.01.: Eric Alliez im bkm

11/01/2010 (Achtung: ausnahmsweise Montag!)
GABF 04/611
18:00 Uhr

Eric Alliez
L’Effet-Guattari – Der Guattari-Effekt

Einen Guattari-Effekt geltend zu machen, das bedeutet zunächst einmal das Interesse zu betonen, das Guattarische Werk für sich allein zu studieren. Und zwar ohne dabei einer exegetischen Praxis zu verfallen, die darauf hinausliefe, die vorherrschende Deleuzologie zugunsten eines neuen Gedenkdiskurses auszubalancieren, der am Ende genau für das blind wäre, was ihn doch eigentlich aus Sicht des deleuzianisch-guattarischen Abenteuers gerade fundieren müßte: nämlich die Kritik und Klinik der Transversalisierung, wie sie sich »am absoluten Horizont aller schöpferischen Prozesse« zeigt.…Es gilt nicht, die Philosophie auszuweitern, sondern sie aus sich selbst hinauszuführen, sie aus sich heraustreten zu lassen, indem ihre ontologische Andersartigkeit einer ökologischen Politik des Virtuellen unterworfen wird, wie sie sich am Kreuzungspunkt einer Vielfalt von Semiotiken und Komponenten der Subjektivierung abzeichnet. Auf diese Weise wird der Guattari-Effekt untrennbar von einem neuen ästhetischen Paradigma – das sodann zu einer Proto-Ästhetik berichtigt wird. Denn es geht hier, allgemeiner noch und problematischer, um einer Semiotik von Intensitäten, deren Modellierung stets im Rahmen einer Pragmatik der Existenz zu erringen bleibt.

Der Vortrag findet in französischer Sprache statt. Eine deutsche Übersetzung des Textes wird zum Mitlesen beigegeben.

Eric Alliez, einer der bedeutendsten Schüler von Gilles Deleuze, ist Professor für Zeitgenössische Französische Philosophie am Centre for Research in Modern European Philosophy der Middlesex University, London. Er wird im Sommersemester 2010 Fellow am Internationalen Kolleg für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie (IKKM) in Weimar sein.
Eric Alliez war unter anderem Programmdirektor am Collège International de Philosophie in Paris, Professor für Ästhetik an der Akademie der Bildenden Künste in Wien und hatte zahlreiche Gastprofessuren inne, u.a. an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe, am Goldsmiths College in London und an der École des Hautes Études en Sciences Sociales in Paris.